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Architekturpreis Schöner Parken 2011
Das Hamburger Architekturbüro Kunst & Herbert gewinnt den von Maserati und der deutschen Eternit AG ausgelobten Architekturwettbewerb "Schöner Parken". Die besondere Inszenierung der Garage als Schnittstelle zwischen Wohnraum und Stadt überzeugte die mit Barbara Holzer, Astrid Bornheim und Gerhard Wittfeld prominent besetzte Jury.
Mit zwei ersten Preisen zeichnete die Jury Projekte aus, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Während in der Schweiz die Garage eines exklusiven Sammlers prämiert wurde, geht ein weiterer erster Preis an ein fast normales Wohnhaus in Hamburg. Mit großer Begeisterung nahmen Bettina Kunst und Christian Herbert die Auszeichnung im Maserati Showroom entgegen. Das Architekturbüro mit dem spannenden Untertitel "Büro für Forschung und Hausbau" hat mit dem nun preisgekrönten Projekt auch einen Forschungsbeitrag zum Wohnen und Leben mit dem Automobil geleistet. Aktuell planen Kunst & Herbert, zusammen mit Kees Christiaanse und ASTOC, den Holzhafen West in Hamburg. Neben den zwei Erstplatzierten sprach die Jury Ian Shaw Architekten für den Wasserpavillon in Siegen sowie Kögl Architekten für das Wohn- und Büroensemble eines Oldtimersammlers eine besondere Anerkennung zu.
Stadt im Haus: Die Architekten Kunst & Herbert verknüpfen mit dem PKW-Stellplatz im innerstädtischen Wohnblock auf intelligente Weise Innen- und Außenraum. Das Wohnhaus in Hamburg liegt versteckt in zweiter Reihe in einem typischen Gewerbe-Hinterhof. Durch ein Fenster vom Wohnraum blickt man auf das Auto, und durch die Garagenöffnung in eine Enfilade aus Höfen und Zufahrten bis hin zur Straße. "Nicht nur das Parken in unmittelbarer Beziehung zum Wohnraum, sondern auch das "Losfahren" und das "Nach-Hause-kommen" bekommt eine besondere Qualität. Mit moderaten Mitteln wird ein interessanter und komplexer räumlicher Zusammenhang zwischen privatem Wohnraum und städtischem Kontext hergestellt", urteilt die Jury.
Garagengebäude Herdern: Der PWK-Stellplatz von Peter Kunz Architektur aus Winterthur besticht durch seine Unverwechselbarkeit und die Einfachheit des Eingriffs in die Landschaft. Fünf verglaste Betonkuben schieben sich wie Schaufenster in die grüne Landschaft und inszenieren den Blick auf die geparkten Autos. Jedes einzelne wird so zum wertvollen Ausstellungsstück. Der reduzierte Einsatz von Materialien unterstützt die Ausdruckkraft des Projektes und stärkt den Dialog mit der Natur. Das Garagengebäude überzeugt auch durch seine Funktionalität. Die fünf "Fenster" bringen Tageslicht in das Innere des kompakten, unterirdischen Baukörpers. Gleichzeitig schafft das Volumen auch die Möglichkeit einer späteren oberirdischen Bebauung.
Ausstellungstour durch Deutschland
Der von der deutschen Eternit AG und Maserati ausgelobte Wettbewerb suchte atmosphärische Räume für das private Automobil. Architekten und Bauherren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren aufgerufen, ihre Projekte zu dem mit 5.000 Euro dotierten Architekturwettbewerb einzureichen. Die vier Preisträger und die 13 weiteren Wettbewerbsteilnehmer werden auf einer deutschlandweiten Ausstellungstour präsentiert. Nach der Eröffnungsschau mit Preisverleihung in Hamburg wird die Ausstellung in den Maserati Showrooms Stuttgart, Köln, Bielefeld, Koblenz, Nürnberg, Berlin, Augsburg, Dresden, Düsseldorf und Regensburg zu sehen sein. Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.schoener-parken.com.
Ausstellungstour Maserati Showroom:
05.05. Hamburg
11.05. Böblingen (bei Stuttgart)
12.05. Köln
16.05. Bielefeld
17.05. Mühlheim-Kärlich (bei Koblenz)
25.05. Nürnberg
26.05. Berlin
08.06. Königsbrunn (bei Augsburg)
09.06. Radebeul/Dresden
15.06. Meerbusch (bei Düsseldorf)
29.06. Regensburg
