Auf die Schere kommt es an

Ob lange, runde oder gerade Schnitte - für jeden Anwendungszweck gibt es ein passendes Schneidwerkzeug. Um Zuschnitte effizient herzustellen, ist die Wahl der geeigneten Schere von entscheidender Bedeutung.

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Mit hebelübersetzten Scheren wird der Kraftaufwand um circa 25 Prozent reduziert. Fotos: Bessey

Die Blechschere ist das wichtigste Werkzeug des Klempners und des Spenglers. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn dünne Bleche, Blechprofile oder weiche Metalle geschnitten werden müssen – und dies mehrmals täglich. Ob lange, runde oder gerade Schnitte – für jeden Anwendungszweck gibt es ein passendes Schneidwerkzeug. Um Bleche schnell, ermüdungsarm und präzise zuzuschneiden, gibt Blechscherenspezialist Bessey in diesem Beitrag wertvolle Tipps zur Wahl des richtigen Schneidwerkzeugs und zu dessen Anwendung.
Um dauerhaft auch bei hoher Belastung optimale Arbeitsergebnisse zu erzielen, steht allem voran die Qualität – von Rohmaterial und Verarbeitung. Ein erster Blick sollte daher prüfen, ob alle Schmiedeteile der Blechschere, vor allem im Scherenkopfbereich, gratfrei sind und ob an den Griffen keine Kunststoffreste überstehen. Für ein Qualitätsprodukt sprechen auch sauber geschliffene Schneiden, denn nur sie hinterlassen gratfreie Schnitte und unterstützen ein leichtgängiges Schneiden. Auch auf eine Hersteller-Kennzeichnung, als Indiz für eine hochwertige Blechschere, ist unbedingt zu achten.

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Bei linksschneidenden Scheren verläuft der Radius von rechts nach links. Umgekehrt schneidet die rechtsschneidende Schere Bögen von links nach rechts.


Auf Werkstoffqualitäten achten

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Das Blech muss auf die Schneidbacke aufgelegt werden, um ein optimales Schnittbild zu erreichen.
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… liegt es nicht auf der Schneidbacke auf, verzieht es sich.
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Die Schere sollte beim Schneiden nicht ganz geschlossen werden, …


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… denn beim kompletten Schließen der Schere ergeben sich mit jedem Schnitt kleine Querrisse am Schnittende.

Entsprechend dem zu bearbeitenden Material und der Einsatzhäufigkeit stehen verschiedene Schneidenqualitäten zur Auswahl, wie etwa Qualitätsstahl, Edelstahl, Edelstahl Spezial, HSS und HSS-TiN. Das Schneiden von Edelstahlblech beispielsweise stellt für Scheren eine besondere Herausforderung dar. Hier zahlt sich dann der Einsatz von Hochleistungsscheren mit eingesetzten HSS-Schneiden aus, denn sie erfüllen höchste Ansprüche sowohl an Standzeit als auch an Schneidleistung. Bei der Ausführung HSS-TiN ist der Scherenkopf zusätzlich mit einem verschleißreduzierenden, extrem harten Titannitrid überzogen. Das ergibt eine noch höhere Standzeit, auch bei harten Materialien.
Als sehr robust gelten Normalblechscheren, da Schneide und Griff in einem Stück geschmiedet sind. Bei ihnen ergibt sich die Schneidkraft aus dem Verhältnis Schneidenlänge zu Grifflänge. Weniger Kraft zum Schneiden wird beim Einsatz hebelübersetzter Scheren benötigt. Sie bestehen aus einem Scherenkopf und einem Griff. Beide Teile sind für sich gelenkig gelagert, sodass sich eine zusätzliche Hebelübersetzung ergibt, die den Kraftaufwand um circa 25 Prozent reduziert.


Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in klempner magazin, Ausgabe 3.2017