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Erst winterfest dann Weihnachtsfest

Die Winterzeit steht vor der Tür. Damit Dachdeckungen stets störungsfrei funktionieren und das Gebäude vor Feuchte schützen, müssen Rinne, Rohr und Dachflächen gegen Schnee, Regen und Sturm gesichert sein. Lesen Sie unsere Tipps für den Winter-Check.

Um die erforderliche Standfestigkeit von Dachkonstruktionen zu erzielen, sind zunächst projektbezogene statische Berechnungen erforderlich, die die örtlichen Wind- und Schneelasten berücksichtigen. Foto: Philippe Graf (Schweizer Spenglerarbeiten des VDSS)

Die meisten Schäden am Dach entstehen typischerweise im Herbst und Winter bei Sturm, Starkregen, Schnee und Eis. Mangelhaft befestigte Metalldeckungen und bekleidungen und Verstopfungen der Dachentwässerungen verursachen jedes Jahr Schäden in allen Größenordnungen von optisch und ärgerlich bis lebensgefährlich. Sie sind meistens Folge einer unsachgerechten Planung und Statik, einer nicht fachgerechten handwerklichen Verarbeitung und Montage oder entstehen durch den Einsatz ungeeigneter Bauteile und Werkstoffe.

Die Anforderungen an die Gebäudehülle sind in dieser Zeit besonders hoch. Sie muss zum einen die notwendige Sturmsicherheit und Feuchteschutz bieten und zum anderen Schnee- und Eislasten trotzen. Eine fachgerechte Planung und Montage vorausgesetzt, erfüllen Dachdeckungen und Fassadenbekleidungen aus Metall diese Aufgaben ideal und nachhaltig. Um die erforderliche Standfestigkeit von Dach- und Fassadenkonstruktionen zu erzielen, sind zunächst projektbezogene statische Berechnungen erforderlich, die die örtlichen Wind- und Schneelasten berücksichtigen. Bei Metalldeckungen ist insbesondere die Einhaltung der Klempnerfachregeln des ZVSHK und der DIN 1055-4 von entscheidender Bedeutung. Dementsprechend müssen die Haftabstände der unterschiedlich belasteten Dachbereiche ermittelt sowie Mindestblechdicken und maximale Scharbreiten eingehalten werden. Für die Befestigung der Schare sind die vorgegebenen Hafte und Befestigungsmittel zu verwenden.

Damit Dächer nicht so enden wie auf diesem Bild, sind vorab die richtigen Haftabstände, Scharenbreiten, Blechdicken und Verbindungstechniken zu ermitteln und anschießend exakt umzusetzen. Foto: Siepenkort

Schneelasten managen

Metalldeckungen eignen sich besonders für die durchdringungsfreie Aufnahme von Solaranlagen. Für deren Standfestigkeit und Befestigung auf der Dachfläche müssen jedoch bereits bei der Planung einige wichtige Voraussetzungen geschaffen werden. So ist zunächst ein statischer Nachweis bezogen auf die Wind- und Schneelasten zu erstellen, auf dessen Grundlage die Haltekonstruktion, die Anzahl und Anordnung der Falzklemmen und hiermit auch die Ausführung der Scharenbefestigung festgelegt wird. Bei einer nachträglichen Montage von Solaranlagen ist eine Befestigung mit Doppelstehfalzklemmen unter Umständen ungeeignet und nur mit Dachdurchdringungen in die Sparren zu bewerkstelligen. Bei großflächigen Solaranlagen mit ihren glatten Oberflächen entstehen immer häufiger Schäden aufgrund abrutschender Schneelasten. Abhilfe kann hier durch eine spezielle, treppenförmige Anordnung der einzelnen Module geschaffen werden, bei der abrutschende Schneebretter gebremst werden.

Ähnlich wie dies bei Solaranlagen erforderlich ist, müssen auch notwendige Schneefangeinrichtungen für Metalldächer sorgfältig geplant werden. Dabei können zwei Verfahren zur Ausführung kommen: a) der Schnee wird an der Traufe festgehalten und gegen Absturz gesichert; b) die Schneemassen werden mit mehreren Rohrreihen auf dem Dach gehalten und somit der Schubeffekt weitgehend verhindert. Wichtig ist jedoch bei beiden Verfahren, dass die zu erwartende Mehrbelastung der Festhafte der Metalldeckung berücksichtigt wird. Für die Ausführung und Anordnung des Schneefangsystems sind die Verlegerichtlinien der jeweiligen Hersteller zu beachten.

Bei Schneefangverfahren a), bei dem der Schnee an der Traufe festgehalten wird, sowie bei Dächern ohne Schneefang können auf die Dachrinnen sehr große Lasten wirken. Hier ist insbesondere in schneereichen Gegenden zu prüfen, ob stabilere Rinnenträger oder zusätzliche Rinnenspreizen erforderlich sind. Eine Alternative oder eine Ergänzung stellen thermisch gesteuerte elektrische Begleitheizungen dar. Die Heizkabel werden im Traufbereich, in der Rinne und in Regenfallrohre verlegt/geschlauft und tauen Schnee und Eis ab. Insbesondere bei innenliegenden Rinnen ist der Einsatz der Begleitheizungen sinnvoll, da der Rinnenquerschnitt schnee- und eisfrei gehalten wird. Schmelzwasser kann nicht in die Unterkonstruktion zurücklaufen und Feuchteschäden verursachen.

Den kompletten Artikel lesen Sie im klempner magazin 06.2011.


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