Fassade mit Schattenspiel

Wenn Klempner für sich selber bauen, zeigen sie natürlich, was sie können – wie ­beispielsweise Nicole und Stefan Fankhauser. Für ihr Wohn- und Verwaltungsgebäude des neuen Firmen­sitzes gestalteten sie eine dreidimensionale Metallfassade mit interessantem Licht- und Schattenspiel.

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Besonderes Augenmerk legten die Firmeninhaber auf die Qualität und Optik der verarbeiteten Materialien für die Fassadenbekleidung. Sie bringt die Kompetenzen der Firma messerli im Bereich der Gebäudehülle zum Ausdruck. Foto: StF messerli ag

Die StF messerli ag blickt auf eine 80-jährige Firmengeschichte zurück. Von Beginn an, also bereits seit 1937, beschäftigte sich das Unternehmen mit Handwerksleistungen rund um die Gebäudehülle. Mit der Übernahme des Unternehmens 2004 entwickelten die diplomierten Spenglermeister und Eheleute Nicole und Stefan Fankhauser das Unternehmen weiter. Heute führt die StF messerli ag mit Sitz im schweizerischen Ort Ins Spengler- und Dachdeckerarbeiten einschließlich aller erforderlichen Funktionsschichten bis hin zum Blitzschutz aus – Fachberatung und Planungsleistungen inbegriffen. Um alle Geschäftsbereiche mit den mittlerweile 15 bis zeitweise 20 Mitarbeitern optimal bedienen zu können und um Arbeitsprozesse zu optimieren, war nun ein neues Firmengebäude dringend nötig. Es sollte einen Wohn- und Verwaltungstrakt sowie eine Werkstatt für Produktion, Lager und Logistik integrieren. Mit den Planungen hierfür begannen Nicole und Stefan Fankhauser 2014. Das Resultat ist heute ein kubischer Bau, der sich dezent in die Landschaft einfügt. Das Gebäude in der Region Seeland musste auf Torfboden errichtet werden und verlangte eine Bodenplatte mit Pfählung. Aus Brandschutzgründen wurde der Kopfbau mit Büro, Aufenthaltsräumen und Wohnung in Massivbauweise erstellt. Die angegliederte Werkstatt ist ein Holzständerbau. Als Blickfang und Visitenkarte entwickelte das Spengler-Ehepaar für den Wohn- und Verwaltungstrakt eine Fassadenoberfläche mit Spezialeffekt – natürlich aus Metall.

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Durch die dreidimensional angeordneten Fassadenprofile entsteht bei wechselnden Lichtverhältnissen ein abwechslungsreiches Schattenspiel. Foto: StF messerli ag

Die Fassaden und Dächer wurden den jeweiligen Anforderungen der zwei Gebäudeteile angepasst: Die Werkstatt erhielt eine industrielle Hülle aus Sandwichelementen und deren Innenseiten wurden als Windverband mit OSB Holzplatten beplankt. Die Platten dienen als Unterkonstruktion für diverse Gestelle und Ablagen. Der Hauptbau erhielt entsprechend den Anforderungen eines Büro-Wohnhauses eine dickere Dämmung.

Autor: VDSS

Den kompletten Beitrag lesen Sie in klempner magazin Ausgabe 7.2016.