Glossar: Metall


Metall

Abflussbeiwert

Allgemein: Der Abflussbeiwert ist ein Begriff aus der Hydrologie und bezeichnet das Verhältnis zwischen dem Niederschlag und dem tatsächlich festgestellten oberflächlichen Abfluss. Der Unterschied zwischen Niederschlag und Abfluss ergibt sich aus folgenden Gründen: - Am Beginn eines Regenereignisses sind lokale Mulden im Gelände aufzufüllen (Benetzungs- und Muldenverlust). Dies deckt sich mit der Beobachtung, dass am Anfang eines Regenereignisses überhaupt kein Abfluss stattfindet, der erste Teil des Niederschlags geht für den Abfluss "verloren". - Ein Teil des Niederschlags versickert bzw. füllt die Bodenporen auf (Versickerungsverlust). - Ein weiterer Teil verdunstet (Verdunstungsverlust). Der Abflussbeiwert wird bei der Bemessung von Regen- und Mischwasserkanälen, der Berechnung des Hochwasserabflusses in Flüssen auf Grund beobachteter (historischer) Regenereignisse und bei der Hochwasserprognose verwendet. Die Abflussbeiwerte sind in Abhängigkeit von der Geländebeschaffenheit (Anteil befestigter Flächen, Bodeneigenschaften, Bewuchs, Geländeneigung, Eisbedeckung), der Intensität und und der Länge des Regenereignisses zu wählen. Die Länge und Intensität des Regeneregisses ist deshalb von Bedeutung, da sich die einzelnen Faktoren, die den Abflussbeiwert bestimmen (siehe oben) je nach Intensität und Länge des Regenereignisses anders auswirken. [WQ-Fragen: © copyright by Wissens-Quiz.de] Bei Dachdeckungen: Wie schon oben beschrieben, ist der Abflussbeiwert (ψ) ein Faktor, der zeitliche Verzögerungen zwischen Regenspende und tatsächlichem Abfluss berücksichtigt. Diese entstehen durch die Oberflächenbeschaffenheit der Dachdeckung und der Dachneigung. Dachneigung > 15° = ψ [Abflussbeiwert]: 1,0 Dachneigung < 15° = ψ [Abflussbeiwert]: 0,8 Flachdach mit Kiesschüttung = ψ [Abflussbeiwert]: 0,5 Flachdach begrünt = ψ [Abflussbeiwert]: 0,3

Akquisition

Aktive Neukundenwerbung mit Marketingkonzept (das Gegenteil von "Warten auf einen neuen Kunden").

Anschluss-Abschluss

An- und Abschlüsse sind die Verbindung der Deckung oder Bekleidung mit abschließenden oder aufgehenden Bauteilen. Es werden einteilige und mehrteilige Anschlüsse unterschieden.

Aufkantmaschine

Mit einer Aufkantmaschine werden die seitlichen Falzborde an parallelen und auch an schräg zugeschnittenen Deckblechen aufgestellt.

Auflast

Eine Auflast ist die Sicherung von Dachdeckungen gegen Windlasten, wie z.B. Platten, Schüttungen, Dachbegrünung.

Ausgleichsschicht

Zum Ausgleich von Unebenheiten in der Unterkonstruktion sowie in der Trennung des nachfolgenden Schichtenaufbaus von der Massivdecke oder bei dem Ableiten des diffundierten Wasserdampfes werden sogenannte Ausgleichsschichten verlegt.

Außenwandbekleidung

Außenwandbekleidungen werden für Gebäude aller Art zur dekorativen Gestaltung und zum Schutz der Außenwände gegen Wind und Wetter eingesetzt. Metallbekleidungen haben den Vorteil großer Haltbarkeit und sind praktisch wartungsfrei.

Banddeckung

Unter Banddeckung versteht man eine Metalldeckung im Stehfalz- oder Leistensystem unter Verwendung von Rollenmaterial (Coilware). Vorteil: Geringerer Verschnitt, weniger Querverbindungen. Zu beachten sind die, bedingt durch die thermische Längenänderung, maximalen Scharenlängen.

Baufeuchte

Als Baufeuchte bezeichnet man u. a. - Nutzungsfeuchte (z. B. menschliche Feuchteproduktion, Schwimmbad, Sauna, Küche), - eingebaute Feuchte (z.B. Mauerwerk, Putz, Estrich, Beton, Holz), - Tauwasser, - Leckagewasser.

Bekleidung

Allgemeine Bezeichnung für die äußere sichtbare Gestaltung einer Gebäudewand mit Bauelementen aus unterschiedlichen Werkstoffen, Farben und Formen.

Belüftung

Die Belüftung trennt die Unterkonstruktion und das Gebäudeinnere mit einem Zwischenraum ab. Bei der Planung ist die Größe, Art und Lage festzulegen (siehe Entlüftung).

Beulenbildung

Um der Beulenbildung entgegenzuwirken, muss die Querdehnung der Bleche von den Längsfalzen aufgenommen werden können. Die Scharenbreite sollte möglichst klein, die Scharenlänge möglichst kurz und die Blechdicke eine Nummer größer gewählt werden.

Bewegungsausgleicher, Dehnungsausgleicher, Dehnungsausgleichselemente

Bewegungsausgleicher (auch Dehnungsausgleichselemente oder Dehnungsausgleicher genannt) ermöglichen in einem Temperaturbereich von ca. -20° bis +80° schadlose Dehnungsbewegungen von Metallprofilen. >> siehe auch "Dilatation"

Bitumenkleber

Für Abdeckungen von Simsen eignet sich besonders Bitumenkleber. Diese Bitumen-Glasfaser-Mischung ist in drei Konsistenzen erhältlich, um für das Aufstreichen die richtige Weichheit/Zähigkeit zu haben: Sommer-, Herbst- bzw. Frühlings- und Winterqualität.

Bitumenkorrosion

Bitumenkorrosion entsteht bei UV-Strahlung der Sonne auf ungeschütztem Bitumen. Durch die Oxidation des Bitumens entstehen aggressive Säuren. Gelangt nun mit Säure angereichertes Regenwasser auf darunter liegende Metallbauteile z. B. aus Aluminium, Blei, Stahl, Zink oder Kupfer, werden diese in kurzer Zeit durch Korrosion zerstört. Zu den besonders gefährdeten Bauteilen zählen An- und Abschlüsse, Traufbleche, Dachrinnen und Regenfallleitungen sowie Winkelbleche in Fließrichtung unterhalb der Bitumenabdichtung.

Blitzschutz

Eine Blitzschutzanlage dient dem Schutz von Personen und Bauteilen innerhalb oder außerhalb von Gebäuden. Die für Metalldach und Metallfassade relevante äußere Blitzschutzanlage besteht aus den Fangeinrichtungen, den Ableitungen und der Erdungsanlage.

Bruchdehnung

Bei Werkstoffkennwert "Bruchdehnung" (in Prozent) gibt die maximale Dehnung eines Werkstoffes an, bevor es zum Bruch kommt. Eine geringe Bruchdehnung bedeutet, dass die Legierung relativ spröde ist, eine hohe Bruchdehnung, dass die Legierung relativ zäh ist.

Coil

Engl. Bezeichnung für Blechrolle als Ausgangsform für die weitere Verarbeitung zu Bauelementen.

Coil-Coating

Engl. Bezeichnung für Bandbeschichtung. Die Bandbeschichtung ist eine kontinuierliche Kunststoffbeschichtung von Metallbändern.

Dachdurchbruch

Dachdurchbrüche treten bei allen über dem Dach zuführenden Teile wie Dunstrohre, Antennen- und Fahnenmasten, Stromdachständer und Abgasschornsteine auf.

Dachformen

An Dachformen gibt es: Satteldach, Pultdach, Walmdach, Krüppelwalmdach, Mansarddach, Mansardwalmdach, Mansardschopfdach, Scheddach, Sägedach, Zeltdach, Turmdach, Kegeldach, Segmentdach, Tonnendach und das Kuppeldach.

Dachgestaltung

Die Gestaltung des Daches ist Teil der Architektur. Mit der Art der Dachgestaltung wird der Baustil der Zeit ausgedrückt.

Dachneigung

Die Dachneigung ist die Neigung der Dachfläche gegenüber der Waagerechten. Das Maß der Neigung wird angegeben als Winkel zwischen der Dachfläche und der Waagerechten in Grad (°).

Dachöffnungen

Dachöffnungen verschiedenartiger Formen werden zum Belüften, zum Belichten und somit für eine bessere Ausnutzung des Daches eingebaut.

Dachrinne, innenliegende Dachrinne, Attikarinne, vorgehängte Dachrinne, EN 12056 Teil 3, DIN 1986 Teil 100

Dachrinnen sind offene Sammelprofile zum Abführen von Niederschlagswasser. Die Einteilung von Dachrinnen erfolgt nach unterschiedlichen Kriterien: 1.) Form: Halbrundrinne, Kastenrinne, Trapezrinne 2.) Lage am Bau: Außenliegende Rinne, Innenliegende Rinne 3.) Anbringung: Hängenderinne, Standrinne, Liegenderinne 4.) bauliche Situation: Vorgehängte Rinne, Attikarinne. Die Bemessung erfolgt nach EN 12056 Teil 3 und DIN 1986 Teil 100

Dachrinnengefälle

Dachrinnen werden mit oder ohne Gefälle zu den Abläufen verlegt. Durch nicht zu verhindernde Veränderungen der Unterkonstruktion, des Bauwerks oder im Bereich von Bewegungsausgleichern und Unebenheiten im Rinnenboden sind treten Wasserrückstände auf, die jedoch keinen Mangel darstellen. Für die „Selbstreinigung“ der Rinne ist es jedoch vorteilhaft, Gefälle vorzusehen. So werden Schmutzstoffe leichter fortgespült. Dies wird zumeist durch unterschiedliches Abkanten der Rinnenhalter erreicht.

Dachrinnenheizung

Als Dachrinnenheizung können sogenannte Heizbänder als Direktheizung mit manueller oder temperaturgesteuerter Ein- und Ausschaltung betrieben werden. Wesentlich wirtschaftlicher ist allerdings die Verlegung selbstregulierender Heizbänder.

Dampfdiffusion

Eine Dampfdiffusion erfolgt mit gelöstem Wasserdampf, der einen eigenen Dampfdruck ausübt. Wasserdampfmoleküle durchdringen dabei in Richtung des Temperaturgefälles langsam Wände und Decken aus Holz, Mauerstein und Beton.

Dampfsperre

Eine Dampfsperre ist eine Schicht oder Folie, die das Durchdringen von Wasserdampf verhindert. Hierzu werden vor allem Folien mit Metallbeschichtungen oder aus Kunststoff verwendet. Die Dampfsperre hat die Aufgabe, Wasserdampf an der Diffusion zu hindern, damit sich in der Wärmedämmung kein Kondensat niederschlägt. Angeordnet wird die Dampfsperre unter der Wärmedämmung. Eine feuchte Dämmschicht ist unwirksam.

Deckunterlage

Deckunterlagen für Metalldächer und Fassadenbekleidungen Die Deckunterlage dient zur Aufnahme der Metalldeckung und muss auf den zur Anwendung kommenden Metallwerkstoff abgestimmt sein. Deckunterlagen sind z. B. Lattungen, Schalung, Plattenwerkstoffen, Trapezbleche u. ä.

Dehnungsausgleicher

Dehnungsausgleicher (auch Dehnungsausgleichselemente oder Bewegungsausgleicher genannt) ermöglichen in einem Temperaturbereich von ca. -20° bis +80° schadlose Dehnungsbewegungen von Metallprofilen. >> siehe auch "Dilatation"

Dichtnieten/Bechernieten

Dicht- oder Bechernieten sind Nieten, die flüssigkeitsdichte Nietverbindungen erlauben.

Dilatation

Die thermische Längenänderung (Dilatation) bei Baukörpern ist eine bauphysikalische Erscheinung. Klempnertechnischen Konstruktionen müssen Dehnungsbewegungen schadlos aufnehmen können. >> siehe auch "Bewegungsausgleicher"

Doppelstehfalz

Die Längsverbindung von Scharen erfolgt im Regelfall durch Doppelstehfalz. Die verschieden hohen Aufkantungen werden mittels Hand- oder Maschinenfalzung hergestellt.

EDV - unterstützte Auftragsbearbeitung

Computerunterstützte Erstellung von Leistungsverzeichnissen, Angebots- und Nachkalkulation, Rechnungswesen am PC, mittels geeigneter Softwarelösungen.

Eindeckrahmen

Der Eindeckrahmen bietet den Anschluss an die Ziegel und besteht aus farbbeschichtetem Aluminium. Er ist jedoch für Falzdächer auch in Kupfer und Titanzink erhältlich.

Einfalzverlust

Der Einfalzverlust der Metalldachdeckung bezieht sich auf das Verhältnis zwischen der zu deckenden Fläche und dem Materialbedarf einschließlich der erforderlichen Materialzulagen für Längs- und Querverbindungen.

Eishalter

Der Eishalter wird am Schneefangrohr befestigt und soll das Abrutschen des Schnees flächendeckend verhindern.

Engoben

Engoben dienen dem Schutz keramischer Oberflächen vor mechanischen oder korrosiven Angriffen. Sie bestehen in der Regel aus feuerfesten Oxiden (Al2O3, SiO2, MgO, ZrO2), Gemischen daraus oder feuerfesten Mineralien wie Mullit, Spinell, Zirkonsilikat, aber auch Kaolin oder Ton. Auf feuerfesten Brennhilfsmitteln wie Platten, Balken oder Kapseln verhindern Engoben Kontaktreaktionen mit dem aufliegenden Brenngut oder Klebeeffekte durch ablaufende Glasur von Brenngut, welches auf dem engobierten Brennhilfsmittel steht. Engoben werden als dünne mineralische Beschichtungen auf keramische Oberflächen durch Tauchen, Walzen, Spritzen oder Pinseln aufgetragen. Anders als Glasuren sind Engoben porös und weitgehend frei von Glasphase.

Falzwerkzeuge

Mit den klassischen Falzwerkzeugen wie z.B. Deckhammer, Falzzange und Faltenzieher werden bei der Eindeckung kleiner Dachflächen und bei der Herstellung der verschiedenen Übergänge und Anschlüsse heute noch gearbeitet.

Fensterbank

Die Fensterbank ist ein typisches Beispiel für Simsbleche.

Fließregel

Die Fließregel besagt, dass in Fließrichtung des Wassers das unedlere Metall immer vor dem edleren Metall liegen muss.

Flugschnee

Unter Flugschnee versteht man durch Winddruck auf der Gebäudeoberfläche entgegen der Schwerkraft bewegte staubförmige oder feinkörnige Schneekristalle. Ein Eindringen von Flugschnee in Be- und Entlüftungsöffnungen lässt sich nicht vermeiden.

Gefällesprung

Für einen Gefällesprung muß die Unterkonstruktion des Daches bauseitig entsprechend gestaltet sein.

Gefällesprung (Gefällestufe)

Für Metalldeckungen mit Scharlängen über 10 m und Dachneigungen <10°. Die Aufstellhöhe beträgt mindestens 60 mm. Zur Aufnahme der temperaturbedingten Längenänderungen ist ein Abstand von 10 bis 15 mm von der Aufkantung (Ausführung als Quetschfalz) zur Unterkonstruktion der Gefällestufe vorzusehen.

Gesimsrinne

Gesimsrinnen werden in einem "künstlichen" oder auf einem bestehenden Hauptgesims des Gebäudes angebracht.

Grat

Der Grat verläuft schräg vom First zur Traufe und entsteht beim Zusammenstoß von zwei Dachflächen über ausspringender Ecke.

Haftabstände

Die Haftabstände sind abhängig von der Traufhöhe, dem Dachbereich, der Dicke und Breite der Scharen.

Hartlöten

Hartlöten ist das Verbinden von Metallteilen im Schmelzverfahren mit einem metallischen Zusatzwerkstoff (Lot) bei einer Arbeitstemperatur ab 450°C.

Hinterlüftung

Planmäßiger Abstand zwischen Außenwandbekleidung und Vorderkante Wärmedämmung mit Anschluss zur Außenluft über Be- und Entlüftungsöffnungen. Der aus dem Gebäudeinneren durch Wände bzw. Decken austretende Wasserdampf wird durch die Hinterlüftung abgeführt.

Hochpunktschiebenaht

Die handwerklich hergestellte Hochpunktschiebenaht besteht aus zwei ineinandergesteckten, etwa 60 bis 80 mm überlappenden, Rinnenteilen.

Hohlwulst

Die Hohlwulst gilt als traditionelle Längsverbindung von Steildächern aus Bleiblechen im Sakralbau. Je nach gewünschter Profilierung der Fläche sind seine Form und Größe variabel

Holzschalung

Für Metalldachdeckungen in Klempnertechnik werden Schalungen aus Vollholz (ungehobelte, besäumte Nadelholzbretter nach DIN 4074 Teil 1) mit einer Dicke von 24 mm verwendet (gemessen bei 20% Holzfeuchte). Die Regelbreiten liegen zwischen 100 und 160 mm. Bei runden Dachformen werden u. U. auch schmalere Bretter oder Bohlen erforderlich. Die Schalung wird rechtwinklig oder diagonal zum Scharenverlauf verlegt, damit die Befestigungselemente sicher fixiert werden können. Um Aufschüsselungen, z. B. durch Rinnenträger, zu vermeiden, wird die Holzschalung im Traufbereich ca. 5 mm tiefer angeordnet.

Hosenhafter

Hosenhafter sind Festhafte mit zwei Blechlaschen (in Form einer kopfstehenden Hose). Beim handwerklichen Verfalzen werden die hohe und die niedrige Aufkantung der zu fügenden Scharen mit je einer Lasche fixiert.

Innenliegende Rinne

Für innenliegende Rinnen müssen besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Innenliegende Rinne mit Sicherheitsrinne

Innenliegende Rinne mit Sicherheitsrinne (Sicherheitsrinne ausgeklebt auf Holzschalung) Die Sicherheitsrinne wird mind. 50 mm höher als die wasserführende Rinne ausgebildet.

Kaltdach

Ein das Kaltdach definierende Merkmal ist der von außen durchlüftete Dachraum zwischen der Bedachung und der Stockwerksdecke.

Leistensystem, belgisch

Belgisches Leistensystem - Belgische Leistendeckung Bei dem Belgischen Leistensystem werden die Hafte unter der Holzleiste durchgeführt und durch die Leiste gehalten. Der Streifenhaft hat eine Breite von 40 bis 50 mm und die seitlichen Aufkantungen der Scharen haben keine zusätzliche seitliche Abkantung. Leistensysteme gelten als älteste Verbindungstechnik von Metalldachdeckungen. Aufgrund der wirtschaftlichen Rollformtechnik wurden die Leistensysteme jedoch weitgehend durch das Doppelstehfalz-System ersetzt. >> siehe auch "Deutsches Leistensystem"

Leistensystem, deutsch

Deutsches Leistensystem - Deutsche Leistendeckung Das Deutsche Leistensystem wird mit einem Streifenhaft von mindestens 100 mm Breite gegen Windsogkräfte gesichert. Dazu wird er auf die Oberseite der Leiste genagelt. Die Scharen werden an der Holzleiste aufgekantet und im Winkel von 90° zur Seite umgekantet. Der Streifenhaft wird um diese Kantung gebogen. Abschließend wird der Leistendeckel montiert. Er umschließt durch einfache Falzung die 90° gebogenen Umkantungen. Leistensysteme gelten als älteste Verbindungstechnik von Metalldachdeckungen. Aufgrund der wirtschaftlichen Rollformtechnik wurden die Leistensysteme jedoch weitgehend durch das Doppelstehfalz-System ersetzt. >> siehe auch "Belgisches Leistensystem"

Traufausbildung schwäbisch (schwäbische Traufe)

Als schwäbische Traufausbildung bezeichnet man die spezielle die Ausführung des Abschlusses der sogenannten Scharen (Metallbahnen) in der Stehfalztechnik, wie auf dieser Abbildung dargestellt. Die Scharen werden hier mit einem Abschlussblech (z.B. dem Traufblech) verbunden. Nur eine korrekte Ausführung des Scharabschlusses ermöglicht schadlose Dehnungsbewegungen sowohl in Längs- als auch in Querrichtung der Scharen. Weitere mögliche Ausführungen sind: - der Scharabschluss "stehend rund", - der Scharabschluss "stehend gerade", - der Scharabschluss "umgelegt" (umgelegte Traufe).

Trennlage, Trennschicht, strukturierte Trennlage

Trennlagen für vollflächige Deckunterlagen bei Metalldachdeckungen und Metall-Fassadenbekleidungen Trennlagen werden zwischen Metalldeckung und einer vollflächigen Deckunterlage vorgesehen und haben vielfältige Aufgaben. Sie schützen vor schädigenden Einflüssen aus dem Untergrund (z. B. Zement, Holzschutzmittel), verbessern die Gleitfähigkeit der Metallprofile bei thermischen Längenänderungen, vermindern Prall- und Trommelgeräusche und dienen als Notdichtung während der Bauphase. Aus diesem Grund sollten sie stets vorgesehen werden. Trennlagen dürfen wegen der Korrosionsgefahr nicht aus wasserspeichernden Materialien bestehen. Übliche Trennlagen sind fein besandete Glasvlies-Bitumen-Dachbahnen, Kunststoffbahnen, strukturierte Trennlagen mit Drainagefunktion (bei Titanzink, Dachneigung 3°-15°), PE-Folien > 0,2 mm sowie Unterdeck- und Unterspannbahnen.

Windsog - und Lagesicherung für flachgeneigte Dächer

Windsog ist die Kraftwirkung an Oberflächen in Folge des Bernoulli-Effektes. Technisch bedeutsam ist er an Gebäudeteilen wie Fassaden, Dächern sowie Ingenieurbauwerken. Ursache: Der Luftdruck der ruhenden Luft im Gebäudeinneren bzw. im Bauteil selbst (typ. Dämmung) ist höher als der Luftdruck in der Windströmung. Zur Vermeidung von Windsogschäden müssen die Bauteile so konstruiert werden, dass die Kräfte entsprechend DIN 1055 Teil 4 sicher aufgenommen werden können. Quelle: www.adlexikon.de