Maßgeschneidert in die Zukunft
Seit 2004 besteht das Fortbildungskonzept „Trainingszentrum Dach“ der Gewerbe-Akademie Konstanz: Ein modular aufgebautes, gewerksübergreifendes Kurssystem, das sich nicht nur an Meisteranwärter, sondern auch an fertige Meister richtet, die sich in bestimmten Bereichen rund ums Dach fit machen wollen.
Was möchten Sie? Nur den Klempner- oder nur den Dachdeckermeister? Oder beide Titel gemeinsam? Vielleicht auch einzelne Module mit einem Zertifikat abschließen?
Wer sich fit machen will für Markt und Zukunft, informiert sich näher über das innovative Weiterbildungs-angebot an der Gewerbe-Akademie Konstanz für Dachhandwerker.
Zwei Meistertitel mit einem Kurs Zwei Meistertitel mit einem Kurs: Zwei Meister in zwei Etappen mit voller Anrechnung des Erstmeisters. Ein Teilnehmer kann z.B. im Herbst 2007 den kompletten Klempnermeisterkurs besuchen, um im folgenden Kurs lediglich die Vertiefung im Dachdeckerhandwerk zu belegen und damit den zweiten Meistertitel zu erreichen. Für die Teilnehmer bieten sich u.a. folgende Vorteile: Komplettdach aus der Hand des „Doppelmeisters“ - Der Dachdecker- und Klempnermeister hat schlicht und ergreifend die bessere Marktposition als der Kollege mit nur einem Meistertitel.
Wahl für sichere Zukunft Meister bleibt nur, wer sich ständig weiterbildet. In der heutigen Zeit hört das ständige Lernen und die Wei-ter- und Fortbildung nicht mit dem Meisterbrief auf. Ständig ändern sich Verfahren und Normen. Damit der Meister weiterhin meisterliche Arbeiten abliefern kann, bietet hier die Gewerbe-Akademie Konstanz verschie-dene, nachfolgende Module an, die einzeln gebucht werden können:
Baudiagnostik im Dachhandwerk (6.12. – 7.12.07) Praktisch durchgeführt werden u.a.: Blower-Door-Prüfung, Baustofffeuchte, Holzfeuchte, Lecksuche mit Neutronensonde, Flächennivellement, Klima-messung, Thermografie. Die Teilnehmer erlernen die für Dachhandwerker wichtigsten Diagnoseverfahren. Sie werden in die Lage versetzt, die Gefahr von Mängeln und Schäden an der eigenen Leistung zu minimieren. Außerdem gewinnen sie Sicherheit bei der Suche nach dem richtigen Sanierungsverfahren.
EnEV im Dachhandwerk: Energieeinsparverordnung konkret – Altbau, Neubau, Energie-pass (8.11 - 9.11.07) Die EnEV stellt hohe Anforderungen an die Fach- und Beratungskompetenz des Dachhandwerkers. Bau-herren wollen und müssen energieeffizient bauen und sanieren – der Dachhandwerker muss dazu den Weg weisen und ggf. die rechnerischen Nachweise liefern. Neben den gesetzlichen Anforderungen der EnEV steht die bauphysikalische Funktionsfähigkeit der Konstruktion im Fokus dieses Trainings, damit nicht etwa Tau-wasserschäden oder Schimmelbildung den Erfolg zunichte machen.
Dachentwässerung nach neuen Normen: EN 12056-3 und DIN 1986-100 (15.11. – 16.11.07) Die Bemessung von Dachentwässerungen (Dachrinnen – vorgehängt oder innenliegend, Fallrohre, Dach-gullys, Notüberläufe) hat sich 2000 und 2001 grundlegend verändert. Bei Neubauten wie bei Sanierungen müssen erheblich verschärfte Anforderungen eingehalten werden – das Stichwort lautet Jahrhundertregen. Insbesondere bei Sanierungen muss vom Dachhandwerker genau nachgeschaut werden, ob das alte Ent-wässerungskonzept noch ausreicht. Tauwasserschutz in der Praxis und am Rechner – Dampfsperre adé (30.10. – 31.10.07) Häufig werden Dampfsperren mit hohen Sperrwerten in Konstruktionen eingesetzt, wo sie überhaupt kei-nen Sinn machen – die Folge sind zwar im Sinne der Norm korrekte, aber in der Baupraxis unsichere Kon-struktionen mit viel zu geringer Fehlertoleranz, häufig auch Feuchteschäden. Mit den richtigen Überlegungen, rechnerischen Hilfsmitteln und geeigneten Baustoffen lassen sich Schadensrisiken minimieren. Die Teilneh-mer erwerben Sicherheit im Umgang mit den heute sehr brisanten Themen Tauwasser und Schimmel. Schneelasten nach neuer Norm DIN 1055-5 (22.11.07) Kurz bevor im Winter 2005/2006 in Bad Reichenhall das Dach einer Eissporthalle einstürzte, wurde eine neue Schneelastnorm veröffentlicht. Die Teilnehmer werden über Inhalt und Berechnungsverfahren der neu-en Norm informiert und sind somit in der Lage, Schäden durch Schneelast zu vermeiden.
Windsogsicherung nach Fachregeln und neuer Norm DIN 1055-4 (23.11.07) Wiebke, Lothar, Kyrill – Freund oder Feind des Dachhandwerkers? Die Stürme der letzten Jahre zwingen Bauherren, Gebäudeversicherer und Dachhandwerker zum Umdenken. Die Teilnehmer erfahren, wie Steildä-cher (insbesondere Ziegel und Dachsteine) und Flachdächer gegen die Kraft des Windes zu sichern sind. Denn es ist absehbar, dass die Versicherer bei Sturmschäden nur noch dann ohne Einbeziehung des Dach-handwerkers zahlen werden, wenn das Dach entsprechend dem Stand der Technik abgesichert ist.
Flachdach in der Praxis (4.02. – 6.02.08) Dachabdichtungen sind ein lukratives und zugleich komplexes Geschäftsfeld für Dachhandwerker. Die Tü-cke liegt im Detail – Können ist gefragt. Drei Tage lang werden Sie von Experten praktisch geschult. Danach sind Sie fit in folgenden Schlüssel-Technologien: Bitumenschweißbahnen, PVC-Bahnen, Flüssigkunststoff Einführung in den Dachstuhlbau (28.11. – 30.11.07) Der Bau von Dachstühlen ist kein Hexenwerk. Diese Fortbildung für den Dachhandwerker belässt es nicht bei der Theorie: Sie konstruieren einen Dachstuhl von Hand und binden ihn komplett ab. Außerdem erhalten Sie eine Einführung in den PC-gestützten Abbund und die Zusammenarbeit mit Abbundzentren.
Wer, wo, was, wann? Wer sich näher informieren möchte, nimmt mit der Gewerbe-Akademie Konstanz Kontakt auf: Gewerbe-Akademie Konstanz, Opelstraße 6, 78467 Konstanz. Tel. 07531 587-587 oder über das Internet www.gewerbe-akademie.de. Detailauskunft erhält man auch beim Kursleiter: Dipl.-Ing. (FH) Friedhelm Maßong, Stockacher Straße 6, 88662 Überlingen. Tel. 07773 937967.
Maßong / 04.06.2007
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