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Kick-off für den "Europäischen Studiengang Gebäudehülle"

Beim Branchentreffen in Rosenheim ging es darum, den Studiengang zum Fachingenieur Gebäudehülle an der hiesigen Fachhochschule zu etablieren. Ergebnis: Handwerk und Industrie wollen den Studiengang; 30 Prozent der Kosten sind bereits gesichert.

Johannes Binder: "Der Bedarf zur Gründung einer Studienrichtung Gebäudehülle ist groß. Wenn wir diese Chance jetzt nicht nutzen, werden andere Bau-Gewerke als das Dachhandwerk die Richtung vorgeben." Foto: Siepenkort

Von der ersten Initiative über die Konzeption bis hin zur Gründungsveranstaltung am 25. Mai 2011 in der Fachhochschule Rosenheim sind etwa drei Jahre vergangen. In dieser Zeit bemühte sich Johannes Binder aus Ingolstadt als Impulsgeber, zusammen mit dem ZVSHK, Branchenteilnehmer für dieses Projekt zu gewinnen. Es gibt viele Gründe, die die Notwendigkeit zur Einrichtung eines speziellen Studiengangs für die Dachbranche aufzeigen. So stellen die immer komplexeren Aufgaben bei der fachgerechten Ausführung von Dächern und Fassaden für Handwerksbetriebe und Anwendungsberater der Hersteller eine stetige Herausforderung dar. Sie setzen Fachwissen voraus, das weit über das eines Meisters oder eines Bauingenieurs hinausgeht. "Ich musste selbst erfahren, wie schwer es ist, geeignete Mitarbeiter für die heute vielfältigen Planungsaufgaben in der Projektabwicklung zu finden. Deshalb ist ein auf die Dachbranche zugeschnittener akademischer Studiengang besonders wichtig. Dies betrifft nicht nur das Handwerk, sondern gleichermaßen das Fachpersonal der Anwendungstechnik in der Herstellerindustrie", unterstreicht Johannes Binder, Inhaber eines Unternehmens für Metalldeckungen, -bekleidungen und Abdichtungen mit 25 Mitarbeitern.

Aktuell installiert der weltweit agierende Fassadenspezialist Gartner aus Gundelfingen an der Hochschule Rosenheim ein Forschungsprojekt. Es handelt sich dabei um eine rotierende Testkonstruktion für eine Weiterentwicklung in der energetischen Fassadentechnik - eine "Win-win-Situation" für Investor, Studierende und FH. Foto: Siepenkort

Der Studiengang ist im Prinzip mit dem des Ingenieurs für Versorgungstechnik im SHK-Bereich vergleichbar. Voraussetzung für ein solches Studium ist das Fachabitur, das Abitur oder eine abgeschlossene Meisterprüfung. Zu Beginn des Studiums ist ein einjähriges Praktikum in einem Klempner-, Spengler- oder Dachdeckerbetrieb zu absolvieren. Sofern eine Meister- oder Gesellenprüfung abgelegt wurde oder ein entsprechender Nachweis vorliegt, entfällt das Praktikum. Das anschließende Studium soll in sechs bis acht Semestern abgeschlossen sein.

Den kompletten Artikel lesen Sie im klempner magazin 4.2011.


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