Klempner-Doppel in Münster

Zehn Jahre klempner magazin und 5 Jahre Klempnertreff - hundert Klempnermeister kamen zum Jubiläumstreff nach Münster. Spenglermeister Volker Reinhardt beeindruckte mit Vorträgen über Sanierungen in Eritrea.

Klempnertreff Klaus
Volles Haus zum Jubiläumstreff. Im Vordergrund Moderator Klaus Siepenkort. Fotos: klempner magazin

10 Jahre klempner magazin und 5 Jahre Klempnertreff - alle wichtigen Player aus der Klempnerbranche kamen nach Münster, erstmalig auch Mitglieder des Klempner- und Kupferschmiedemuseums .

Klaus Siepenkort, verantwortlicher Redakteur klempner magazin, begrüßte rund hundert Teilnehmer im Factory Hotel und gab einen Rückblick über die Historie des noch jungen Magazins. Rüdiger Niewind von Rheinzink startete den Vortragsreigen mit einem Referat zum Thema VHF ersetzt WDVS. Er informierte über Brandschutzmaßnahmen und den Feuchteschutz. Außerdem gab Niewind einen Überblick über eine Kalkulation einer Sanierung mit beiden Systemen. "Die Demontage der Entsorgung WDVS ist ein erheblicher Kostentreiber", so Niewind. Anschließend überreichte Niewind Klaus Siepenkort eine Metallskulptur zum Doppeljubiläum klempner magazin und Klempnertreff.

"Jedes Land hat seine Eigenheiten". Volker Reinhardt auf dem Klempnertreff 2017

Beziehung so wichtig wie Lösungen

Volker Reinhardt berichtet von außergewöhnlichen Metalldeckungen und Fassadensanierungen in Eritrea, Tansania, Indien und London. "Du brauchst in jedem Fall ein gute Logistik zu Hause. Es sind andere Arbeitsbedingungen in Afrika, vor allem in Sachen Arbeitsschutz. Aber der Aufenthalt ist auf jeden Fall eine bereichernde Erfahrungen. In Afrika braucht man nicht nur Lösungen, man legt vor allem Wert auf Beziehungen", sagte der Spenglermeister. Er zeigte Bilder von Dachkonstruktionen, der Baustellenlogistik und den schönen Projekten in Bangalore (Indien), Bukoba (Tanzania), und eben Keren (Eritrea). Highlight - neben dem Neubau der Kathedrale St. Michaels in Keren - war ein Fußballspiel in Eritrea. Weitere Infos zum Projekt .

Um bei Fassadensanierungen größere Wandvorsprünge überbauen oder haustechnische Installationen in eine Metallfassadenkonstruktion integrieren zu können, müssen oft große Abstände zwischen Traggrund und Bekleidungsebene hergestellt werden. Die üblichen VHF-Systeme stoßen hier oft an ihre Grenzen. Spenglermeister Volker Reinhardt informiert humorvoll wie und mit welchem System er 900 mm Zwischenraum überbrückte.

Produktwissen ist Klempnerwissen - unter diesem Motto stellten Mitarbeiter der Unternehmen Aperam, Grömo, Haushaut, Dräco, KME, ProKlima, Prefa, Rimex Metals Group, Rheinzink und VM Zink ihre Neuigkeiten vor. Der Mittagsimbiss fand in der Lounge des Factory Hotels statt.

Was Klempner bei der Montage von Sicherheitseinrichtungen beachten müssen, beantworte Martin Binder, ST Quadrat. Er erläuterte die Klassifizierung von Dachflächen nach DGUV und informierte über Details zur DIN 4426. "Bei den PSA-Verordnungen gibt es ein ziemliches Durcheinander. Wir haben Richtlinien und EU-Bauproduktenverordnung und dann noch das DIBT", sagte Binder. Passende Produkte zur Entwässerung von Zambelli stellte Frank Anders vor .

Anschließend folgten Informationen zum Thema Planung Dachentwässerung und zum Meisterstudium „Technik der Gebäudehülle" und Klempnerausbildung. Der Arbeitskreis Ausbildung traf sich zum 10. Mal, diesmal in Münster beim Klempnertreff. Die Mitglieder erläuterten Ihre Erfahrungen mit der neuen Ausbildungsordnung und gaben Tipps für die Nachwuchswerbung. Stichwort Nachwuchs, Thema EuroSkills: Bundestrainer Josef Bock berichtete über den Wettbewerb EuroSkills in Göteborg und die weiteren Planungen für Klempner und ihre Skills „Metalroofing.

Johannes Messer

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in klempner magazin 03.2017.

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