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Kontrolle ohne Verlust
Das Projektgeschäft brummt, die Termine drücken, Mitarbeiter, Maschinen und die Betriebe laufen auf Hochtouren. Jetzt ist es wichtig, den Überblick zu behalten.
Leitende Klempnermeister arbeiten in Spitzenzeiten bis zu fünfzig Wochenstunden, wie Unternehmensberater in der täglichen Praxis immer wieder feststellen. Für die sichere Abwicklung der Aufträge gilt es, in diesen Situationen den Überblick über Mensch und Technik zu behalten, da sonst Mängelrügen vom Auftraggeber und Krankmeldungen der Mitarbeiter drohen. Eine strukturierte Unternehmensführung und eine klare Verteilung der Aufgaben ist hierfür unabdingbare Voraussetzung. Im Bericht auf Seite 52 gibt Autor Stefan Dangel Informationen zur Optimierung der Unternehmensstruktur und zeigt, wie es dem Meister gelingt, sich nur um die wirklich wichtigen Dinge im Tagesgeschäft zu kümmern.
Dass Metall an Dach und Fassade bei Architekten und Bauherren beliebt ist, spiegelt sich auch in unseren zahlreichen Projektdokumentationen dieser Ausgabe wider. So berichten wir in der Titelstory ab Seite 6 über Metalldeckungen an einem im Bau befindlichen Hightech-Bahnhof der Superlative. Die komplexen Dachgeometrien der rautenförmigen Bahnsteigdächer des neuen Hauptbahnhofs Wien sind architektonisches und technisches Highlight und verlangten den Klempnern alles Können ab.
Blechspezialisten, fertigten auch zwei interessante Fassadenprojekte. Auf Seite 11 zeigen wir, wie Klempnermeister Jörg Kleinfeld die Fassadengestaltung einer Wohnanlage im Farbton Mayagold mit Alu-Sidings und anspruchsvollen Details klempnertechnisch umsetzte.
Eine komplexe, handwerklich hergestellte Dachkörperverkleidung aus Aluminiumlamellen mit Lüftungsfunktion realisierte die Spenglerei Pichler einschließlich der kompletten Werkplanung (Seite 16).
Dass das Klempnerhandwerk Blechbearbeitung von Hightech bis historisch abdeckt, beweisen wir ab Seite 20. Hier belebte Klempnermeister Marius Michel eine historische Rautenfassade aus geprägten Zinkrauten wieder rein zufällig. Geplant hingegen war die energetische Dachsanierung am alten Palais des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe. Klempnermeister Armin Kaupp berichtet ab Seite 24 über die Neudeckung des historischen Leistendaches mit verzinntem Kupferblech sowie von der Ausführung komplizierter Gesimse und Ornamente.
Ich wünsche Ihnen im regen Tagesgeschäft den richtigen Überblick über Mensch und Technik.
Klaus Siepenkort
