180 Jahre VMZINC

VMZINC feiert in diesem Jahr sein 180-jähriges Jubiläum. Ausgangspunkt der Unternehmensgeschichte ist die kleine Gemeinde Altenberg östlich von Lüttich. Im Jahr 1837 entstand hier die „Société des Mines et Fonderies de la Vieille Montagne“ (deutsch: Gesellschaft der Minen und Gießereien von Altenberg).

180 Jahre VM Zink
Zinkverarbeitung Mitte des 19. Jahrhunderts. VMZINC Walz-werk im französischen Bray. Foto: VM Zink Essen

Als „Vieille Montagne“ machte sich der Zinkhersteller im Laufe der Jahrzehnte bei Dachdeckern und Baumeistern einen Namen. 1994 entschloss sich das Unternehmen zu einer Modernisierung der Namensgebung, und aus den Anfangsbuchstaben „V“ und „M“ wurde der heutige Markenname VMZINC abgeleitet.

Auch in Deutschland kann VMZINC auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon 1853 kaufte die Vieille Montagne eine Zink-Hütte in Essen-Borbeck und eröffnete die erste Filiale im damaligen Preußen. Noch im selben Jahr kam ein Walzwerk in Oberhausen hinzu.

Eine wichtige Wegmarke bei der Weiterentwicklung des Werkstoffs war die erste Zink-Elektrolyse in Europa im Jahre 1922. Im Vieille Montagne Werk im französischen Viviez wurde durch den Einsatz von Elektrizität ein wesentlich reineres Zink hergestellt, als es mit den alten Produktionsprozessen möglich gewesen wäre. Die „nasse“, elektrochemische Gewinnung von Zink setzte sich deswegen schnell gegenüber der „trockenen“ Gewinnung durch, die auf Verdampfung und Kondensation beruhte.

Im Jahre 1978 brachte Vieille Montagne mit dem anthrazitfarbenen Anthra-Zinc die erste vorbewitterte Titanzink-Oberfläche auf den Markt. Anders als walzblankes Zink bewahrte das vorbewitterte Zink seinen Farbton über einen langen Zeitraum, da die charakteristische Patina-Bildung kontrolliert vorweggenommen wurde. Die zinktypischen Werkstoff- und Verarbeitungseigenschaften blieben dabei vollständig erhalten.

Seit seiner Gründung im Jahre 1837 hat VMZINC die Einsatzmöglichkeiten von Zink kontinuierlich erweitert. War Zink zunächst der Baustoff für das Dach, so ist heute die Fassade zu einem wichtigen Anwendungsfeld geworden. Hier bringt Titanzink seine Möglichkeiten als architektonisches Gestaltungsmittel besonders gut zur Geltung.