Alles für die Klempner

Es begann 1865 mit einer kleinen Eisengroßhandlung in Stuttgart-Mitte. Heute versorgt das Handels- und Dienstleistungsunternehmen Barth aus den Standorten Renningen, Hainichen und Leipzig die Klempner und Dachdecker in Baden- Württemberg und Sachsen mit Metallen in allen Lieferformen.

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„Die Bezeichnung ‚Metallhandel‘ erfasst das Leistungsspektrum von Barth schon lange nicht mehr. Mit unserem Dienstleistungspaket unterstützen wir unsere Kunden vielmehr bei der zuverlässigen und fachgerechten Abwicklung ihrer Dach- und Fassadenprojekte“.Jürgen Votteler Foto: Barth GmbH

Die Bezeichnung „Metallhandel“ erfasst das Leistungsspektrum der Firma Barth schon lange Zeit nicht mehr. Zwar versorgt das Renninger Unternehmen an sieben Standorten Klempner und Dachdecker mit rund 7.000 Einzelartikeln für Metalldächer, Metallfassaden und Dachentwässerungen. Doch nimmt das breite Angebot an Dienstleistungen rund um die Blechbearbeitung, mit über hundert Mitarbeitern, heute einen bedeutenden Stellenwert ein.
Das Unternehmen blickt auf eine lange Historie zurück, die mittlerweile fast 150 Jahre zählt. Heute lenkt Jürgen Votteler in der dritten Generation die Geschicke des Unternehmens: „Mit der Eröffnung der Eisenhandlung der Brüder Carl und Gustav Barth 1865 nahm unsere Firmengeschichte ihren Anfang. 1893 trennten sich die Brüder, um geschäftlich ihre eigenen Wege zu gehen. 1903 baut Gustav Barth auf dem Gelände des Stuttgarter Westbahnhofs eine eigene Lagerhalle. Durch den direkten Gleisanschluss konnte er jetzt ohne großen Zeitverlust seine Waren in den Schwarzwald, die Bodenseeregion und nach Baden versenden. Ein Vorteil, den die Kunden schon damals sehr zu schätzen wussten. 1899 heiratete die Tochter von Gustav Barth meinen Großvater, den Reutlinger Apotheker Dr. phil. Wilhelm Votteler, der 1908 als Teilhaber in die Firma Gustav Barth eintrat“, schildert Jürgen Votteler die Entwicklung. Von nun an konnten die Kunden in der Eisenhandlung auch verkupferte Zinkbleche, Dr. Vottelers „Blitzkupferbildner“ und Dr. Vottelers Lötwasser „Sudrol“ kaufen, das er bis nach Ägypten verkaufte. „Der versierte Apotheker und Chemiker entwickelte die Substanzen selbst, leider sind die Rezepturen verloren gegangen, nachdem er 1914 mit nur 41 Jahren starb. Doch der Unternehmerische Geist lebte im Unternehmen weiter, so dass sich das Familienunternehmen mit seinen Nachfolgern stets weiterentwickelte.“

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Für Metalldächer und Fassaden in handwerklicher Stehfalztechnik produziert Barth mit Schlebach Profilieranlagen Scharen bis zu einer Lieferlänge von 16 Metern, bei Bedarf auch für Rundgauben in den erforderlichen Radien mit unterseitiger Schalldämmfolie. Foto: Siepenkort

Geschäftsentwicklung
Nach dem 2. Weltkrieg begann der Wiederaufbau des völlig zerstörten Standortes in Stuttgart-Mitte. Unter der Führung von Wilhelm Votteler wächst das Unternehmen und verlegt 1970 seinen Sitz nach Stuttgart-Vaihingen. Seit 1976 leitet Jürgen Votteler die heutige Barth GmbH. 1991 eröffnete er den Standort Hainichen / Chemnitz) mit acht Mitarbeitern. Das Liefergebiet von Barth Renningen wurde 2007 auch auf Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen erweitert. Durch die positive Geschäftsentwicklung stößt man schnell an die Kapazitätsgrenzen und konzentriert 1996 sämtliche Handels- und Produktionsaktivitäten am neuen Standort Renningen, dem heutigen Hauptsitz des Klempner-Fachhandels- und Dienstleistungsunternehmens. Mit der Übernahme der Firma Scholpp wurde in Heilbronn 2008 dazu eine weitere Niederlassung eröffnet.
Es wurde stetig aufgerüstet und investiert – sowohl in Fachpersonal als auch in moderne Technik, um den wachsenden Bedarf an Dienstleistungen rund um die Blechbearbeitung abdecken zu können. Allein am Stammsitz Renningen fertigen auf einer Produktionsfläche von 2.500 Quadratmetern heute 25 Mitarbeiter mit modernsten Maschinen Profile für Metalldeckungen und Fassadenbekleidungen. Der Maschinenpark wurde an den verschiedenen Standorten modernisiert. Hierzu zählen zwei Variobend-Doppelbiegemaschinen sowie modernste Coiltechnik mit Abcoil- Richt- und Querteilanlagen von Forstner.

Klaus Siepenkort

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Ausgabe klempner magazin 07.2013.

Letzte Aktualisierung: 16.10.2013