Blechbearbeitung mit moderner Maschinentechnologie

Handwerk hat goldenen Boden – dank des anhaltenden Baubooms gilt dies mehr denn je. Um das Auftragspotenzial zu nutzen, investiert die Engel Spenglerei GmbH in modernste Maschinentechnologie für die Blechbearbeitung.

moderne Blechbearbeitungsmaschinen
Thomas (links) und Matthias Engel arbeiten zukunftsorientiert und sind sich einig: „Die Investitionen in moderne Blechbearbeitungsmaschinen erhöhen unsere Produktivität und erweitern unser Angebotsspektrum.“ Foto: TRUMPF

Um die Auftragslage ist es für Thomas und Matthias Engel, Geschäftsführer der Engel Spenglerei GmbH bestens bestellt. Damit sie ihren Betrieb auch mittel- und langfristig auf Erfolgskurs halten, investieren sie seit einigen Jahren in moderne Elektrowerkzeuge und Werkzeugmaschinen – denn das Ziel ist, die Produktivität in der Projektbearbeitung und Arbeitsvorbereitung weiter zu erhöhen. Dauerhaft erfolgreich zu sein, hängt nicht nur von der Konjunktur ab, sondern auch davon, ob ein Betrieb für die Zukunft richtig aufgestellt ist. Dafür möchte der im oberbayerischen Fuchstal (nähe Landsberg a. L.) gelegene Spengler-Fachbetrieb die Weichen stellen.

Gegründet hat Spenglermeister Thomas Engel das Unternehmen 1987. Vor 10 Jahren ist sein Sohn Matthias, ebenfalls Spenglermeister, ins Unternehmen eingestiegen, das inzwischen 20 Mitarbeiter beschäftigt. Heute leiten sie gemeinsam die Geschäfte. Schon die frühzeitige Nachfolgeregelung spricht für die Weitsicht des Klempnerbetriebs. Ein weiteres Merkmal sind die Investitionen in moderne Blechbearbeitungsmaschinen für Werkstatt und Baustelle. Bereits in den 90er Jahren war Thomas Engel von der Stanztechnik fasziniert: „Nur leisten konnte ich mir diese Maschinen damals nicht. Aber als mich mein Sohn vor rund drei Jahren fragte, was ich davon halte, eine gebrauchte, aber gut erhaltene Trumatic TC 260 anzuschaffen, fand ich das eine tolle Idee. Gesagt, getan. Hier steht sie nun.“

Fassaden oder Dächer aus Blech gestalten

Engels Kredo lautet aber, den Anteil der Außenarbeiten möglichst gering zu halten, denn das Wetter stellt oft eine schwer kalkulierbare Größe dar. „Wir konfektionieren unsere Aufträge so weit wie möglich in der Werkstatt vor“, sagt Matthias Engel und ergänzt: „Das ist besonders dann wichtig, wenn wir Fassaden oder Dächer aus Blech gestalten und diverse Unterkonstruktionen dafür erstellen.

In diese Branche sind wir 2012 eingestiegen – wenige Jahre nach meinem Eintritt in die Firma.“ Seither nimmt dieses Geschäft stetig zu, und genau dafür ist maschinelle Stanztechnik enorm hilfreich. Die ersten Fassadenaufträge erledigten die Engels noch weitgehend konventionell. Als Beispiel nennt der Spenglermeister die Vorhang-Fassade eines Kauferinger Bürogebäudes, dessen Kassetten-Zuschnitt noch von Hand erfolgte. „Das Ergebnis ist gut, aber heute weiß ich, dass wir mit der Stanzmaschine in Summe mehr als doppelt so schnell gewesen wären“, resümiert Engel.

Wenig später verkleidete Engel ein Hotel in Scheidegg mit knapp 5.000 Alu-Schindeln. Hier kam bereits die TC 260 zum Einsatz. „Das Programmieren und Einstellen der Maschine hat bei diesem Projekt zwar noch relativ lange gedauert, da dies mein Erstlingswerk war und ich alles direkt an der Maschinensteuerung programmiert habe. Der Zuschnitt war dann aber extrem schnell und präzise. Von Hand hätten wir locker 20 Mal so lange gebraucht.“ Ein erfolgreiches Projekt, bei dem sich die Investition bereits weitgehend amortisierte.

Problemlos programmieren

Mit dem Ergebnis waren die Kunden ebenso zufrieden wie die Fuchstaler Blechprofis. Verbesserungspotenzial erkannten sie bei der zunächst aufwendigen Programmierung. Eine Lösung hierfür bot der Maschinenhersteller in Form der Programmiersoftware „TruTops“. Für Matthias Engel war es beruhigend zu wissen, dass die inzwischen 30 Jahre alte TC 260 über eine kompatible Schnittstelle verfügt, die es erlaubt, in der neuen Software erstellte Programme zu nutzen.

Autor: Klaus Siepenkort

Den kompletten Beitrag lesen Sie in Ausgabe 03.2020 Klempner Magazin.



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Letzte Aktualisierung: 14.04.2020