Das Falzdach aus dem Universum

Das Observatorium in Hradec Králové wurde um ein neues Planetarium ergänzt. Als Deckung für den ellipsoid geformten Baukörper wählten die Planer eine kleinteilige Metalldeckung – natürlich ein Fall für den Klempner- und Spenglerfachbetrieb.

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Das neue Planetarium erinnert in seiner Form an eine Raumsonde nach der Landung aus dem Universum. Foto: Rheinzink

Das neue Planetarium der tschechischen Stadt Hradec Králové ist Teil des städtischen Observatoriums und erinnert in seiner Form an eine Raumsonde nach der Landung aus dem Universum. Der Hauptraum des Planetariums ist eine kreisförmige Halle mit einem geneigten Zuschauerraum, der 95 Besuchern Platz bietet. Mithilfe eines einzigartigen digitalen Projektionssystems „fliegen“ die Besucher durch den realistisch wirkenden Weltraum. Fünf spezielle Projektoren, die von synchronisierten Computern gesteuert werden, projizieren das Sternenbild auf die gewölbte Kuppel. Den Besuchern wird ein reichhaltiges Programm geboten: die Beobachtung von Himmelskörpern, die Projektion von wissenschaftlichen oder fantastischen Filmen, die Verfinsterung von Himmelskörpern. Auch Schulen nutzen das wissenschaftliche und für Normalbürger verständlich aufbereitete Angebot, um dem Nachwuchs den Blick über den Erdenhorizont hinaus zu ermöglichen. So erfreut sich die Stadt eines großen Interesses an den vielfältigen intergalaktischen Veranstaltungen.
Architekt Karel Schmied gestaltete das Gebäude in zeitlosem Design und kombinierte Ellipsoid bzw. Kugelabschnitt und kubische Bauform zu einer passenden Gesamtkonzeption.

Die gewählte Materialkombination aus monolithischem Beton und Metall hebt dabei die Reinheit der Formen hervor. Hinter dem umlaufenden Lichtband auf der Gebäuderückseite im ersten Stock, das wie ein Kommandostand wirkt, befinden sich die Zugänge für die Besucher zum Innenraum des Planetariums. Auf der Vorderseite sind Eingang und Kassen sowie Technikräume im Obergeschoss. Anstelle der Fenster sind die senkrechten Flächen hier als Zinkbekleidungen im Winkelstehfalzsystem ausgeführt.


Klaus Siepenkort

Den kompletten Beitrag lesen Sie in klempner magazin, Ausgabe 5.2018.


Letzte Aktualisierung: 09.08.2018