„Eine starke, autarke Gemeinschaft“

Anfang Juni wählten die iib-Mitglieder (Internationaler Interessenbund Baumetalle) ihren neuen Präsidenten. Der neue Mann an der Spitze des Interessenbundes ist Klempnermeister Mirko Siegler aus Bürstadt. Wir sprachen mit dem engagierten Netzwerker aus Bürstadt über seine Ziele.

Interview Siegler IIB
„Wir Klempner bilden im iib eine starke Gemeinschaft, die viel bewirken kann“, so iib-Präsident Mirko Siegler. Foto: klempner magazin

Mirko Siegler, Glückwunsch zur Wahl als neuer iib-Präsident. Was war die Motivation für Ihre Kandidatur?

Im Grunde genommen möchte ich die Dinge, von denen ich in meinem Betrieb überzeugt bin, auch im iib umsetzen. Wir planen und realisieren bei Sima Bau Aktionen für und mit Jugendlichen, planen Events und Aktionen, die dem Klempnerhandwerk und speziell der Nachwuchsgewinnung dienen. Und da ich bereits seit Jahren in der Branche gut vernetzt bin, habe ich mich mit den Vorstandsmitgliedern zusammengesetzt und entschlossen, diese Funktion zu besetzen. Nach einer kleinen Talfahrt hat der iib nun wieder ein schlagkräftiges Team - wir haben viel vor.

Warum gibt es überhaupt den Verein und welche Ziele verfolgt er?

Wir sind der Meinung, dass gerade das Klempnerhandwerk eine starke Gemeinschaft, ein Netzwerk von gleichberechtigten Partnern braucht, das unsere Leistungen positiv verbreitet. Dafür gibt es den iib, der unsere Leistungen und unsere Internationalität in den Vordergrund stellt. Durch unsere Gespräche in Schweden oder Südtirol haben wir erfahren, dass es europaweit die gleichen Ziele gibt: Werbung für die Klempner und Nachwuchsgewinnung. Der iib ist ein starkes Netzwerk, in dem sich Klempner austauschen, informieren und gemeinsam Projekte realisieren. In unserem Büro in Karlstadt bieten wir seit neustem auch telefonische Unterstützung für unsere Mitglieder an. Diese Informationen müssen und sollten aber auch eingefordert werden.

Interview Siegler IIB
Mirko Siegler in seiner Halle in Bürstadt. "In Workshops zeigen wir, was mit Metall an Dach und Fassade möglich ist." Foto: klempner magazin

Was möchten Sie persönlich bewirken?

Meine Aufgabe ist es, potenzielle Mitglieder, interessierte Klempner aber auch Hersteller für uns zu begeistern, nach dem Motto: Wir bringen mehr Metall in den Markt. Ich möchte, dass der iib eine Art Mitmach-Verein wird. Aber nicht in dem Sinne, dass ich einen Jahresbeitrag bezahle und mich zurücklehne, sondern aktiv mitgestalte. Gemeinsam wollen wir das Klempnerhandwerk voranbringen – aktiv, modern und unbürokratisch. Ich möchte dafür sorgen, dass das Image unseres Gewerks verbessert wird. Und da gibt es viel zu tun. Die Außendarstellung ist immens wichtig, die ersten Erfolge in unseren Betrieb zeigen es bereits: Aktionen an Grundschulen oder eine Skater-Rampe als „Mission Possible“ mit dem ortsansässigen Jugendrat. Der iib dient als Plattform für diese positiven Aktionen und Erfahrungen. Wir tauschen uns aus und helfen uns gegenseitig. Wir haben wenig Marktanteile aber wir haben ein gutes Image, gutes Marketing und können vor allem visualisieren. Es gibt eine neue iib-Webseite, eine neue Broschüre, einen neuen Imagefilm, viele neue Marketing-Aktionen. Und bald werden wir in der Lage sein, Klempnern Angebote zu erstellen, die sie beim Auftraggeber einreichen können.

Johannes Messer

Was Mirko Siegler außerdem zur Zugehörigkeit der Klempner zum ZVSHK zu sagen hat, lesen Sie in klempner magazin 05 2018.

Weitere Infos zum iib finden Sie hier

Letzte Aktualisierung: 18.07.2018