Einsatz ohne Verwirrungen

Zink am Bau. Ästhetisch, nachhaltig und vor allem: erlaubt! Viele Dächer und Fassaden werden mit Titanzink gestaltet. Doch Einschränkungen sorgen für Verwirrung.

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Einschränkungen von Zink in Bebauungsplänen aus Umweltgründen, verstoßen gegen geltendes EU-Recht. Foto: Initiative Zink

Zink als Baumaterial hat eine lange Tradition und wird aufgrund vieler Vorteile geschätzt. Es überzeugt viele Architekten durch seine Optik, seine Nachhaltigkeit und seine Sicherheit für Mensch und Umwelt. Einschränkungen von Zink in Bebauungsplänen sorgen jedoch für Irritation bei Planern und Bauherren. Wir möchten an dieser Stelle aufklären:
Manche Gemeinden schränken den Einsatz von Metallen in Bebauungsplänen ein. Sprechen gestalterische Aspekte gegen metallene Oberflächen, ist dies nachvollziehbar. Wird die Abschwemmung von Zink durch Regen und ein möglicher Zinkeintrag in Böden und Gewässer als Grund genannt, sollte das genauer hinterfragt werden.
Zinkblech für den Einsatz an Gebäuden trägt eine CE-Kennzeichnung. Damit handelt es sich um ein europaweit zugelassenes Baumaterial, dessen Verwendung ohne Risiko für Mensch und Umwelt uneingeschränkt erlaubt ist. Kommunale Verbote in Bebauungsplänen zum Schutz der Umwelt, greifen somit in europäisches Marktrecht ein und besitzen keine rechtliche Grundlage.

Einschränkungen verstoßen gegen EU-Recht


Gemeinden fehlt die rechtliche Befugnis für Einschränkungen in B-Plänen aus Umweltgründen. Sie müssen sich an rechtliche Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes halten. Einschränkungen von Zink in Bebauungsplänen aus Umweltgründen verstoßen gegen geltendes EU-Recht.
Teilweise werden in Bebauungsplänen Bauprodukte aus Metall verboten, weil die Versickerung von Regenwasser beschränkt werden soll, das von Metallflächen abgeleitet wird. Fakt ist, dass die oberirdische Versickerung von Regenwasser grundsätzlich empfohlen und erlaubt ist. Nur für Bauprojekte in Baden-Württemberg und Bayern bestehen in Niederschlagsfreistellungs-verordnungen besondere Regelungen für den Aufbau z. B. von Versickerungsmulden oder für die Einleitung in Fließgewässer.


Initiative Zink


Den kompletten Beitrag lesen Sie in klempner magazin, Ausgabe 7.2018.

Letzte Aktualisierung: 15.10.2018