Eyecatcher statt einerlei

Die Wandlung vom verputzten Siedlungshaus zur schicken Villa mit einer Gebäudehülle aus Metall überzeugte die Jury. Ausschlaggebend waren das gelungene Sanierungskonzept, die architektonische Gestaltung und die Qualität der Spenglerarbeiten.

Sieger Sanierungspreis 17 Mohr (4)
Der Sanierungspreis 17 ist eine gelungene Kombination aus Sanierungskonzept, architektonischer Gestaltung und der handwerklichen Ausführung der Fima Mohr. Ein echter Eyecatcher, der nichts mehr vom Ursprungsbau erkennen lässt. Foto: Alex Pusch | Bachmann van Aaken Architekten

Der Schriftzug „Spengler gesucht!“ auf allen Firmenfahrzeugen des Zimmerer-, Spengler- und Dachdeckerunternehmens Zimmerei Mohr GmbH aus Leutershausen zeichnet ein bekanntes Bild: viel Arbeit und viel zu wenig Facharbeiter für das Klempner- und Spenglerhandwerk. Beim Drehtermin für das Siegervideo herrschte dennoch gute Stimmung. Es waren alle Baubeteiligten vor Ort und man konnte spüren, dass ihnen mit der Sanierung etwas Besonderes gelungen war. Die Juryteilnehmer hatten wie bei jeder Sitzung nur anhand der Fotos die Möglichkeit, sich ein Urteil zu bilden – da musste man schon sehr genau hinschauen. Ein kleines „Restrisiko“ bleibt natürlich übrig. Nach dem erweiterten Blick in die Klempnerdetails am Projekt war jedoch Entwarnung: Alle Anschlüsse, wie Fenstereinfassungen, Verwahrungen oder Fassaden-Eckausbildungen hat der verantwortliche Spenglergeselle Andreas Weidner mit einer besonderen fachlichen und handwerklichen Qualität hergestellt – alle Quetsch- beziehungsweise Bündnerfalze waren schulmäßig ausgeführt. Genau das ist es, was letzten Endes bei allen Projekten zu einem beeindruckenden Gesamtbild führt. Ausschlaggebend für die Bewertung der Jury für den Sanierungspreis 17 war nicht nur die gelungene Kombination aus Sanierungskonzept, architektonischer Gestaltung und handwerklicher Ausführung. Dieses Beispiel zeigt insbesondere, wie viel Auftragspotenzial noch in alltäglichen Siedlungsbauten steckt. Warten wir mal ab, wie lange es dauert, bis das nächste Haus sich in Leutershausen mit einer edlen Metallbekleidung zeigt. Neider gibt es bereits.

Heizkosten- und Marderprobleme

Grund der Sanierung waren zunächst erhebliche Probleme mit Mardern, die in der Dachkonstruktion und in der Dämmebene ihr Unwesen trieben. Bauherr Heinz Zapp wandte sich hiermit an die ortsansässige Firma Mohr, die bei der Begutachtung des entstandenen Schadens und den aufwendigen Reparaturarbeiten zu einer energetischen Aufwertung des Gebäudes riet. Denn beim Blick auf die Heizkostenabrechnungen sah Robert Mohr sofort, dass großes Potenzial nach unten bestand. Zusammen mit dem hinzugezogenen Architekten Sebastian Bachmann feilten Bauherr und Unternehmer nun an einem passenden Sanierungskonzept für das verputze Wohnhaus.

Drei Gründe für Metall

Zunächst ging es um den passenden energetischen Grundaufbau. Dabei war für Sebastian Bachmann eine ganzheitliche Betrachtungsweise wichtig und bezog auch die verputzten Außenwände in das Konzept mit ein. Die Entscheidung fiel zugunsten einer zweischaligen wärmegedämmten und hinterlüfteten Holzunterkonstruktion.

Zur Preisverleihung Sanierungspreis im Höhnerstall :

Klaus Siepenkort

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Letzte Aktualisierung: 20.03.2018