Forschen für die Nachhaltigkeit

Im April trafen sich die Mitglieder des Internationalen Verbandes für den Metallleichtbau (IFBS) in Aachen zur jährlichen Mitgliederversammlung. Die wirtschaftliche Entwicklung und nachhaltiges Bauen mit Bauelementen aus Metall standen im Fokus.

IFBS_Tagung_Aachen
Der IFBS e.V. ist Mitglied beim Bundesverband Metall. Seine Mitgliedsbetriebe des Fachbereichs Bauelemente, Projektierung und Ausführung fallen somit grundsätzlich nicht unter den Geltungsbereich der Sozialkassen des Baugewerbes. Foto: IFBS

Wissenschaft Metallleichtbau


Rund 130 Teilnehmer folgten der Einladung des IFBS zur Sitzung in das Aachener Pullmann Hotel Quellenhof, die eine Vielfalt an Themen bereithielt. Das Programm begann für Interessierte bereits am Vortag mit einer Führung durch die Versuchshallen des Zentrums Metallische Bauweisen (ZMB) und des Instituts für Stahlbau (STB) mit Besichtigungen und Präsentationen zur Forschung und Anwendungstechnik. Die Mitgliederversammlung am nächsten Tage, moderiert von IFBS-Geschäftsführer Dr. Ralf Podleschny, wechselte sich mit Vortragsblöcken und Grußworten des Vorstandes und der Ehrengäste ab. Hierzu zählten unter anderem Univ.-Prof. Dr.-Ing. Markus Oeser, Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen an der RWTH Aachen, sowie Univ.-Prof. Dr.-Ing. Markus Kuhnhenne. Kuhnhenne ist neben vielen anderen Beteiligungen Mitglied des „Runden Tisches Nachhaltiges Bauen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Mit seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern berichtete er über die Aktivitäten des Lehrstuhls für „Nachhaltigkeit im Metallleichtbau“, der seit dem 1. Juli 2015 existiert und vom IFBS unterstützt und gefördert wird. Die Professur beschäftigt sich in Forschung und Lehre unter anderem mit Aspekten des konstruktiven Entwurfs, der statischen Bemessung, der Bauphysik und der Nachhaltigkeit von Konstruktionen in Metallleichtbauweise. Zudem werden vielfältige interdisziplinäre Forschungsthemen mit klassischen und verwandten Themen des Stahlbaus bearbeitet. ­Nachstehend sind einige Beispiele von aktuellen Forschungsaktivitäten des Fachgebiets aufgeführt:

- Leichtes Bauen als Mittel zur Steigerung der Ressourceneffizienz
- Neue Querschnitte und Anschlüsse und ihre Tragfähigkeit
- Optimierung der Regel- und Anschlussdetails im Metallleichtbau hinsichtlich Bauphysik, Energie- und Kosteneffizienz
- Energetische Sanierung von Gebäuden, auch Wohn- und Bürogebäude, mit Konstruktionen des Metallleichtbaus
- Konzeption und Entwicklung von innovativen Befestigungstechniken
- Entwicklung von integrierten Dach- und Außenwandkonstruktionen im Metallleichtbau zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen


Dabei werden neben numerischen Untersuchungen auch experimentelle Prüfungen zum Beispiel der bauphysikalischen und mechanischen Eigenschaften von Produkten und Konstruktionen des Metallleichtbaus durchgeführt.

Klaus Siepenkort

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in klempner magazin, Ausgabe 4.2018.

Letzte Aktualisierung: 05.06.2018