Gegen Stress am Bau

Kaum eine Lebensphase ist derart spannend wie die Phase des Hausbaus. Doch nicht nur die Freude auf den neuen Lebensabschnitt prägt die Bauherren-Familie. Auch Bedenken, Zweifel und Unsicherheit schleichen sich in das Bewusstsein der zukünftigen Hausbesitzer. Was passiert, wenn der Bauträger Pleite geht, was geschieht, wenn ich meinen Job verliere, was tun bei Pfusch am Bau? Fragen die bewegen und nicht ungerechtfertigt sind.

VQC 13.4.11 small.jpg
Sachverständige des Vereins zur Qualitätscontrolle am Bau e.V. begleiten Bauherren und Handwerker vor Ort. Ihr Ziel: Eine solide und handwerklich einwandfreie Immobilie. Foto: VQC.de

Kurzum: Das Abenteuer beginnt nicht erst wenn die Bagger rollen und die ersten Steine gesetzt werden, sondern bereits viel früher. Phase 1: Schon Jahre vorher gilt es, die finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit es beim Traum vom Eigenheim nicht beim Traum bleibt. Die Faustformel: "Mindestens 30 Prozent sollten in die Finanzierung mit eingebracht werden", so Florian Haas, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. (München). Nur so können günstige Kredite gesichert werden. "Zinszuschläge, die bei einer Vollfinanzierung fällig werden, treiben ansonsten die monatlichen Zinszahlungen zusätzlich in die Höhe", so Haas weiter.

Phase 2: Ist die Finanzierung gesichert, stehen die Hausbesitzer in spe meist vor der entscheidenden Frage, welchem Bauträger sie ihr Vertrauen schenken. In Deutschland bieten zahlreiche Massiv-Fertighaus-Hersteller unterschiedliche Haus-Konzepte an, die nahezu jedem Anspruch Genüge tun. Neben Unterschieden in Architektur, Ausfertigung und Preis unterscheiden sich die Bauträger vor allem in Bezug auf Sicherheitsleistungen wie Versicherungen und qualitative Bauüberwachung. Von daher empfehlen die Fachleute von der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V.: Bevor ein Bauträger den Zuschlag bekommt sollte unbedingt geprüft werden, welche Sicherheits-Garantien (z.B.: Preisgarantie, Fertigstellungsgarantie, Arbeitslosenversicherung, Qualitätskontrollen) als Zugabe mitgeliefert werden. Einen umfassenden Überblick über die gängigen und unverzichtbaren Sicherheitspakete zeigt eine repräsentative Untersuchung der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. In dieser Studie wurden die Sicherheitsleistungen aller großen deutschen Massiv- und Fertighaushaushersteller verglichen (www.finanzierungsschutz.de). Das Fazit der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V.: "Nicht alle Massivhaushersteller bieten ein derart ausgefeiltes Sicherheitspaket an, das den Bauherren wirklich ruhig schlafen lässt".

Unabhängige Sachverständige garantieren nachhaltige Bauqualität

Ein signifikanter Unterschied, so ein Ergebnis der Vergleichsstudie, ergibt sich aus zum Teil sehr unterschiedlichen baubegleitenden Qualitätskontrollen, die der Bauherr mit Unterzeichnung des Vertrages beim Bauträger einkauft. Gerade in Zeiten, in denen High-Tech in deutsche Einfamilienhäusern Einzug hält und die einzelnen handwerklichen Leistungen immer anspruchsvoller werden, sind baubegleitende unabhängige Qualitätskontrollen essentiell. Der Vorteil einer solchen permanenten Begleitung durch unabhängige Sachverständige liegt auf der Hand: Sämtliche Gewerke des neuen Hauses werden optimal aufeinander abgestimmt und so ergibt sich in der Summe ein Höchstmaß an Qualität in der Bauausfertigung, Nachhaltigkeit und Effizienz. "Baubegleitende Qualitätskontrollen garantieren langfristige Zufriedenheit beim Hausherren. Klassische Folgeschäden wie etwa Schimmelbefall oder Risse in Putz- und Mauerwerk können damit vermieden werden", so Rüdiger Damm, Vorsitzender des Vereins zur Qualitätscontrolle am Bau e.V. mit Sitz im Göttingen (VQC e.V.). Die Bausachverständigen des Vereins haben in den vergangenen Jahren mehr als 6.000 Baustellen deutschlandweit begleitet und können somit auf ein ausgesprochen hohes Maß an Erfahrung verweisen. Aus dieser Erfahrung heraus wissen die VQC-Ingenieure ganz genau, wo sie hinschauen müssen und sind hellwach, wenn es darum geht, Fehler zu finden und zu vermeiden. VQC-Vorsitzender Damm: "Durch unsere Qualitätsprüfungen werden bereits während des Bauvorganges eventuelle Schwachpunkte und Fehler erkannt und vermieden. Großen Wert legen unsere Sachverständigen dabei auf ein Höchstmaß an Kommunikation mit dem Handwerker. Wir arbeiten nicht gegeneinander, sondern miteinander. Am Ende der gesamten Prüfkette stehen zufriedene Bauherren und darum geht es schließlich." Zum Einsatz kommt bei den VQC-Sachverständigen ebenfalls High-Tech. So zeigt zum Beispiel ein "Blower-Door-Test", wo es mit der Gebäudedichtigkeit hapert. Und die Infrarot-Wärmekamera dokumentiert unmissverständlich, wo die Wärmebrücken in der Außenfassade zu finden sind.

Fazit:

Bauherren, die ein Höchstmaß an Sicherheit beim Abenteuer Hausbau suchen, kommen an einem umfassenden Sicherheitspaket, das notwendige Versicherungen und Garantien beinhaltet, nicht vorbei. Wesentlicher Bestandteil eines solchen Pakets ist eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch unabhängige, qualifizierte Bausachverständige. Nur so kann garantiert werden, dass nicht nur die Bauphase stressfrei über die Bühne geht. Auch nach vielen Jahren kann sich der Bauherr über eine solide, handwerklich einwandfreie Immobilie freuen.

Letzte Aktualisierung: 15.02.2021