Kirche Hombrechtikon: Neues mit Altem

Historischen Gebäuden zu frischem Glanz zu verhelfen, ist Spezialisten-Handwerk. Deshalb betraute die Kirchgemeinde Hombrechtikon Scherrer Metec AG mit den Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten der reformierten Kirche. Um die typische Patinierung zu erhalten, wurden wo möglich bestehende Bleche verwendet.

Kirche Hombrechtikon
2018 rundum saniert: Die reformierte Kirche von Hombrechtikon ist gerüstet für kommende Jahrhunderte. Fotos: Scherrer Metec AG

Die denkmalgeschützte Kirche aus dem Jahr 1759 thront mit ihrem 48 Meter hohen Turm über dem rechten Zürichseeufer. Historischen Gebäuden zu frischem Glanz zu verhelfen, ist eine Spezialität der Scherrer Metec AG, weshalb sie die örtliche Kirchgemeinde mit den Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten betraute.

Arbeitstechniken an der denkmalgeschützten Kirche

Nebst dem Spitzturmhelm mit seinen vier geschweiften Wimpergen, sanierte das Zürcher Traditionsunternehmen auch Turmkugel, Wetterhahn und Wasserspeier sowie die Uhrzeiger der Turmuhr und die Sonnenuhr. Die Experten der Denkmalpflege entschieden zusammen mit dem Architekten Paul Kern, so weit wie möglich bestehende Bleche wiederzuverwenden. Ein solches Vorhaben setzt jahrelang aufgebaute Fachkenntnisse sowie traditionelles Kunstspengler-Know-how voraus.

Kirche Hombrechtikon Schindeln
Ein eigens hergestelltes Werkzeug ermöglicht an angesetzter Schindelverlängerung Nachbildung einer Nut. Foto: Scherrer Metec AG

Zunächst wurde der Blechbestand geprüft, um materialerhaltend zu sanieren. Die Blechstärke reichte erfreulicherweise für den Wiedereinsatz, die Schindeln hatten jedoch zu wenig Überdeckung. Diese korrigierten die Spengler mit einer technischen Aufrüstung, die verhindert, dass aufsteigendes Wasser ins Holz dringt. Von Generation zu Generation weitergegebenes Handwerkswissen und ein speziell für diese Arbeit hergestelltes Werkzeug ermöglichen, dass das Turmdach die nächsten 60 bis 70 Jahre Wind und Wetter zuverlässig trotzt.

Neues Blech "ehrlich" zeigen

Für die Wiederverwendung eignen sich nicht alle Komponenten. In Zusammenarbeit mit dem Architekten und der kantonalen Denkmalpflege wurde zwischen "alt" oder "neu" entschieden. Neue Komponenten werden nicht durch Bearbeitung künstlich gealtert, sondern "ehrlich" am Dach gezeigt. Kupfermetalle dunkeln in zwei, drei Jahren nach und mit der entstehenden Patina fügen sie sich rasch ins Gesamtbild.

Kirche Hombrechtikon Turmhelm
Am Turmhelm wurden die alten, technisch nachgerüsteten Kupferschindeln wiederverwendet. Neue Installationen, wie die Belüftungshauben werden «ehrlich» gezeigt. Foto: Scherrer Metec AG

Scherrer Metec sanierte auch Turmkugel, Wetterhahn und Wasserspeier sowie die Uhrzeiger der Turmuhr und die Sonnenuhr. Dabei förderten die Spengler eine kleine Sensation zutage – eine Kupferbüchse mit Zeitzeugnissen aus dem Renovationsjahr 1959. Ein Lernender von Scherrer Metec spenglerte daraufhin eine zweite Zeitkapsel mit heutigen Erinnerungsstücken für die übernächste Spenglergeneration.


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Letzte Aktualisierung: 13.08.2019