Klempner-Kampagne: Zeit zu starten

Mitte April trafen sich wichtige Vertreter der Klempnerbranche, die sich durch besonderes Engagement bei den aktuellen Problemstellungen im Klempner-/Spenglerhandwerk auszeichnen. Das gemeinsame Ziel: Synergien nutzen, Zukunft gestalten und vor allem: Nachwuchs gewinnen.

Zeit zu starten
Der ZVSHK hat den Landesverbänden und Innungen mit der Kampagne „Zeit zu starten“ ein professionelles Nachwuchsmarketingtool bereitgestellt – nur wird es noch zu wenig genutzt (www.zeitzustarten.de). Quelle: www.zeitzustarten.de

Nachwuchssorgen treiben zurzeit die gesamte Klempnerbranche mit ihren Verbänden und Vereinigungen um. Da ist es wichtig, an einem Strang zu ziehen, um die Probleme mit vereinter Kompetenz lösen zu können. Aus diesem Grunde lud der Zentralverband Sanitär Heizung Klima wichtige Vertreter der Klempnerbranche zu seinem Hauptsitz nach Sankt Augustin ein.

In der moderierten Sitzung tauschten die vierzehn aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Teilnehmer der Vereinigungen iib, SMV-Bayern, des Klempner- und Kupferschmiedemuseums, Redakteure der Fachpresse sowie des ZVSHK ihre Meinungen und Standpunkte aus. Ziel des Meetings war, Kräfte zu bündeln und eine gemeinsame Strategien für eine bessere Zukunft der Klempner/Spengler zu entwickeln. Nicht nur im Klempner- und Spenglerhandwerk, auch in anderen Bauhandwerksberufen gibt es große Probleme bezüglich der Nachwuchssicherung.

Im Klempnerhandwerk kommt noch ein Imageproblem hinzu, das sich aus der vielfältig falsch interpretierten Berufsbezeichnung „Klempner“ ergibt. Dazu für viele Kollegen die erlösende Nachricht vorab: Nach über 20 Jahren wiederkehrender Diskussionen um eine einheitliche eindeutige Berufsbezeichnung setzte die Mitgliederversammlung der Bundesfachgruppe Klempnertechnik im ZVSHK nun einen Schlussstrich – eine Änderung der Ausbildungsberufsbezeichnung fand in der Abstimmung die Mehrheit und ist somit beschlossen.

Die Handwerksbezeichnung soll jedoch erhalten bleiben. Die regional unterschiedlichen traditionellen Handwerksbezeichnungen Spengler, Flaschner, Blechner und auch der Klempner können natürlich weiter genutzt werden. Das bedeutet, dass niemand genötigt wird, demnächst seinen etablierten Firmennamen zu ändern: Flaschnerei bleibt Flaschnerei und Klempnerei bleibt Klempnerei. „Der Prozess der Namensfindung und Umbenennung der Ausbildungsberufsbezeichnung ist beim ZVSHK eingeleitet, unter Umständen aber langwierig und wird noch eine Weile dauern. Dies ist die Erfahrung ans bereits erfolgten Umbenennungen der SHK Berufe, beispielsweise zum „Anlagenmechaniker SHK“, gab Michael Kober, Referent Klempnertechnik beim ZVSHK, zu bedenken. „Wenn es so weit ist, bietet sich mit dieser Umbenennung eine große Chance, um dem Klempnerhandwerk bessere Aufmerksamkeit zu geben und es am Markt besser zu positionieren“, ergänzt Kober. Doch kann eine neue Berufsbezeichnung, wie auch immer sie heißen mag, nur ein Baustein zur Lösung der vielfältigen Probleme unsere Handwerkszweigs sein.

Von Beginn der für sieben Stunden angesetzten Sitzung an, war allen klar, dass an diesem Tag die Probleme nicht gelöst werden. Es ging darum, Verständnis unterschiedlicher Sichtweisen der bestehenden Problemstellungen aufzubauen, den gemeinsamen Kern aller Aktivitäten zu formen und eine Strategie der Zusammenarbeit zu entwickeln. Engagement ist reichlich vorhanden, denn innerhalb der Institutionen iib, SMV, Klempnermuseum, der Fachpresse sowie des ZVSHK finden zahlreiche Aktivitäten statt – es gilt, die „PS“ nun gemeinsam und koordiniert auf die Straße zu bringen. Dazu bedürfe es der Abstimmung und vor allem einer verbesserten Kommunikation zwischen den Organisationen.

So haben beispielsweise die Fachverbände der einzelnen Länder gemeinsam mit der Dachorganisation in Sankt Augustin mit der Kampagne „Zeit zu starten“ den Mitgliedsbetrieben ein professionelles Nachwuchsmarketingtool bereitgestellt.

Klaus Siepenkort

Den kompletten Beitrag lesen Sie in KlempnerMagazin 04.

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Letzte Aktualisierung: 05.06.2019