Leichtbau beim 8. Klempnertreff

Rund 120 Bauklempner und Dachdecker kamen zum Klempnertreff am 27. Februar 2020 nach Münster und informierten sich über die Themen Metallleichtbau, Brandschutz und Fassade. Sebastian Kempf, Tobias Kempf und Ruben Kaltenbach erläuterten, wie Digitalisierung im Klempner-Betrieb funktioniert.

klempnertreff 2020
Die Teilnehmer des 8. Klempnertreffs winken der Drohne zu. Foto: Airteam

Lebenszyklus wichtig bei Gebäuden

Beider Ausführung industrieller Bausysteme aus Metall kommen i.d.R. die IFBSFachregeln des Metallleichtbaus zur Anwendung. Dr. Ralf Podleschny informierte über alle erarbeiteten Neuerungen und Änderungen.

Nach der Kaffeepause ging es weiter mit Metallleichtbau. Professor Dr.-Ing. Markus Kuhnhenne sprach über aktuelle Forschungsaktivitäten an der RWTH Aachen und den Masterstudiengang im Metallleichtbau. „Bei der Gebäudeentwicklung geht es vorwiegend um Dauerhaftigkeit und Wiederverwertung. Wir bewerten den ganzen Gebäudekontext - der Lebenszyklus ist entscheidend“ so Prof. Kuhnhenne.

Anschließend gaben die Unternehmen Airteam, Aperam, Aurubis, Domico, KME, Krehle, Prefa, Rheinzink und VMZinc einen kompakten Überblick über ihre Angebote.

Brandschutz bei Konstruktion und Bauausführung war das Thema von Markus Reineke, Feuerwehr Münster. Der Einsatz- und Dienstgruppenleiter bei der Berufsfeuerwehr Münster berichtete von Lösch- und Rettungseinsätzen und gab Hinweise für die Prävention. Gebannt lauschten die Handwerker wie Notfall-Einsätze ablaufen können, weil auch Klempner und Dachdecker Anforderungen nicht immer beachten. „Auf der Anklagebank sitzt oft immer nur einer - und das ist meistens der Firmeninhaber. Nehmen Sie die Anforderungen ernst“, betonte Reineke.

Stahlbleche mit mindestens 30 Millimetern überlappen

Wie Vorgehängte Hinterlüftete Metallfassaden gemäß der Muster-Verwaltungsvorschrift Technischen Baubestimmungen (MVV TB) brandtechnisch ausgeführt werden, darüber informiert Diplomingenieur (FH) Stephan Schreiber, Konkret sprach er in seinem extrem technischen Vortrag unter anderem über horizontale Brandsperren. „Die Stahlbleche sind an den Stößen mindestens 30 mm zu überlappen“, sagte Schreiber.

 Sebastian Kempf, Tobias Kempf und Ruben Kaltenbach erläuterten, wie Digitalisierung im Klempner-Betrieb funktioniert. Fotos: KlempnerMagazin
Sebastian und Tobias Kempf, Geschäftsführer des Klempner- und SHK-Fachbetriebes Kempf GmbH & Co und Prokurist Ruben Kaltenbach aus Schonach. Fotos: KlempnerMagazin

Natürlich durfte beim Klempnertreff das Thema Digitalisierung nicht fehlen. Wie das im Handwerksbetrieb gut und sinnvoll umgesetzt werden kann, darüber sprachen Sebastian und Tobias Kempf, Geschäftsführer des Klempner- und SHK-Fachbetriebes Kempf GmbH & Co und Prokurist Ruben Kaltenbach aus Schonach. Sie stellen einige digitale Werkzeuge vor, die dem Spengler das Leben leichter machen kann.

Ihre Initiativen in Sachen Nachwuchsgewinnung erläuterten abschließend Robert Kruk, Ashraf Iskander und Berthold Ruck. Die Ausbildungssituation der Bauklempner ist mittlerweile dramatisch schlecht. Eine wichtige Maßnahme ist es, mit dem Klempnerfachbetrieb auf Ausbildungsmessen und in Schulen für das Gewerk zu werben.

Mit einem gemeinsamen Abendessen ging der anregende Klempnertreff zu Ende.

Johannes Messer und Klaus Siepenkort

Den ausführlichen Rückblick lesen Sie in KlempnerMagazin 03.

Letzte Aktualisierung: 28.02.2020