Mit Fortbildung punkten

Wie schaffen es zwei Dachhandwerks-Unternehmer an einem Tag gleich 80 Architekten kennenzulernen und auf sich aufmerksam zu machen? Eine Antwort auf diese Frage fanden Helmut Daume und Bernd Friedrichs aus dem Münsterland mit Fortbildungspunkten.

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Bernd Friedrichs (links) und Helmut Daume eröffneten am 26. Februar um 9.00 Uhr ihr erstes Architektenforum. Die Begrüßung nutzten sie zur Vorstellung ihrer Unternehmen und zeigten Vorteile ihrer Kooperation auf. Foto: Daume/Friedrichs

Seit einigen Jahren kooperieren die beiden Firmen Helmut Daume Dachhandwerk in Ahaus und Dieter Friedrichs Dach und Wand in Steinfurt-Borghorst erfolgreich bei der Abwicklung von Dach- und Fassadenprojekten. Beide Geschäftsführer sind Handwerksmeister der Gebäudehülle und bieten mit Ihren Unternehmen ein ähnliches Leistungsspektrum im Dachdecker- Klempner- und Zimmerhandwerk an. Lediglich die Leistungsschwerpunkte sind anders verteilt, wodurch sich Synergieeffekte ergeben. Hiervon profitieren Unternehmen und ihre Kunden gleichermaßen. Es werden Arbeitsplätze gesichert und die Präsenz am Markt bleibt gewährleistet. Darüber hinaus ergeben sich weitreichende Kompetenzen, hohe Qualitätsstandards und ein exaktes Zeitmanagement bei der Abwicklung von Bauvorhaben mit Dach- und Fassadenkonstruktionen. Helmut Daume und Bernd Friedrichs sorgen stets für eine permanente Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und somit für gleichbleibende hohe Ausführungsqualität gemäß dem aktuellen Stand der Technik. In der Kooperation stehen den Bauherren, Architekten und Planern bei Großaufträgen insgesamt 85 erfahrene, gut ausgebildete Handwerker wie Dachdecker-, Klempner- und Zimmerermeister bereit. Was für ein Einzelunternehmen kaum leistbar wäre, kann in der Kooperation zuverlässig, termingerecht und erfolgreich abgewickelt werden.
Die Schnittstelle der beiden Unternehmen bildet der ausgewiesene Bauplanungsexperte Dipl.-Ing. Architekt Michael Neuhaus. Er ist nicht nur Ansprechpartner für die beiden Firmenchefs und ihre Mitarbeiter, sondern gleichzeitig Gesamtverantwortlicher für die jeweiligen Kooperationsprojekte und damit auch Ansprechpartner für die Kunden. Dieses Kooperations- und Kommunikationskonzept hat sich in der Praxis als sehr erfolgreich erwiesen.

Werkzeug Architektenforum


Mit der erfolgreichen Zusammenarbeit kam den beiden Unternehmern die Idee, für die gut funktionierende Kooperation nun eine gemeinsame Marketingstrategie zu entwickeln. Ziel war es, die Aufmerksamkeit der Architekten, Bauherrn und Planer auf die Leistungsfähigkeit der Firmen zu lenken - und natürlich auch, um mit ihrer Kampagne Aufträge zu generieren. „In unseren Überlegungen haben wir ein gängiges Werkzeug der Bauindustrie aufgegriffen, Architekten mit einem Fachprogramm und Fortbildungspunkten in Vortragveranstaltungen einzuladen. Hiermit eröffnete sich für uns die Möglichkeit, auf seriöse Art und Weise Werbebotschaften zu überbringen und Kontakte zu potenziellen Auftraggebern zu entwickeln“, berichtet Klempner- und Dachdeckermeister Helmut Daume. Die Idee war geboren, aber wie sollte sie umgesetzt werden? „Unterstützung erhielten wir mit unserem Plan von Partnern aus der Industrie, sodass das Projekt schließlich Formen annahm. Unter Einbeziehung Unternehmen KME, Rheinzink, Haushaut und Kalzip mit ihren Anwendungsingenieuren gelang es uns recht schnell, ein Konzept für ein „Architektenforum“ zu gestalten - schließlich gehören Vortragsveranstaltungen und die Vermittlung der Dach- und Fassadentechnik mit dem jeweiligen Konstruktionsregeln zu ihrem Tagesgeschäft“, ergänzt Dachdeckermeister Bernd Friedrichs. Voraussetzung für die beiden Veranstalter war es jedoch, ein passendes Fortbildungsprogramm zusammenzustellen, das von der Architektenkammer (AKNW Düsseldorf) als Maßnahme im Sinne der Fortbildungspflicht ihrer Kammermitglieder anerkannt wird. Es galt, eine „win-win-win-Situation“ herzustellen.


Klaus Siepenkort

Den ausführlichen beitrag lesen Sie in klempner magazin, Ausgabe 3.2019.

Letzte Aktualisierung: 25.04.2019