Modular verhüllt

Das Gebäude Nr. 411 des KIT-Campus in Karlsruhe war energetisch und optisch in einem schlechten Zustand. Mit einer modularen Alu-Fassade in Barcodeoptik und variablen Fensterflächen verwandelten Architekt und Klempner die alte Sandwichfassade in eine Hightech-Gebäudehülle.

KIT Campus
Mit einer modularen Alu-Fassade in Barcodeoptik und variablen Fensterflächen verwandelten Architekt und Klempner die alte Sandwichfassade in eine Hightech-Gebäudehülle. Foto: Geissler

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wurde als Zusammenschluss des Forschungszentrums Karlsruhe und der Universität Karlsruhe gegründet und vereint die Tätigkeitsfelder Forschen, Studieren und Kooperieren. Zu den wissenschaftlichen Disziplinen des Instituts zählen Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Maschinenbau und Elektrotechnik. Mit einem Jahresbudget von knapp 800 Mio. Euro gehört das KIT zu den weltweit größten Forschungs- und Lehreinrichtungen. Etwa 9400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon circa 6.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in 125 Instituten.

Eines der Institute forscht in Gebäude Nr. 411 in unterschiedlichen Labors im Bereich der Messtechnik. Das Gebäude mit einer Grundrissfläche von 20 × 25 m und einer Höhe von 9 m wurde 1976 als Stahlskelettbau erstellt. Die vorhandene Fassade bestand aus einem 60 mm dicken Sandwichpaneel und besaß somit einen unzureichenden Wärme- und Schallschutz. Während den Nutzung ergaben sich an der Sandwichfassade zahlreiche Installationen technischer Anlagen, andere wurden demontiert; die Paneele wurden dadurch mit Kabeldurchführungen durchlöchert und beschädigte Fassadenelemente teilweise notdürftig ausgebessert, sodass das Gebäude zudem auch optisch nicht mehr in die modernisierte Campuslandschaft passte. Um die Arbeitsbedingungen in den Forschungslabors zu verbessern und die sensiblen Gerätschaften in den Labors vor starken Temperaturwechseln zu schützen, war nach knapp 40 Jahren der Nutzung eine energetische Ertüchtigung und optische Aufwertung der Gebäudehülle erforderlich. Den Auftrag hierzu erhielt der Karlsruher Architekt Günter Nagel, dessen Spezialgebiete den Neubau und die Sanierung öffentlicher und gewerblicher Bauten sowie Bildungseinrichtungen umfassen.

Ziele formulieren, Konzepte entwickeln

Rainer Geissler
Reiner Geissler ist 35 Jahre alt und führt den in Stutensee-Staffort ansässigen ehemaligen Familienbetrieb seit 2009 als alleiniger Inhaber – mittlerweile in der dritten Generation. Foto: Bruno Rösch/Prefa

Für die Entwicklung eines detaillierten Sanierungskonzeptes legten Planer und Bauherr zunächst die energetischen, bauphysikalischen und architektonischen Sanierungsziele fest. Hierzu zählten die Senkung der Betriebskosten, die Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes, des Schall- und Brandschutzes sowie der gesamten Nutzungssituation einschließlich der Verbesserung des Raumklimas.

„Durch die über die Jahre immer stärker gewachsene Bedeutung und Internationalität der -Universität stand auch die Sanierung des Gebäudes 411 in einem gewissen gestalterischen Wettbewerb zu den Nachbargebäuden. So galt es, aus dem mit Sandwichplatten verkleideten kubischen Bauwerk der 1970er Jahre und deutlichen Abnutzungserscheinungen, ein Unikat auf dem Campusgelände zu kreieren“, erklärte Günter Nagel seine Planungsaufgabe.

Um stets auf dem Laufenden zu sein, nimmt der kreative Architekt stets an Fortbildungsveranstaltungen mit den unterschiedlichen Schwerpunkten teil. Genau passend zu den Planungsvorbereitungen für das KIT Campus nutzte er das Angebot einer Architektenfachtagung, die die Firma Geissler in Kooperation mit der Firma Prefa, einem bekannten Hersteller von Bausystemen aus Aluminium, veranstaltete. Hieraus ergab sich letztendlich ein Sanierungskonzept, das Firmeninhaber Reiner Geissler mit seinem Team realisieren durfte .

Klaus Siepenkort.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in klempner magazin 08.

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Letzte Aktualisierung: 11.11.2015