Neue Märkte für Klempner

Ende März fand der dritte Klempnertreff in Münster statt. Rund 65 Teilnehmer aus Handwerk und Industrie erhielten aktuelle Informationen über die Auswirkungen aktueller Normenänderungen bei Metalldächern und diskutierten über neue Märkte für Klempner.

Klempnertreff Aufmacher
Unter dem Motto „Handwerk meets Industrie“ folgten 65 Teilnehmer der Einladung zur dritten Fortbildungsveranstaltung Klempnertreff in Münster. Foto: Siepenkort

Der Zuspruch war sehr gut, das Konzept wurde angenommen. Unter dem Motto „Handwerk meets Industrie“ folgten 65 Teilnehmer der Einladung zur dritten Fortbildungsveranstaltung Klempnertreff in Münster. Von Tradition zu sprechen ist verfrüht, jedoch waren viele Kollegen aus dem Dachhandwerk auch das dritte Mal wieder dabei. Neu beim Klempnertreff war die Bereitstellung eines Showrooms mit kleinen Informationsständen verschiedener Hersteller. Direkt vor der Mittagspause informierten sie – und das ist auch neu – in Kurzpräsentationen von jeweils maximal fünf Minuten über ihre wichtigsten Neuheiten, Produktupdates oder bewährte Systeme. Anschließend standen die Experten den Handwerkskollegen für alle Fragen, Diskussionen oder Kritik zu den jeweiligen Produkten bereit.

Da für viele Architekten zurzeit leider die kubische Bauform der „bewohnbaren Wassersammler“ im Trend ist, ist es für Klempner wichtig, sich nach neuen Märkten umzuschauen. Und dies war ein Schwerpunkt Veranstaltung. Gleich im ersten Vortrag ging es um das Marktpotenzial der Sanierung von Faultürmen. Spenglermeister Andreas Frintrup und Diplomingenieur Klaus Eberle informierten, warum Faultürme für unseren Handwerkszweig besonders interessant sind und zeigten anhand verschiedener Praxisbeispiele, wie diese „Rieseneier“ mit System und Metall verhüllt werden können. Hierbei spielen „Punktwolken“ und Lasertechnik eine bedeutende Rolle. Architektin Andrea Huesmann von der Handwerkskammer Münster zeigte mit dem erforderlichen Equipment, wie die Lasertechnik in der Praxis eingesetzt wird und erzeugte Punktwolken, live im Sitzungssaal. Das Arbeitsergebnis war ein 3D-Abbild des Raumes. Die Erkenntnis der Vorführung war: Laser-Messtechnik ist kein Hexenwerk und wichtiges Werkzeug bei Sanierung und Neubau von komplexer Gebäudehüllen und Fassaden in Klempnertechnik.

Fassadenmärkte und Auslandsgeschäfte

„Kubische Bauweise? Dann kümmern wir uns eben um die Fassade“. Mit diesem Motto ist Christian Smejkal in Heidenheim unterwegs und zeigt den Architekten, was Klempner- und Spenglermeister können. Und denen gefällt es. Mindestens fünf schöne Fassadenbeispiele, darunter ein Sanierungspreis findet man in der Stadt - und stetig werden es mehr. Christian Smejkal, der jetzt als junger Geschäftsführer gemeinsam mit seinem Vater Robert die Geschicke des Unternehmens lenkt, berichtete in seinem Vortrag über die lukrative Entwicklung des Heidenheimer Fassadenmarktes in Klempnertechnik. Er zeigte interessante Projektbeispiele – von der Auftragsentwicklung bis zur Abnahme.

„Klempnertechnisches Knowhow aus dem deutschsprachigen Raum ist weltweit gefragt“, wusste Herbert Mock zu berichten. Der Diplomingenieur und Architekt ist seit vielen Jahren bei der KME Germany GmbH & Co. KG für die weltweite Projektentwicklung, Technische Beratung und für den Export zuständig. Die Kooperation mit versierten Klempner-Fachbetrieben spielt für KME aus Gründen der termin- und fachgerechten Projektabwicklung sowie für das Qualitätsmanagement bei Dächern und Fassaden mit hochwertigen Kupferoberflächen eine bedeutende Rolle.

Klaus Siepenkort

Branchenpartner beim 3. Klempnertreff

Aperam – Heiko Baur

Aurubis – Matthias Schoppe

Haushaut – Peter Koch

KME – Michael Giebler

Prefa – Olaf Oetjen

Protectum – Rudolf Schmid

Rheinzink – Frank Neumann

SSAB – Marcus Weiss

VMZINC – Uwe Nagel

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in klempner magazin 03.2015.

Letzte Aktualisierung: 21.04.2015