Sanierungspreis 19: Strukturiert, saniert, digitalisiert

Der Sanierungspreis 19 geht an die Firma Kempf aus Schonach. Die Sanierung des alten Firmengebäudes von außen und von innen überzeugte die Fachjury – die neue Gebäudehülle setzt Maßstäbe von der Gestaltung bis zur Energieeffizienz.

Sanierungspreis 19 Kempf Aufmacher
Eyecatcher Fassade: Die individuell gestaltete Paneelfassade wird im Eingangsbereich mit einer Metallbekleidung aus geklebten Alu-Verbundplatten im Firmendesign ohne sichtbare Befestigungselemente in Szene gesetzt. Sie sorgt für Kontrast und Wiedererkennungswert. Fotos: Kempf GmbH

Die Firma Kempf kann auf eine über 145-jährige, erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken. 1875 von Gustav Obergfell gegründet, wird das Hornberger Traditionsunternehmen heute in der mittlerweile fünften Generation von den Brüdern Tobias Kempf, Dipl.-Ing. (FH) Versorgungs- und Umwelttechnik und Sebastian Kempf, Klempnermeister und Betriebswirt des Handwerks (HwO) geführt. Mit einer Hightech Blechbearbeitungswerkstatt, einem vollständig digitalisierten Personal- und Lagermanagement zählt die Firma Kempf heute zu den innovativen Betrieben der SHK-Verbandsorganisation. Sie ist zudem ständiger Ausbildungsbetrieb für die Berufe Klempner und Anlagemechaniker Sanitär-Heizungs-und Klimatechnik und stellt jedes Jahr mehrere Auszubildende ein. „Unser Ziel ist es, jungen Menschen Freude am jeweiligen Handwerksberuf zu vermitteln und so zu fördern, dass sie ihre Ausbildung stets erfolgreich abschließen können. Deshalb ist eine Weiterbeschäftigung in unserem Betrieb in der Regel garantiert“, beschreibt Klempnermeister Sebastian Kempf.

Ziel: Design im KFW 70-Standard

Sanierungspreis 19
Die glücklichen Gewinner des Sanierungspreis 19 mit den Juroren. Foto: DDH

Bis zum heutigen Status der Kempf GmbH mussten von der Übernahme des Schonacher Betriebes 2007 an eine Vielzahl an Aufgaben und Herausforderungen bewältigt werden. Es galt, die innerbetrieblichen Strukturen den heutigen Belangen anzupassen, von der technischen Ausrüstung in der Produktion über steigende Anforderungen in der Bauplanung bis hin zur kaufmännischen Projektabwicklung und Personalverwaltung. Um dies in einem passenden „Rahmen“ unterzubringen war es zwingend nötig, das in die Jahre gekommene Schonacher Betriebsgebäude grundlegend zu sanieren. Es verfügte über ein lediglich 25 m² großes Büro, der Winter in den Tiefen des Schwarzwaldes gelangte über viele Fugen und Leckagen am Dach in das Gebäudeinnere. Somit war das Betriebsgebäude für die gestiegenen Anforderungen des Unternehmens und dessen Zielsetzungen nur noch bedingt gebrauchstauglich. „Hohe Heizkosten und Leckagen am Dach waren zudem nicht die Kriterien, mit denen wir als SHK- und Klempner-Fachbetrieb potenzielle Kunden überzeugen konnten“, so Sebastian Kempf. Aus diesem Grunde erarbeiteten Tobias und Sebastian Kempf ein weitreichendes Sanierungskonzept. Die Zielsetzungen waren: eine neu zu erstellende, energetisch aufgewertete Gebäudehülle im KFW 70-Standard mit ökologischem Dämmmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen und der Nutzung der Photovoltaik. Die Wetterschutz- und Gestaltungsebene sollte in Klempnertechnik aus Metallsystemen im modernen Design umgesetzt werden.

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Klaus Siepenkort

Den kompletten Beitrag lesen Sie in KlempnerMagazin 02.

Letzte Aktualisierung: 07.03.2020