Schöner Wohnen unter Schindeln

Was als Kooperation zweier Unternehmen begann, wurde von einem Unternehmen weitergeführt. Die Ruhland + Riegler GmbH hat ihre Arbeiten am neuen Frankfurter Wohnkomplex „Marie“ noch in 2020 erfolgreich abgeschlossen: 4000 m² Metalldachflächen, 85 Dachgauben und einen Glockenturm.

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4000 Quadratmeter Dachflächen, 85 Dachgauben und einen historischen Glockenturm umfassten die Spenglerarbeiten am Frankfurter Projekt Marie. Foto: Siepenkort

Im beliebten Frankfurter Viertel Nordend steht auf einer Fläche von 14.000 Quadratmetern ein hochwertiger Wohnkomplex kurz vor der Fertigstellung. Die Metalldacharbeiten sind mittlerweile abgeschlossen, die Innenarbeiten laufen noch auf Hochtouren. Der Immobilienentwickler Instone Real Estate plant die bezugsfertige Übergabe an die ersten Mieter und Käufer noch in diesem Jahr. Das Projekt heißt „Marie“ und füllt die nach dem Abriss des geschichtsträchtigen St. Marienkrankenhauses entstandene Lücke. Von 1904 bis 1907 im Stil der Gründerzeit errichtet, war es sichtlich in die Jahre gekommen und musste dem Neubau weichen. Das Krankenhaus zog in einen Erweiterungsbau des St. Elisabethkrankenhauses nach Frankfurt-Bockenheim um.

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Die historische gestalteten Bauabschnitte mit ihren Mansardendächern sind mit kleinteiligen Dachrauten 29 x 29 cm gedeckt. Foto: Klaus Siepenkort

Der Entwurf des in allen Belangen hochwertig errichteten Wohnkomplexes stammt vom 2019 verstorbenen Architekten Magnus Kaminiarz. Sein Ziel war es, dieses Areal so zu bebauen, dass es das historische Flair des Standorts widerspiegelt - dies ist ihm jetzt posthum gelungen und er würde sich sicherlich über das Ergebnis freuen.

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Der umgesetzte Entwurf des Architekten Magnus Kaminiarz spiegelt das historische Flair des Standorts wider. Foto: Ruhland/Riegler/Prefa

Nahezu jede der geplanten 236 Wohnungen, davon 181 Eigentumswohnungen, verfügt über eine Loggia und ist mit Terrasse oder Balkon ausgestattet. Schon daran ist erkennbar, dass es sich nicht um einfache Klempner- und Spenglerarbeiten nach „Länge und Breite“ handeln kann, mit denen der Frankfurter Spengler-Fachbetrieb Ruhland GmbH betraut war. Die Metalldeckungen sind mittlerweile planmäßig fertiggestellt und die Spengler falzen bereits die nächsten Dächer und Fassaden zusammen - keine Zeit zum Resümieren. Dies übernehmen wir nun hier, im KlempnerMagazin, für jedermann zum Nachlesen.

Von der Schindel bis zum Stehfalz

Weder Mühe noch Aufwand wurden gescheut, um die Außenhülle so detailgetreu wie möglich der damaligen Architektur anzupassen. Neben den zwei unterirdischen Stockwerken für Parkplätze, Kellerräume und Technik und der Logistik in diesem fertig erschlossenen Stadtviertel zählte dabei die Konstruktion des riesigen zusammenhängenden Mansardendaches zu den besonders planungsintensiven Bestandteilen dieses Bauprojektes.

Zu berücksichtigen waren mit den zahlreichen Gauben und Loggien besondere statische Bedingungen; mit dem nun ausgebauten Dachraum galt es zudem, mit einem entsprechenden Dachaufbau die hohen Anforderungen an die Bauphysik und den Brandschutz zu erfüllen. Auch bei allen Erfahrung mit Projekten dieser Größenordnung gibt Ruhland Geschäftsführer Christian Müller zu: „Dimensionen wie diese hat man nicht alle Tage. Deshalb haben wir uns bereits in den zwei Jahren vor Baubeginn immer wieder mit der Bauleitung der Außenfassade und der Anwendungstechnik des gewählten Dachsystems Prefa zusammengesetzt. Unser Ziel war es, die technisch sichersten und gestalterisch elegantesten Lösungen für die jeweiligen Dachsegmente zu finden.“

Ruhland und Rieger
Unternehmer mit Herzblut: Christian Müller (links) und Klaus Riegler sind jetzt Geschäftsführer der Ruhland & Riegler GmbH. Herzlichen Glückwunsch! Foto: Klaus Siepenkort

Alexandra Bendel-Döll/Klaus Siepenkort

Den kompletten Beitrag lesen Sie in KlempnerMagazin 01.20211

Letzte Aktualisierung: 15.12.2020