Editorial: Branche in Bewegung

Anfang dieses Jahres war der Klempnerkalender prall gefüllt. Ob Fachtage oder Fachmessen, die Teilnehmerzahlen waren durchweg hoch und die Branche in Bewegung: Bei Auftragsüberschuss und Nachwuchsmangel gibt es eben kein „weitermachen wie bisher“.

Klaus Siepenkort
Foto: Klaus Siepenkort

Das Organisationsteam des Münsterschen Klempnertreffs war sehr vorsichtig bei den Planungen zur mittlerweile 6. Veranstaltung, denn Anfang des Jahres standen auch zahlreiche andere hochkarätige Events an, die durchweg Vortragssäle, Messehallen oder Lehrwerkstätten füllten. Umso größer war die Freude, dass der Klempnertreff 2018 mit knapp 100 Teilnehmern durchgeführt werden konnte. Sicher lag es auch an der Vielfalt aktueller Themen wie Nachwuchsgewinnung und Mitarbeiterförderung, die heute nicht nur die Dachbranche bewegen. Die rein praktischen Themen zur effizienten Projektbearbeitung, zu vermeidbaren Schadensfällen oder neuen Märkten für Klempner und Spengler waren ebenso gefragt und lockten Teilnehmer von Hamburg bis Heidelberg ins schöne Münsterland. Ab Seite 36 haben wir das Wichtigste aus den Fachreferaten und zur beliebten Veranstaltung zusammengefasst.

Gleich den ersten Vortrag von Architekt Markus Schöfbeck haben wir als Titelstory verarbeitet, denn hierbei geht es um die sehr interessante Dachsanierung einer Schwimmhalle. Nachdem Diebe einige Kupferscharen am Dach demontiert hatten und damit verschwanden, offenbarten sich an der freigelegten Konstruktion deutliche Feuchteschäden an der Dämmung und der Holzunterkonstruktion. In unserem Bericht erfahren Sie, warum nicht allein die Auswahl bester Werkstoffe genügt, um eine bauphysikalisch funktionierende Dachkonstruktion zu erstellen, sondern dass es bei Schwimmbädern ebenso auf den richtigen Aufbau und die fachgerechte handwerkliche Ausführung ankommt (Seite 6).

Natürlich zeigen wir Ihnen in dieser Ausgabe auch architektonisch gestaltete und technisch interessante Neubauten mit Gebäudehüllen aus Metall, für die Bauherren nicht auf jeden Euro schauen (ab Seite 24). Hierzu zählen beispielsweise ein Schuhgeschäft mit mayagoldenen Fassadenelementen oder das Künstlerstudio in den schottischen Highlands mit originellen Zinkbekleidungen aus Kreuzen und Rhomben - eben echte Klempnerkunst.

Herzlichst Ihr

Klaus Siepenkort

Letzte Aktualisierung: 02.05.2018