Vom Klempner/Spengler zum „Bachelor of Engineering Gebäudehülle“

Dach- und Fassadenspezialisten, die ihren Handwerksbetrieb oder ihren Job zukunftssicher gestalten möchten, sollten sich jetzt für den Studiengang mit Fachrichtung „Technik der Gebäudehülle“ an der Hochschule Rosenheim bewerben.

Vom Klempner zum Bachelor
Die Gebäudehülle zählt zu den wichtigsten und anspruchsvollsten Komponenten eines Bauwerks. Für die fachgerechte Planung und Ausführung ist handwerkliches Know-how und akademisches Fachwissen gefragt. Foto: Prefa

Seit einem Jahr gibt es die Studienrichtung „Technik der Gebäudehülle” an der Hochschule Rosenheim, bei der ab dem dritten Semester eine Spezialisierung auf die Bauteile der Gebäudehülle, beispielsweise Dach, Fassade, Fenster und Türen, erfolgt. Die ersten Studierenden, darunter auch junge Handwerksmeister, gehen im kommenden Semester in das Praxissemester. Hier können sie nun die erworbenen Fachkenntnisse in der Praxis erproben. Die Studierenden des zweiten Jahrgangs müssen sich zum Ende des Semesters entscheiden, ob sie die Studienrichtung „Classic (Haustechnik)“ oder „Technik der Gebäudehülle (GH)“ des Studiengangs Energie und Gebäudetechnik einschlagen. Meister der Gewerke Sanitär- und Heizungstechnik werden hierbei die Studienrichtung Haustechnik bevorzugen. Die Studienrichtung „Technik der Gebäudehülle“ ist für Klempner/Spengler und Dachdecker besonders attraktiv, da die Gebäudehülle eine Mittlerfunktion zwischen Innenraum und Umwelt besitzt und die Gestaltung des Gebäudes entscheidend prägt. Die Gebäudehülle soll den Innenraum vor den Umwelteinflüssen wie extremen Temperaturen, Niederschlag und Stürmen schützen, gleichzeitig Licht und Luft dosiert in den Innenraum transportieren und darüber hinaus noch als Träger von energieerzeugenden Elementen dienen.

Fachrichtung mit Zukunft

Um diesen Forderungen gerecht zu werden, müssen sich die Bauteile der Gebäudehülle von passiven zu adaptiven Bauelementen entwickeln, die auf Umwelteinflüsse aktiv reagieren, für ein möglichst komfortables konstantes Raumklima sorgen und nach Möglichkeit auch noch Energie für das Gebäude liefern. Um diese Forderungen zu erfüllen, ist es erforderlich, den Energieeintrag oder -verlust zu regulieren, aktive Elemente wie beispielsweise Fotovoltaik-Module, Thermische Kollektoren, Sonnenschutzeinrichtungen, Lichtlenkung oder Lüftungseinrichtungen in die Gebäudehülle zu integrieren und die gewonnene Energie zwischenzuspeichern.

Professor Jörn Peter Lass

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Letzte Aktualisierung: 21.07.2015