Was machen Klempner?

Ob Kupfer, Zink, Aluminium, Blei oder Edelstahl, wenn es ums Blech geht, sind Klempner genau die Richtigen. Ob Kirchturmdächer, Dachgauben oder Dachrinnen: Klempner biegen, falzen, schneiden löten Bleche, um sie anschließend zum Beispiel zu Dachteilen, Rinnen oder Rohren zusammen zu fügen. Danach geht's zur Montage aufs Dach und an die Fassade.

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So sah der Klempnerberuf früher aus: Foto: Lübke

Klempner...

  • bearbeiten Bleche und formen sie von Hand und mit Maschinen um

  • beherrschen die Verbindungstechniken, insb. Falzen, Löten und Schweißen
  • be- und verarbeiten Kunststoffe

  • stellen Schablonen aus metallischen und nicht-metallischen Werkstoffen her

  • prüfen, behandeln und schützen Oberflächen z. B. vor Rost

  • befestigen Bauteile und -gruppen in Mauerwerk, Beton und Holz, stellen z. B. Wanddurchbrüche her und setzen Bauteile mit Mörtelmischungen ein

  • fertigen Trag- und Befestigungskonstruktionen z. B. für Wandbekleidungen und Dachdeckungen an

  • decken Flächen an Bauwerken ein

  • fertigen Anlagen zur Ableitung von Niederschlagwasser an, wie z. B. Dachrinnen oder Regenfallrohre und montieren sie

  • fertigen Kanäle für lufttechnische Anlagen, wie z. B. Abgasleitungen oder Klimaeinrichtungen und montieren sie

  • stellen Fehler fest, wie z. B. undichte Bauteile oder Systeme und beheben sie

  • führen Wärme- oder Schalldämm- und Dichtungsmaßnahmen durch

  • bauen Solaranlagen ein.

Anspruchsvolle Klempnerarbeiten in der Bilderstrecke

Klempner arbeiten für ...

handwerkliche Klempnerbetriebe und werden dort in der Regel auch ausgebildet

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • schwindelfrei sein

  • gerne auch im Freien arbeiten

  • Spaß an Teamarbeit haben

  • zupacken können

Was ist besonders gut?

Der Beruf des Klempners ist ein besonders vielfältiger Beruf der an unterschiedlichen Einsatzorten ausgeübt wird. Durch die Nähe zum Kunsthandwerk wird Kreativität gefördert und der handwerkliche Umgang mit den unterschiedlichen Metallwerkstoffen geschult.

Die gefertigten Dächer, Fassaden, Ornamente und kunsthandwerklichen Gegenstände können durch die Langlebigkeit u. U. auch nach vielen hundert Jahren noch bewundert werden.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Vorraussetzungen

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Jedoch erwarten die meisten Betriebe mindestens den Hauptschulabschluss - manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Gesellenprüfung.

Vergütung

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Klempner arbeiten im Team und viel an der frischen Luft: Foto: klempnerhandwerk.de

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre, Verkürzung auf 2,5-3 Jahre ist möglich. Hier findest du Informationen zur Ausbildungsverkürzung.

Ausbildungsvoraussetzung: Rechtlich ist für die Ausbildung zum Klempner / zur Klempnerin kein Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis wurden 71% Hauptschüler, 19% Realschüler, 2% Abiturienten und 8% ohne Abschluss eingestellt.

Ausbildungsvergütung: Im ersten Ausbildungsjahr liegt die Ausbildungsvergütung bei 392 Euro, im zweiten Jahr bei 424 Euro, im dritten Jahr sind es 488 Euro und im vierten Jahr kannst du mit 564 Euro rechnen.

Berufsperspektiven: Weiterbildung zum / zur Klempnermeister / Klempnermeisterin, Dachdeckermeister / Dachdeckermeisterin, Staatlich geprüften Techniker / Technikerin Fachrichtung Metallbautechnik, Staatlich geprüften Techniker / Technikerin Fachrichtung Bautechnik Schwerpunkt Hochbau, Fachkaufmann / Fachkauffrau in der Handwerkswirtschaft, Technischen Fachwirt / Fachwirtin

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht''s weiter, beispielsweise als Klempnermeister. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren.

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung oder bestimmter Qualifikationen, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u. a.:

Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)

Klempnermeister/-in

Industriemeister/-in der Fachrichtung Metall

Techniker/-in der Fachrichtung Heizung, Lüftung, Klima

Techniker/-in für Betriebswirtschaft

Ingenieurstudium

Weitere Infos zur Ausbildung Klempner

Infos von handwerk.de

Letzte Aktualisierung: 28.01.2011