Zuviel Blech?

Dach, Rinne, Blenden, Gauben und Kamine - alles aus Metall? Na klar! Firma Ruhland aus Frankfurt zeigt, wie abwechslungsreich Metall auch an einem Einfamilienhaus eingesetzt werden kann.

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Die Familie Fluck verschönerte die Dachlandschaft in ihrem Viertel mit einem wartungsfreien, langlebigen und sturmsicheren Metalldach - und mit allem, was dazugehört.

Ein komplettes Dach, einschließlich Accessoires für das Einfamilienhaus aus Metall - das klingt für einige Bauherren etwas übertrieben. Für die Familie Fluck aus Rödermark bei Frankfurt jedoch nicht, denn sie entschied sich für ein wartungsfreies, langlebiges und sturmsicheres Metalldach mit allem, was dazugehört. Ausschlaggebend für die Entscheidung des Familienrates waren nicht nur die Argumente aus technischer Sicht - nach einer Fachberatung von Geschäftsführer Peter Ruhland waren die Flucks auch von den architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten, die Metall bietet, überzeugt. Er zeigte den Bauherren anhand seiner Firmenbroschüre zahlreiche Projektbeispiele mit unterschiedlichen Metalloberflächen und Bekleidungssystemen sowie schöne und präzise ausführte Details - was letztendlich überzeugte.

Für das Einfamilienhaus in Rödermark wählten die Eigentümer als Metalloberfläche blaugrau vorbewittertes Titanzink, das ihnen in der Kombination mit den weiß verputzten Außenwänden am besten gefiel. Die Dachdeckung erfolgte im handwerklich hergestellten Doppelstehfalzsystem. Das System wurde auch als Dachdeckung der integrierten, seitlich abgeschrägten Gauben ausgeführt. Eine Flachdachgaube mit Kunststoff- oder Bitumenabdichtung kam nicht in Frage, da das Niederschlagswasser sofort vom Gebäude abgeleitet und nicht wartungsintensiv auf dem Flachdach erst "gesammelt" werden sollte. Die Traufausbildung der Gaube erfolgte mit einer vorgehängten Rinne, die in Segmenten gerundet dem Verlauf der Dachschräge folgt. Unterhalb der Rinne tritt die Zuluft der hinterlüfteten Dachkonstruktion ein. Da feingliedrige Dachkanten mit einfachen Falzleisten gewünscht waren, erfolgt die Entlüftung aus passend dimensionierten und individuell gestalteten Lüfterhauben. Für die senkrechen Flächen zwischen den Fenstern der Dachgauben sowie für die Bekleidung des großen Kamins kam ein kleinteiliges Schindelsystem mit Spitzrauten aus demselben Material zur Ausführung. Kleinrauten lassen sich auch an geometrisch komplizierte Baukörper problemlos anformen und überzeugen mit einer abwechslungsreichen und hochwertigen Optik - wie dies an diesem Projekt zu sehen ist.

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Für die senkrechen Flächen kam ein kleinteiliges Schindelsystem mit Spitzrauten zur Ausführung. Die Anschlussdetails der Fenster und der Schindelbekleidung erfolgten, wie zu erkennen ist, mit großer Sorgfalt. Fotos: Siepenkort

Hochwertig gestaltete Peter Ruhland auch die Traufausbildung des Walmdaches. Die senkrechten Blenden des Dachüberstandes erhielten eine Bekleidung im Winkelstehfalzsystem und bilden mit ihrem Übergang zur Untersicht einen perfekten Abschluss. "Bei allen guten Beratungen ist es wichtig, die Versprechungen auch einzuhalten und alle Details, bis hin zur einfachen Dachrinne, fachgerecht und besonders sorgfältig auszuführen. Einfamilienhäuser, bei denen sich viele Details im direkten Blickfeld des Betrachters befinden, ist besondere Präzision gefordert, die natürlich auch einen darstellbaren Preis hat", verrät Peter Ruhland sein Erfolgskonzept.

Fazit:

Mehr Metall für Dachlandschaften

Das Beispiel zeigt ganz klar: Am Dach kann man nie zu viel Blech einsetzten! Alle Systeme und Oberflächen im Blick und mit Beratungskompetenz schafft der Klempner Werte und verschönert noch viele Dachlandschaften.

Letzte Aktualisierung: 17.01.2013