ZVSHK aktuell: Klempnerfachregeln aktualisiert

Die Bundesfach- und Projektgruppe Klempnertechnik im Zentralverband Sanitär Heizung Klima hat die Richtlinien für die Ausführung von Klempnerarbeiten an verschiedenen Punkten angepasst. Die Änderungen haben seit dem 01.06.2018 Gültigkeit.

Klempnerfachregeln Merkblatt
Bundesfach- und Projektgruppe Klempnertechnik im ZVSHK gibt im neuen Merkblatt Hinweise zur optischen Bewertung von Metallarbeiten an Dach und Fassade. Titelseite: ZVSHK

Aufgrund von Normenänderungen sowie technischen Neuerungen und Erkenntnissen mussten die Klempnerfachregeln, die beim Klempnertag 2016 herausgegeben wurden, auf den aktuellen Stand gebracht werden, Im Bereich der Planung und Ausführung von Klempnerarbeiten haben sich verschiede Änderungen ergeben – ebenso wurden einige redaktionelle Anpassungen vorgenommen. Das Wichtigste haben wir nachstehend zusammengefasst. Hierzu zählen insbesondere die Befestigung von Regenfallrohren, Tropfkantenabstände an Dachrandabschlüssen sowie die Mindestdicke von OSB-Platten.

Zu Kapitel 1.1 Planung und Vorarbeiten

1.) Änderung: Überschrift „Planung und Vorarbeiten“ in „Planung, Vorarbeiten und Fertigstellung“.

Kommentar:Der Begriff „Fertigstellung“ wurde in die Überschrift eingefügt, da in das Kapitel Hinweise zur optischen Bewertung von Metallarbeiten aufgenommen wurden. Diese sind in einem neuen Merkblatt erläutert: „Für die optische Bewertung der ausgeführten Arbeiten ist der gebrauchsübliche Betrachtungsabstand zu berücksichtigen. Siehe Merkblatt Hinweise für die optische Bewertung von Metalldächern und -Fassaden.“

2.) Ergänzung:„Jedes Detail ist so zu planen, dass eine einwandfreie handwerkliche Ausführung möglich ist.“

Kommentar: Eine einwandfreie handwerkliche Ausführung ist nur dann möglich, wenn beispielsweise für Falz- oder Lötarbeiten ein ausreichender Montageraum zur Verfügung steht, um diese mit den gebrauchsüblichen Werkzeugen ausführen zu können.

Zu Kapitel 4.6.3 Verbindung und Befestigung von Regenfallrohren

1.) Änderung: Änderungen der Anforderungen an die Befestigung von Regenfallrohren.

Kommentar: Bisher wurde gefordert, dass bei Gebäuden von 8 m bis zur Hochhausgrenze von 22 m die Befestigung der Regenfallrohre nachweisbar sein muss und ab der Hochhausgrenze ein statischer Nachweis vorzulegen ist. Diese Anforderungen wurden an der Stelle entschärft. Bei Gebäuden bis zur Hochhausgrenze ist eine konstruktive Bemessung der Befestigung ausreichend. Nur ab der Hochhausgrenze muss die Befestigung bei Gebäuden nun nachweisbar sein. Weiter soll zukünftig die Nutzung von Schlagstiften untersagt werden, da diese Befestigung unzureichend ist. Da sich galvanisch verzinkte Bauteile nicht für den Einbau im Außenbereich eignen, wurden hier die Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit erhöht.

Zu Kapitel 4.9.6 Ausführung von Ortgängen/Dachrandabschlüssen

1.) Änderung: Der Tropfkantenabstand wurde ergänzt.

Kommentar: Der Tropfkantenabstand beträgt weiterhin 20 mm. Die Praxis hat gezeigt, dass auch mit größeren Tropfkantenabständen Verunreinigungen nicht verhindert, sondern nur nach unten verlagert werden. Nur wenn ein besonderer Schutz der Fassade gefordert wird, ist ein größerer Tropfkantenabstand zu vereinbaren. Bei Metallfassaden aus gleichem Material kann auf einen konstruktiven Überstand komplett verzichtet werden.

Zu Kapitel 5.7.1 Holzschalungen

1.) Änderung:Die Mindestdicke von OSB-Platten wurde erhöht.

Kommentar: Die Mindestdicke von OSB-Platten als Deckunterlage für Metalldächer und Metallfassaden wurde von 22 mm auf mindestens 25 mm erhöht. Es wird zusätzlich darauf hingewiesen, dass ein Durchstoßen der Schalung durch die Wahl geeigneter Befestigungsmittel zu vermeiden ist.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in klempner magazin 04.

Letzte Aktualisierung: 07.06.2018