Im Zuge einer Umnutzung musste das Dach der ehemaligen Deusener Kirche komplett saniert werden. Klempnermeister Dirk Sindermann setzte im Dortmunder Stadtteil ein Glanzlicht.
Deusen, Dortmunds nördlicher Vorort in ländlicher Idylle, verfügt neben seinen gut 2.000 Einwohnern über einige Industrie- und Gewerbebetriebe, gut organisierte Vereine, verschiedene Einzelhandelsgeschäfte und über eine eigene Grundschule. Der Deusenberg als Biker- und Trimmgelände, der wachsende Emscher-Landschaftspark sowie die Rad- und Wanderwege an der Emscher und dem Dortmund-Ems- Kanal bieten ein reichhaltiges Angebot für die Freizeitgestaltung. Was Deusen bisher fehlte, war eine Anlaufstelle, die diese Anlagen, Angebote und Möglichkeiten miteinander verbindet. Im Jahr 2004 stand die 1927 erbaute evangelische Gustav-Adolf-Kirche vor ihrer Aufgabe. Um den gefährdeten Kirchenbetrieb jedoch zu sichern, entstand in der Bürgerschaft die Idee, die Gebäude der Kirchengemeinde umzunutzen. So gründete sich 2005 der Förderverein "Wir lassen die Kirche im Dorf e. V." zur Errichtung des Begegnungszentrums und der gewünschten Anlaufstelle in Deusen. Mithilfe zahlreicher Sponsoren und persönlichem Einsatz ist es dem auf 130 Mitglieder angewachsenen Verein gelungen, das Wunschprojekt zu realisieren. Heute nutzen neben der evangelischen Kirchengemeinde sowohl die Stadt Dortmund sowie Handel und Industrie das neue Begegnungszentrum für Ausstellungen und Firmenveranstaltungen. Doch bis es soweit war, mussten Pläne entwickelt, Sponsoren gefunden und kräftig Hand angelegt werden. Auch Klempner- und Dachdeckermeister Dirk Sindermann war mit von der Partie er spendete für das ehrgeizige Projekt die komplette Dachberatung und lieferte mit seinem Fachbetrieb die erforderliche Manpower für die Bauausführung.

Dach mit Farbkonzept
Die organisatorischen Veränderungen in der ehemaligen Kirche konzentrierten sich auf den Bereich des alten Kirchenschiffs als Veranstaltungsraum und die Nutzung des Turmes in den Obergeschossen als Ort der Jugendkultur. In dem neu errichteten Holzanbau sollte künftig eine Gastronomie betrieben werden. Die Bauaufgabe für Dirk Sindermann bestand darin, das Bestandsgebäude mit Kirchturm sowie den Anbau nach einem besonderen Farbkonzept zu decken, das der Klempnermeister mit Architekt Andreas Hanke erarbeitete. Das alte, graue und unscheinbare Kirchengebäude sollte sich als weiße, weithin sichtbare Landmarke zeigen. Für den Neubau mit Gast- und Funktionsräumen sollten im Kontrast zur Kirche ausschließlich Materialien in der Farbe rot verwendet werden.
Eine langlebige Deckung erhielt auch der Anbau für den gastronomischen Bereich der neuen Begegnungsstätte. Hier empfahl Sindermann eine oxidrot farbbeschichtete und walzgeprägte Aluminium-Dachplatte. "Die Zweischicht-Einbrennlackierung der 0,7 mm dicken Dachplatten ist extrem witterungsbeständig. Auch die Rückseite ist mit einem Schutzlack versehen, der eventuell auftretende schädliche Einflüsse aus der Unterkonstruktion oder aus dem Gebäudeinneren vom Metall fern hält", bestätigt Prefa Gebietsleiter Michael Mitlewski. Die Verwendung der Aluminium-Dachplatte bot noch weitere Vorteile. Das geringe Gewicht von etwa 2,3 Kg/m (etwa 1/10 eines herkömmlichen Daches) ermöglichte Einsparungen bei der Unterkonstruktion. Durch die Falzverbindungstechnik der Platten ist die Deckung zudem extrem sturmsicher und somit nahezu wartungsfrei. Da der Hersteller auch für die gewählte farbige Dachoberfläche ein passendes Dachentwässerungsprogramm bereithält, entschied sich der Bauherr für diese Dachvariante aus Metall.
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe klempner magazin 3|2011.
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