Das Team von Stiegeler vor ihrer TRUMPF-Maschine (Quelle: TRUMPF)
Christian, Benjamin und Georg Stiegeler  (v.l.n.r.) mit ihrer Festkörperlaser-Anlage TruLaser 3040 (Quelle: TRUMPF)

Wissen

28. January 2022 | Teilen auf:

Wirtschaftlich und nachhaltig

In Kreuzfahrtschiffen sind Sichtbleche und Metall-Unterkonstruktionen von Stiegeler Metallbau ebenso zu finden wie in 10 Milliardärsjachten. Die hierfür notwendige Qualität, Liefertreue und -geschwindigkeit erzielt das mittelständische Unternehmen durch Know-how und einen hochwertigen Maschinenpark, zu dem mehrere Trumpf Anlagen und das Spezialwerkzeug TruTool TSC 100 gehören. Mit letzterem werden Palettentische der TruLaser 3040 fiber von Schlacke befreit – das ist wirtschaftlich und nachhaltig.

Seit 2006 leitet Christian Stiegeler als Meister und Betriebswirt gemeinsam mit seinem Vater die Geschäfte. Als besonders wichtig bezeichnen die Stiegelers ihre Investitionen in Trumpf Technik. Damit erhöhte das Unternehmen seine Flexibilität sowie Produktivität deutlich und reduzierte gleichzeitig die Durchlaufzeiten für Baustahl- und Edelstahlwerkstücke. Das war vor allem deshalb wichtig, weil 50 Aufträge von Generalunternehmern für den Innenausbau von Kreuzfahrtschiffen, Großjachten, Hotels sowie Luxusboutiquen zunahmen. Wichtige Voraussetzung dafür: kurze Lieferzeiten und hohe Bauteilqualität.

Innovative Maschinen und Werkzeuge von Trumpf

Primär verarbeitet Stiegeler dünne Sichtelemente für 100 Innenverkleidungen etc. mit einer Materialstärke von einem bis sechs Millimeter. Für den Unterbau werden Tragrahmen, Befestigungselemente etc. benötigt, die deutlich dicker sein können. Die TruLaser 3040 fiber schneidet problemlos bis zu 25 Millimeter dicken Stahl, Edelstahl und Alu. Messing und Kupfer sind bis zu 10 Millimeter möglich. Dank der großen Verfahrwege in X- und Y-Richtung von 2 x 4 Meter lassen sich lange Bauteile wie Treppen oft am Stück vorbereiten. Gegenüber der früheren CO2-Anlage verbraucht die 110 TruLaser 3040 fiber 40.000 kWh pro Jahr weniger Energie und benötigt kein Laser-Gas. Beim Schneiden ist sie rund fünfmal schneller. Auch das Rüsten geht einfacher und in kürzerer Zeit.

Die Stiegeler Metallbau GmbH schneidet auf der TruLaser 3030 fiber vor allem dünne Buntmetall-, Edelstahl- und Stahlbleche von einem bis sechs Millimeter, aber problemlos auch Blechdicken bis 25 Millimeter. (Quelle: TRUMPF)

Auflageleisten reinigen anstatt entsorgen

Während bei den ersten Modellen TruTool TSC 1 und TSC 2 kräftige Walzen die Schlacke zerbröselten, klemmen beim aktuellen Modell zwei gezahnte Reinigungswerkzeuge die Leiste ein, fahren an ihr vertikal nach oben und schaben auf diese Weise die Schlacke 130 gründlich ab, sowohl seitlich als auch zwischen den Spitzen. Den wichtigsten Unterschied zum Vorgängermodell erläutert Trumpf Fachberater Markus Wirth: „Das Gerät entfernt alle Materialien, die der Laser schneiden kann. Also auch hartnäckige Edelstahlschlacke, Messing, Kupfer, Aluminium etc.

Da wir 140 einschichtig an fünf bis sechs Tagen arbeiten und vor allem Dünnbleche bis sechs Millimeter schneiden, ist das meist nur einmal im Monat notwendig. Die Paletten austauschen müssen wir dann nur noch etwa alle eineinhalb Jahre."

Der Umgang mit dem Auflageleisten-Reiniger TruTool TSC 100 ist einfach: Der Mitarbeiter setzt das Gerät an, schaltet es ein, fährt die Leiste ab und setzt es in die nächste Reihe, so lange, bis die komplette Palette gereinigt ist. (Quelle: TRUMPF)

TruTool TSC 100 amortisiert sich bei erstem Einsatz

Die Einsparungen durch das Trumpf Werkzeug betragen allein beim Material einen gut fünfstelligen Eurobetrag pro Jahr. Denn bei den aktuellen Stahlpreisen fallen für die zwei Tische pro Austausch mehr als 3000 Euro an. Zusätzlich lässt sich einiges an wertvoller Maschinen- und Mitarbeiterzeit besser nutzen. Schließlich dauert die 150 Herstellung der Auflageleisten und der Austausch etwa fünf Mal so lange wie das Reinigen. „So gesehen hat sich der TruTool TSC 100 von Trumpf schon nach dem ersten Einsatz für unsere zwei Palettentische amortisiert, sind sich die Stiegelers einig: „Außerdem finden wir es schön, auf diese Weise nachhaltig zu arbeiten und weniger wertvollen Stahl zu verbrauchen.“

www.stiegeler-metallbau.de

zuletzt editiert am 31.01.2022