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Architekt Axel Christmann sprach über Haptik und Erotik beim Planen und Bauen. Fotos: DDH

2012-10-19T00:00:00Z Auftrumpfen und zurückhalten

Gestalten mit Licht, Farbe und Material war das Motto der Architektentagung von Velux und Prefa. 250 Planer und Dachdecker kamen ins spektakuläre Hotel "Kameha Grand", in dem Architekten besondere Bauten präsentierten.

Andreas Palli, Geschäftsführer Prefa Deutschland, begrüßte die 250 Teilnehmer im Bonner Bogen, direkt am Rhein. Die Veranstaltung fand im spektakulären Hotel Kameha statt, auf dem viel Glas und auch die Prefa Verbundplatte verbaut worden ist. Architekt Karl-Heinz Schommer aus Bonn erläuterte in seinem Vortrag, wie er die Ausschreibung für den Entwurf gewann, das Hotel konstruierte und bauen ließ. Das 4-Sterne Hotel steht nach Aussage von Schommer unter dem Motto "Auftrumpfen und zurückhalten zugleich". "Das Hotel sollte einzigartig sein, sich weltweit herumsprechen, das war zumindest die Vorgabe des Bauherrn", sagte Schommer. Die dynamische Gebäudeform erstreckt sich vom Boden bis zum Dach. Der Bau ist mit einer großformatigen Aluminium Verbundplatte gedeckt, "der Vorteil ist, dass das Material so schön flexibel ist. So konnten wir Höhe und Raum schaffen", sagte Schommer, der 2010 für das Projekt den MIPIM Award gewann. Das auffällige Interieur wurde von Marcel Wanders designt.

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Während der Pausen informierten sich die Teilnehmer an den Ständen von Prefa und Velux.

Edward Hopper im Ruhrpott

Kreativ und doch filigran ging es mit Axel Christmann aus Luxemburg weiter. Er erläuterte die Konzeption des Luxemburger Schwimmbades Les Thermes

Titelstory klempner magazin 05.

. Konzeptionelles Vorbild war ein geöffneter Drusenstein, ebenfalls gedeckt mit Aluminium von Prefa, "wir konnten zusehen, wie die Schuppenhaut jeden Tag weiter wuchs", so Christmann. Außerdem zeigte der Planer, wie Bauten ihren Charme aus natürlichen Materialien beziehen - "rauhe Patina von Lehm, unbehandelter Putz oder auch Weinreben an der Fassade haben durchaus einen erotischen Charme", sagte Christmann.

Sanierungen im großen Stil war das Thema von Andreas Hanke aus Dortmund, der mit seinem Büro Wohnquartiere aus den 70er Jahren weiterentwickelt und aufwertet, zum Beispiel in Wolfsburg und Dortmund. Hanke plädierte vehement für den Werkstoff Holz, gerade auch im Bereich Brandschutz. "In sogenannten Problemvierteln setzen wir viele Farben ein und orientierten uns dabei an Malern wie David Hockney und Edward Hopper. Die Bewohner nehmen die neue Gestaltung gerne an", betonte Hanke. Glücklich durch gemeinsame Planung waren Architekt und Bauherr bei der Realisierung des Bürgerhauses Spremberg, einer denkmalgerechten Sanierung des Bohlenbinderdaches der Hochofenhalle in Peitz und beim Kreativzentrum Astrid Lindgren in Cottbus. Architekt Uwe Wittig berichtete von den Details im Innen- und Außenbereich und präsentierte zahlreiche Objekte, die trotz scheinbarer Gegensätze gut harmonieren. Architektur und Szenografie war das Thema des letzten Vortrags von Christine Rutsch aus Drieberg. Ihr Büro entwarf zum Beispiel den Ausstellungspavillon des Gerhart Hauptmann Hauses auf Hiddensee, prämiert durch Velux, sowie das Literaturhaus in Schwerin.

Johannes Messer

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zuletzt editiert am 15. April 2021
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