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Dach- und Fassadendeckung mit Großraute in Königstein in Kupfer voroxidiert, Die Übergänge der Fassade zum Dach wurden auch in den schrägen Flächen aus einer Raute herausgearbeitet. Randflächen der Ortgänge sind in weiß beschichtetem Aluminium. Foto: Riegler

Wissen 2013-05-24T00:00:00Z Beratung im Netzwerk

Bauklempner Klaus Riegler aus Rödermark ist seit 20 Jahren im Markt. Die spektakulärsten Projekte realisiert er vorwiegend mit Architekten. Seine Mitarbeiter dokumentieren die Baustellen per Iphone.

Schon die Website riegler-metalldach.de ist ein Hingucker: Großformatige, sich wechselnde Bilder zeigen spektakuläre Projekte, wie das Filmtheater Frankfurt, die Messe Frankfurt aber auch kleine, schmucke Metallbauten im Bereich Einfamilienhaus. Oben auf der Seite stehen 4 vergleichsweise kleine Menüpunkte: News, Referenzen, Leistungen und Kontakt – mehr braucht das Unternehmen nicht, beeindruckend ist die Seite dennoch. Betreut wird die Website von einem Web-Designer, intern ist Kerstin Riegler für die Seite verantwortlich. Sie kümmert sich um das gesamte Marketing. Wer jetzt beim Anblick der Website ein großes Unternehmen vermutet, liegt nicht ganz richtig. Das Unternehmen Riegler ist klassischer Mittelständler mit 15 Mitarbeitern und feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. Bei einen interessanten Projekt Wohn- und Geschäftshaus der Wohnbau Mainz (geplant vom Star-Architekt Massimiliano Fuksas) lernte er Dachdeckermeister Thomas Neger kennen. Beide Unternehmen alleine hätten den Großauftrag nicht bewältigen können, also kooperierten Dachdecker und Bauklempner – mit Erfolg. Seitdem helfen sich beide im Bereich Bauspenglerei gegenseitig: „Wir haben genau dasselbe Portfolio, das passt ausgezeichnet“, betont Riegler. Bei der Bürosoftware setzt das Unternehmen auf Kontinuität und arbeitet seit 15 Jahren mit M-Soft. Nachholbedarf gibt es im Bereich einfaches Zeichenprogramm zur Darstellung von Dächern und Fassaden mit entsprechender Einteilung. „Hier gibt es immer noch kein vernünftiges Programm. Dabei wäre ein gutes Programm für uns bei der Planung der Projekte dringend erforderlich, vor allem an der Fassade. Und es könnte als Verkaufsargument auf der Baustelle dienen, um Bauherrn und Planern die Konstruktion zu zeigen. Es müsste allerdings einfach zu bedienen sein, die meisten Programme sind zu überladen“, bedauert Riegler.

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Klaus Riegler erläutert in seinem Büro die Planung zum Projekt in Königstein. Foto: klempner magazin

Jede Kolonne hat ein IPhone
Schon jetzt setzen seine Mitarbeiter Iphones auf der Baustelle ein: „Unsere Vorarbeiter dokumentieren die Details auf der Baustelle, machen Bilder und geben die sofort per Mail an uns weiter. Das hilft uns bei der Dokumentation der Projekte und der Auftraggeber sieht, dass wir uns sofort um das Problem kümmern. Wir müssen ja heutzutage immer mehr dokumentieren und die Mitarbeiter sind oft schreibfaul. Da hilft so ein Iphone enorm. Das sind für jeden Mitarbeiter am Tag vielleicht 10 Minuten – das sollte drin sein“, ist sich Klaus Riegler sicher. Angenehmer Nebeneffekt: Ein Iphone zur privaten Nutzung ist natürlich auch eine Motivation für die Mitarbeiter –„das ist ja nicht üblich“, lacht Riegler. Ebenfalls fester Bestandteil der Mitarbeiter vor Ort ist die Unternehmererklärung des ZVSHK. „Die geben wir den Kunden zur eigenen Absicherung mit. Das empfinden wir vor allem im Bereich der Windsogberechnung als ein wichtiges Instrument“, ergänzt Riegler. Im Bereich EDV nutzt das Unternehmen die Würth-App als Befestigungshilfe. Eine andere App, die das Unternehmen momentan prüft: www.123erfasst.de . Eine Zeiterfassungssoftware mit Bautagebuch. Praktisch dabei, dass M-Soft und 123erfasst kooperieren und Bauklempner über eine Schnittstelle eine Komplettlösung von der Vorgangsübergabe bis zur Rückkopplung der erfassten Zeiten erhalten, praktischerweise als App, die zukünftig sogar in die Kalkulation einfließen soll. „Solche Entwicklungen verfolge ich genau und schaue mir die Umsetzung am besten „live“ an. Ich möchte sehen, wie die Monteure auf der Baustelle mit ihren dicken Fingern drücken und nicht, was einem die Marketingabteilung eines Softwareunternehmens verspricht“, sagt Riegler.

Johannes Messer

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Ausgabe klempner magazin 04.2013.

zuletzt editiert am 15. April 2021
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