In den Meister-Vorbereitungslehrgängen der Spengler-Meisterschule Schweinfurt zählen Exkursionen zum Ausbildungsprogramm. klempner magazin begleitete die Meisterschüler des Ausbildungsganges 2010/2011 auf ihrer Studienfahrt lesen Sie unseren Reisebericht.
Wie entsteht eine Biegemaschine? Wie "wächst" ein Metalldach-Dämmelement? Dies waren die Fragen, die den 16 Teilnehmern des Meisterkurses 2010/2011 in drei Reisetagen beantwortet wurden. Zusätzliche Informationen in Fachvorträgen zur Betriebssicherheit in der Klempnerwerkstatt und zur Bauphysik von Metalldächern gestalteten die Rundreise zu Jorns in die Schweiz und zu Mifaro/Puren nach Überlingen am Bodensee zur wahren Bildungsreise. Aber der Spaßfaktor kam natürlich auch nicht zu kurz.
Die Spengler-/Klempner-Meisterschule findet einmal jährlich in Vollzeit in der Spengler-Meisterschule in Schweinfurt statt, die sich einer großen Nachfrage erfreut auch der Kurs 2010/2011 war mit 16 Teilnehmern wieder voll ausgebucht. "16 ist unsere maximale Teilnehmerzahl, bei der sich die Ausbildungsinhalte der neuen Meisterprüfungsverordnung noch optimal vermitteln lassen", so Spenglermeister und Ausbilder Arno Fell. Die aktuelle Klasse setzt sich aus Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus allen Dachgewerken zusammen: Klempner, SHK, Dachdecker und Zimmerer. Die Teilnehmer in der Altersspanne von 19 bis 42 Jahren werden im April ihre Meisterprüfung ablegen, um entweder den elterlichen Betrieb zu übernehmen, einen Betrieb zu gründen oder um sich beruflich weiter zu qualifizieren. Einige haben bereits einen Meisterbrief in einem anderen Gewerk. "Mit den 16 Meistern und Gesellen haben wir wieder eine tolle gemischte und engagierte Klasse, die wir in diesem Jahr ausbilden dürfen", freut sich Spenglermeister Michael Bissert, der als Vertreter der Schule die Studienreise begleitete. Michael Bissert ist Inhaber eines Spengler-Fachbetriebes und zuständig für die praxisnahe fachtheoretische Ausbildung.
Etappe 1: Präzisionsbiegen in der Schweiz
Am 25.01.2011 um sechs Uhr in der Früh startete die Exkursion mit einem gecharterten Reisebus in Richtung Schweiz. Ziel der ersten Etappe war die Firma Jorns in Lotzwil, die zu einer Besichtigung der Biegemaschinenproduktion einlud. Auch Michael Höfner war als Vertreter des Maschinenhandels Stockert aus München mit dabei. Das Handelsunternehmen ist zuständig für Verkauf, Lieferung und Service der Jorns Maschinen in Deutschland. Moderne computergesteuerte Blechbearbeitungsmaschinen unterstützen den Klempner bei der rationellen Ausführung der Klempnerarbeiten. Die teilweise automatisierte Präzisionsbiegetechnik ermöglicht heute im Dünnblechbereich höchste optische Ergebnisse am Dach und insbesondere bei Fassadenbekleidungen dies zeigt sich an der steigenden Beliebtheit bei der architektonischen Gestaltung von Außenwänden. Grund genug für die angehenden Meister zu erfahren, wie die Jorns AG diese Präzision realisiert, die 1973 als Familienbetrieb gegründet wurde und heute rund 75 Mitarbeiter beschäftigt. Nach der Begrüßung durch Reto Staeger, zuständig für Marketing und Vertrieb, und einer kurzen Vorstellung der Firma Jorns ging es auch gleich los in die Werkhallen. Aufgeteilt in zwei Gruppen zeigten Reto Staeger und der Technische Schulungsleiter Christoph Schifferle den Spenglern den kompletten Fertigungsprozess einer Maschine, von der CAD-Planung bis hin zur Lkw-Verladung zur Auslieferung an den Kunden. Durch die breite Produktpalette für Blechdicken bis zu 4,0 Millimetern und Profillängen bis 12 Metern, bietet die Jorns AG maßgeschneiderte Lösungen für alle Kundengruppen an von einfachen NC-gesteuerten Anlagen bis hin zu vollautomatisierten CNC-Biegesystemen für große Blechlängen. Dank des Baukastenprinzips und eines modernen Prozessmanagements hat der Kunde die Möglichkeit, seine Maschine exakt nach seinen Bedürfnissen zusammenstellen zu lassen.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in klempner magazin Ausgabe 2|2011.
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