Das Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer zu Leipzig wird als ein zertifiziertes WorldSkills Germany-Leistungszentrum in Zukunft Trainings und Kurse nach dem Prinzip der beruflichen Wettbewerbe, auch Bildungssport genannt, abhalten.

„Die Zertifizierung ist eine Anerkennung der hohen Qualität der Trainings im BTZ," so Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany. Oliver Klaus, Hauptabteilungsleiter Berufsbildung / Bildungs- und Technologiezentrum, unterstreicht die Möglichkeiten, die berufliche Wettbewerbe Auszubildenden bieten: "Die WorldSkills, ihre Atmosphäre und Chancen, geben jungen Menschen einen Ansporn, ihre Ausbildung mit besten Ergebnissen abzuschließen. Sie zeigen, dass auch Handwerker Karriere machen und international berühmt werden können."
Ebenfalls zukunftsweisend ist die Kooperation von WorldSkills Germany und WorldSkills Russia. Seit Russland Mitglied der internationalen WorldSkills-Gemeinde wurde, besteht eine sehr gute Beziehung zwischen den beiden Skills-Organisationen. Das BTZ der Handwerkskammer zu Leipzig gab dafür einen wichtigen Impuls. Hubert Romer zur Kooperation: "WorldSkills Germany und WorldSkills Russia möchten in Zukunft gemeinsame WorldSkills-Trainings in Schulen und Ausbildungszentren abhalten. Durch die intensivere Zusammenarbeit können wir viele besondere Effekte für beide Organisationen und Nationen erzielen."
"Solche Kooperationen zwischen zwei Ländern werden meist auf politischen oder wirtschaftlichen Foren in Regierungsräumlichkeiten unterschrieben. Ich finde es fantastisch, dass wir diese Vereinbarung in einer Werkstatt unterzeichnen, in der die Zusammenarbeit dann tatsächlich praktiziert wird. Das BTZ ist dafür ein wirklich würdiger Ort, zumal das Zentrum an diesem Tag auch das Zertifikat als Leistungszentrum erhält", so Alina Doskanova, Direktorin für internationale Zusammenarbeit / WorldSkills Russia.
Bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunde an das BTZ sowie der Unterzeichnung der Kooperation zwischen WorldSkills Germany und WorldSkills Russia waren zahlreiche Vertreter der Handwerkskammer zu Leipzig, wie Präsident Claus Gröhn und Hauptgeschäftsführer Volker Lux, Hubert Romer (Geschäftsführer WorldSkills Germany / Präsident WorldSkills Europe), Dr. Heike von der Bruck (Referatsleiterin Referat für Beschäftigungspolitik Stadt Leipzig), MdB Dr. Thomas Feist, Dr. Michael Feist (Vizepräsident der Landesdirektion Sachsen), Torsten Wolf (Vorstandsmitglied WorldSkills Germany), Franz Schropp (Technischer Delegierter WorldSkills Germany) sowie weitere Vertreter und Vertreterinnen aus Wirtschaft, Bildung und Politik anwesend.
Berufliche Wettbewerbe - wie die WorldSkills-Weltmeisterschaften - sind seit über 60 Jahren Botschafter der dualen Bildungssysteme der teilnehmenden Nationen. Deutschland hat in zahlreichen Wettkämpfen bereits sehr erfolgreich ein Benchmarking für die eigenen dualen Ausbildungsberufe betreiben können. Ausbilder, Experten und junge Fachkräfte können regelmäßig zeigen, wo sie selbst stehen und die eigene Ausbildung in ihren Unternehmen voranbringen.
Die vielen positiven Effekte des pädagogischen Konzepts der WorldSkills-Berufswettbewerbe möchte WorldSkills Germany künftig noch stärker in Deutschland wirken lassen. Die Zertifizierung sog. Leistungszentren spielt dabei eine wichtige Rolle.
"Das Erleben der Wettbewerbssituationen, der Stolz, etwas erreicht zu haben und das Erlebnis, gute Leistungen erzielt zu haben, sind maßgebliche Verwertungsansätze", so Hubert Romer. "Die Teilnehmer wachsen bei diesen Wettkämpfen über sich hinaus. Außerhalb der Schule und des Ausbildungsbetriebes lernen sie unter anderem einzelne Bausteine aus Theorie und Praxis zu einem Ganzen zusammen zu fügen, Stressresistenz zu entwickeln, ihr Selbstbewusstsein, ihre Fachkompetenz sowie ihre Sozialkompetenz und Teamfähigkeit zu steigern. Die Wettbewerbe sind ein unglaublicher Motivator - für die Teilnehmer, aber auch die Ausbilder und Unternehmen."