Anlässlich der Erweiterung eines Hotels entstand eine mit Titanzink gedeckte Dachlandschaft aus über 40 unterschiedlich gestalteten Einzeldächern. Erfahren Sie, wie Wolfgang Blank mit seinem Team die komplizierten technischen Details löste.
Südwestlich von Potsdam liegt die Hotelanlage Schwielowsee-Resort, unmittelbar am gleichnamigen See. Das viel besuchte Hotel wurde um einen großzügigen Wellnessbereich erweitert und mit einem optisch und klempnertechnisch anspruchsvollen Metalldach realisiert. Insgesamt 40 unterschiedlich gestaltete Einzeldächer bilden jetzt eine langlebige Dachlandschaft aus Rheinzink-Titanzink. Wie bereits beim Haupthaus, dessen spitzkegeliges Turmdach und die dreiseitig umlaufende Dachschräge in Falztechnik ausgeführt wurden, entschied sich der Bauherr, auch die neuen Pavillonbauten des Wellnessbereiches mit handwerklich ausgeführten Titanzinkdächern zu decken. Diese vielgestaltigen Pavillondächer bilden ein Pendant zum gegenüberliegenden Eventcenter, dessen "doppelte", metallgedeckte Pyramidendächer ebenfalls in Doppelstehfalztechnik ausgeführt wurden.
Die Bau- und Erweiterungsmaßnahmen im Wellnessbereich wurden in Form polygonaler Pavillongebäude und vor- und zurückspringender, kleinerer Verbindungstrakte umgesetzt. Sie bilden eine Abfolge unterschiedlich großer und hoher Nutzbauten in der Achse Haupthaus Seeufer. Architektonisch dominieren die oktogonalen Grundformen der beiden größeren "Pagoden", denen sich Verbindungstrakte mit großzügigen Fensterfronten, Vor- und Rücksprüngen anschließen. Bedingt durch diese ungewöhnliche Grundrisssituation, die von einander abweichenden Gebäudehöhen und Geometrien und die daraus resultierenden, unregelmäßigen Dachformen, ergibt sich ein Bild mit überraschenden Perspektiven.

Metalldachaufbau nach bewährtem Muster
Für die Deckung der Pavillondächer kam ein belüfteter Dachaufbau zur Ausführung. Als tragende Unterkonstruktion für die Titanzink-Scharen wurde eine 24 Millimeter dicke Holzschalung eingesetzt und darauf eine strukturierte Trennlage aufgebracht. Für die Verlegung wählten die Planer das Doppelstehfalzsystem. Bedingt durch die unregelmäßig geformten Dachflächen war ein sehr hoher Anteil an konischen Scharen und Ausgleichscharen gegeben und somit eine werkstattmäßige Vorfertigung nur eingeschränkt möglich. Die Dachentwässerung erfolgt mittels vorgehängter halbrunder Dachrinnen mit einer Nenngröße 333 und den dazu passenden Einhangstutzen in Regenfallrohre mit der Nenngröße 100. Die Grate der Zeltdächer sind als erhöhte T-Falze ausgeführt, am Hochpunkt zusammengeführt und je nach Turmform mit quadratischen oder runden Abdeckkappen überdeckt. Um die zum Teil schwierigen Anschlüsse fachgerecht und funktionssicher herzustellen, mussten anspruchsvolle Detaillösungen gefunden werden. So wies ein Großteil der Pultdächer unterschiedliche Neigungen auf und zum oberen geraden Dachabschluss schräg verlaufende Traufen, was eine symmetrische Verlegung der Scharen sehr erschwerte. Die Besonderheiten schildert Objektleiter der Firma Blank, Christian Pohle, so: "Obere Dachabschlüsse mussten abwechselnd als Ortgang und als Wandanschluss ausgebildet werden. Hinzu kam der Einbau von vier Dachtürmchen, die jeweils mit kleinen Zeltdächern zu versehen waren.
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in klempner magazin Ausgabe 5|2009.