Der steirische Skiberg Kreischberg hat schon große Events erlebt. Nach Snowboard, Ski-Freestyle und Telemark WM folgte am 8. März die erste Handwerk Ski-WM mit über 90 Teilnehmern aus acht Nationen. Die Eröffnung der WM erfolgte auf 2.000 Metern Seehöhe mit einer stimmungsvollen Flaggenparade und einer standesgemäßen Eröffnungsfeier mit Salutschüssen der Laßnitzer Prangerschützen. Für die deutschen Teams sprach der Präsident der bayrischen Spenglermeistervereinigung Werner Fünfer die Grußworte! Es sollte ein Event für das Handwerk sein, über Grenze und Gewerker hinweg. Neben Socializing im Schnee, Fachgesprächen und der dementsprechend guten Stimmung, stand natürlich auch das Ski- und Snowboardfahren im Vordergrund. Das tolle an diesem Event: Es gewinnt nicht nur der Schnellste – sondern der beste bzw. das beste Team.
Und so holte sich völlig überraschend Spengler- und Klempnermeister Siegfried Marquardt aus Nufringen in Baden Würtemberg den Weltmeistertitel. Er hat einen Fachbetrieb für Klempnerei, Heizung und Bad. Seinen Betrieb hat er in der Scheune der Eltern gegründet und beschäftigt mittlerweile 9 Klempner.


„Es stand bei mir auf alle Fälle der Spaß im Vordergrund, aber der Weltmeistertitel macht mich schon stolz, und ich komme nächstes Jahr wieder!“ freut sich Siegfried Marquard.
Der Team-Weltmeistertitel ging nach Nordrhein-Westfalen. Das Team zep-Dach/Dein-Dach/durach-Dach sicherte sich den Titel mit einem knappen Vorsprung von nur 73 Hundertsteln vor dem österreichischen Tischlerteam StolzaufHolz. Lukas Hemmersbach, Dachdecker- und Klempnermeister bei Dein-Dach in Köln, äußerte sich begeistert: „Die Atmosphäre war einfach unglaublich! Verschiedene Nationen und Gewerke waren vertreten – und alle hatten gute Laune! Dass wir den Weltmeistertitel nach NRW geholt haben, ist absolut phänomenal und überraschend. Frei nach dem Kölner Karnevalsmotto: ‚Wir sind die Weltmeister vom Rhein!‘ Wir kommen auf jeden Fall wieder!“
Die Idee kam vom haushaut Geschäftsführer Andreas Palli, der vor über 20 Jahren am „WM Berg“ seine Berufskarriere gestartet hat, und von dort auch kommt.