Firmenjubiläum: Am 1. Juni 2024 feierte der Spenglerfachbetrieb Ferisol sein 20. Firmenjubiläum. Dabeiwar Technologieoffenheit für Firmengründer Michael Kirchen nicht nur ein Begriff, sondern von Beginnan gelebte Praxis.
Bereits in der Lehre erkannte er seine Liebe zum Blech. Als Geschäftsführer der Ferisol S.àr.l. beschäftigt Michael Kirchen heute ein 10-köpfiges Team mit der Herstellung und Montage komplexer Gebäudehüllen aus Metall. Der Firmenname „Ferisol“ stammt aus dem französischem „ Fer blantier (Klempner) und „ Isol ation contre humidité“ (Abdichtungen), so Kirchen.
Der Spenglermeister hat seit der Firmengründung 2004 das Unternehmen mit allem ausgestattet, was man zur Erfüllung dieser Bauaufgaben benötigt. Hierzu zählen ein moderner Maschinenpark für die individuelle Blechbearbeitung bis hin zu digitalisierten Arbeitsprozessen. „Im Unternehmerseminar von Klaus Steinseifer habe ich gelernt, dass die Arbeit immer zur Maschine kommt. Dies bestätigte sich schon bald nach der ersten in Holland ersteigerten Stanzmaschine und dem Bedarf an einer Sonderfassade. Da war uns klar, wo die Reise hingeht. Fortan stand für jedes Projekt die passende Maschine bereits parat – und dies auf „Vorrat“. Außergewöhnlich ist bei uns schon fast der Standard. Auch in der Digitalisierung unserer Arbeitsprozesse bei Fertigung und Verwaltung haben wir uns stets weiterentwickelt: Bereits seit 2014 führen wir unser Büro papierlos!“, sagte der Unternehmensgründer bei seiner Begrüßungsansprache - und dies nicht ganz ohne Stolz. Heute fertigt sein Team alle Metallprofile mit Hightechmaschinen witterungsunabhängig in der Werkstatt selbst. Mit den modernen Blechbearbeitungstechnologien, handwerklichem Klempnerknowhow und der passenden Planungssoftware erfüllt Ferisol die Wünsche der Bauherren und Architekten und sorgt für die wirtschaftliche Umsetzung der architektonisch gestalteten Dach- und Fassadenlandschaften.
Teamplayer und Netzwerker
Punkt 16.24 Uhr startete am 1. Juni 2024 die Jubiläumsfeier mit allen Mitarbeitenden, deren Angehörigen sowie Geschäftspartnern und zahlreichen Spengler- und Klempnerkollegen. Der engagierte Netzwerker ist Mitglied des IIB sowie der Spengler-Meister-Vereinigung Bayern (SMV), die ihren Jahresausflug kurzerhand nach Luxemburg verlegte. Auch Vertreter der neu gegründeten Klempnervereinigung Nord (KVN) folgten seiner Einladung beim Klempnertreff in Münster und scheuten selbst die siebenstündige Anreise ins beschauliche Dickweiler nicht. So standen am Ende 250 Personen auf der Gästeliste, für deren Versorgung mit Speisen und Kaltgetränken ausreichend gesorgt war. In seiner Rede zu Beginn der Abendveranstaltung ließ er es sich nicht nehmen, die Leistungen jedes einzelnen Mitarbeitenden seines Teams zu würdigen. Sein Überblick zur interessanten Entwicklung des Unternehmens von 2004 bis heute enthielt auch einige sorgenvolle Momente: 2011 wurde beispielsweise die Fertigungshalle mit allen Maschinen bei einem Brand vollständig zerstört. Es bedurfte vieler Anstrengungen, um aus diesem Tiefpunkt herauszukommen.
„Zum Netzwerker wurde ich, als ich vom SMV eingeladen wurde, zusammen mit vielen anderen Unternehmen einen Weltrekord im Blechpfeifenbauen aufzustellen. Bei dieser Imageveranstaltung für das Spenglerhandwerk am 5.4.2014 wurden insgesamt 51.000 Blechpfeifen gebogen und gefalzt. Ich empfinde den Austausch unter Kollegen als besonders wertvoll. Man lernt immer dazu und hilft sich bei Problemen aus. So haben wir beispielsweise in toller und freundschaftlicher Zusammenarbeit mit Gerhard Schuler vom SMV ein spannendes Fassadenprojekt realisiert“, berichtete Michael Kirchen.
Langfristige Personalpolitik
Ein Rezept für die erfolgreiche Unternehmensführung sieht der Jubilar auch in einer langfristigen Personalpolitik. Dies beginne bereits mit der Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. In 20 Jahren bildete Ferisol mehr als 15 Lehrlinge aus – in diesem Jahr sogar aus befreundeten Unternehmen aus der Schweiz. Dies hat jedoch einen besonderen Hintergrund: Netzwerkkollege Urs Fretz ist Diplomierter Spenglermeister der Schweiz und leitender Berufsschullehrer an der Berufsbildungsschule Winterthur (BBW). Im Rahmen der Initiative „Talentförderung Plus“ der Bildungsdirektion des Kantons Zürich ist er stets auf der Suche nach qualifizierten Ausbildungsbetrieben im Ausland. Ziel ist es, Betriebe, Berufsverbände und Berufsfachschulen dazu zu motivieren, sich gemeinsam für die systematische Identifikation und Förderung von begabten Lernenden in der Berufsbildung zu engagieren. Die Berufsbildungsschule Winterthur ermöglicht jedes Jahr bis zu vier leistungsstarken lernenden Spenglern und Spenglerinnen einen 4-wöchigen Aufenthalt in Deutschland, Österreich, Südtirol und Luxemburg. Die lernende talentierte Spenglerin Selina Flacher vom Ausbildungsbetrieb Karl Erb Spenglerei AG aus Thalheim an der Thur darf jetzt für vier Wochen in der Firma Ferisol hospitieren. „Dank der Auslanderfahrung können Talente unserer Branche regelrecht über sich hinauswachsen und so ihre Kompetenzen erweitern. Freude und Interesse am Beruf lohnen sich, denn bereits in der Berufslehre sind einmalige Erfahrungen möglich. Ich freue mich über die Bereitschaft von Michael Kirchen, unsere Initiative zu unterstützen“, so Urs Fretz. „Und sich freue mich schon sehr, einmal über den Tellerrand zu schauen und zu sehen, wie die Kollegen von Ferisol die tollen Projekte planen und bearbeiten“, ergänzt Selina Flacher. Und demnächst wird sie sogar die Arbeit mit einer neuen Laserstanzmaschine erleben. „Sie ist auf dem Weg nach Dickweiler und das passende Projekt für ihren Einsatz gibt es auch schon“, freut sich Michael Kirchen - und auch die Kollegen des SMV: Denn sie dürfen die neue Blechbearbeitungsmaschine b2b auch für die Umsetzung ihrer Projekte buchen.
Weitere Informationen:
www.ferisol.lu







