Klempner Innung Hessen
Das hessische Klempnerhandwerk gründete die „Innung der Spengler und Klempner im Lande Hessen“.

Wissen 2016-06-27T00:00:00Z Eine neue Heimat

Am 26. November 2015 konnte man in den Räumen des Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Hessen Zeuge eines historischen Ereignisses werden. Das hessische Klempnerhandwerk hat die „Innung der Spengler und Klempner im Lande Hessen“ gegründet.

Zur Gründungsversammlung begrüßte der stellvertretende. Landesinnungsmeister Uwe Loth die Klempner der Regionen und Kreise Gießen, Dillenburg, Wetzlar, Wetterau, Frankfurt am Main, Offenbach, Hofgeismar-Wolfhagen und Kassel. Für diese Regionen war das Klempnerhandwerk in den Satzungen der SHK-Innungen bereits freigegeben worden. Klempner aus Innungsgebieten, wo dies noch nicht geschehen war, konnten teilnehmen aber nicht mit abstimmen. Der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Hessen unterstützt die Neugründung. Ziel ist, den fachlichen Austausch zwischen Klempnerinnen und Klempnern zu ermöglichen, zu fördern und zu unterstützen. Der starke Rückgang der Klempnerunternehmen in Hessen (von 2003 bis 2013 um -40 Prozent) zeigt den Bedarf für eine Anpassung der Interessenvertretung und Organisation der Unternehmen.

Gründung und erste Entscheidungen

Nach schriftlicher Absichtserklärung zu einer Innungsgründung und der Feststellung der Stimmberechtigten konnten diese den Beschluss über eine Innungsgründung fassen und den ­Namen. „Innung der Spengler und Klempner im Lande Hessen“ festlegen.

Zum neuen Obermeister wurde Jörg Stehler (Region Kassel) und zum stellvertretenden Obermeister Klaus Riegler (Region Offenbach) einstimmig in ­geheimer Wahl gewählt. ­Weiteres Vorstandsmitglied wurde Lothar Schneider aus Lohfelden. Als Kassenprüfer ­bestimmten die Innungsmitglieder Frank Richter (Kassel) und Peter Ruhland (Frankfurt am Main). Die ­Geschäftsführung der Innung übernimmt die Kreishandwerkerschaft Gießen. Abschließend erfolgte der Beschluss über den Beitritt der neuen Innung zum Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Hessen. Obermeister Jörg Stehler war nach erfolgreicher Abwicklung der Rechtsakte und Wahlen sehr zufrieden. „Jetzt haben wir die richtige Vertretung für unsere Klempnerbetriebe in Hessen umgesetzt!“

Rückblickend sind von der Idee bis zur Umsetzung mehr als zwei Jahre vergangen. KH-Hauptgeschäftsführer Björn Hendrischke berichtete von einer eineinhalbjährigen Vorbereitungszeit für diesen Schritt: „Wir haben viel Zeit in das Produkt gesteckt.“ Ziel sei, den Spenglern und Klempnern im Land eine „spezielle fachliche Heimat“ zu bieten. Die Mitgliedsbetriebe erhalten damit einen direkteren Zugang zu fachspezifischen Informationen und profitieren zugleich unter dem Dach einer großen und leistungsfähigen Kreishandwerkerschaft von deren fachlichen, sachlichen und rechtlichen Angeboten.

Schließlich beglückwünschte Kreishandwerkermeister Walter Kwartnik die Anwesenden zu ihren Entscheidungen und bedankte sich für das seiner ­Kreishandwerkerschaft entgegengebrachte Vertrauen. Der stellvertretende Landesinnungsmeister Volker Schrörs lud alle Anwesenden abschließend dazu ein, auf das weitere Gelingen anzustoßen.

zuletzt editiert am 15. April 2021
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