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Einmal staunen und zurück - Der SMV Ausflug 2013. Foto: Josef Schachner

2013-06-26T00:00:00Z Einmal staunen und zurück

Wenn es darum geht, den beruflichen Horizont zu erweitern, Kollegialität und persönliche Freundschaften zu pflegen und auszubauen ist der Spenglermeisterverein Bayern e. V. eine der besten Adressen. Unter Beweis gestellt wurde dies wieder beim diesjährigen Vereinsausflug an den Neusiedler See in Niederösterreich.

Im Zuge  von mehreren Veranstaltungen wie Baumetalltreff, BUFA-Sitzungen oder Klempnertage lernt man immer wieder neue Klempnerkollegen auch aus den europäischen Nachbarländern kennen und schätzen. So ergaben sich  Gespräche mit dem österreichischen Bundesinnungsmeister der Dachdecker-Glaser-Spengler Othmar Berner und Ernst Zimmermann, dem Inhaber der Fa. Zimmermann GmbH, in Mattersburg, Niederösterreich. Es dauerte nicht lange bis die Idee geboren war, einen Vereinsausflug nach Österreich zu unternehmen und nach Möglichkeit  auch ein fachlich interessantes Programm aufzustellen. Othmar Berner wusste eine interessante Spenglerei (nämlich die von Ernst Zimmermann) und könne uns auch einige schöne Dächer und Fassaden in diesem Teil Österreichs zeigen. Nach umfangreichen organisatorischen Vorarbeiten durch den Vorstand Werner Fünfer sowie Max Pschörrer stand das Reiseprogramm fest. Die Einladungen wurden verschickt und Bus und Hotel bestellt.

 Am Donnerstag um 6.00 Uhr morgens startete der Bus in Pullenreuth, um in Schwandorf, Regensburg und Passau die Ausflügler aufzunehmen. Nach einer Zwischenstation am Stift Melk trafen sie gegen 17.30 Uhr am Zielort Donnerskirchen im Hotel ein.

Am Freitagmorgen fuhr der Verband bei Regen zur Firma Zimmermann. Schon als das Firmengebäude vom Bus aus sichtbar wurde, konnte man  „Großes“ erahnen. Was sich jedoch in den Hallen der Fa. Zimmermann darbot, machte den Besuchern große Augen: Technische Ausstattung, Organisation, Sauberkeit und Produktionsablauf, wie er für einen Handwerksbetrieb seines Gleichen sucht. Ernst Zimmermann und Othmar Berner begrüßten die Besucher sehr herzlich und führten sie durch die Räume der Spenglerei. Der Weg führte vom Lager über zwei Fertigungshallen bis zum großen und mit vielfältigen Dachmodellen ausgestatteten Übungsraum für die Auszubildenden, bis in die große Produktionswerkstatt. Drei oder vier Spaltanlagen mit Richteinheit und Mehrfach-Großcoil-Abrollanlagen, 6 und 10-Meter-Abkantmaschinen und zahlreiche kleinere Maschinen ließen die Besucher einfach nur staunen. Ein weiteres Highlight war die saubere  Arbeitsvorbereitung mit exakten Zeichnungen und sonstigen Vorgaben wie Scharenpläne (selbstverständlich als CAD-Zeichnungen) und dergleichen mehr.

Auch über handwerklich- technische Details wurde viel und ergiebig gesprochen, ehe sie dann mit Gulasch, Getränken, Kaffee und Gebäck hervorragend und üppig verköstigt wurden.

Angesichts solch herzlicher Gastfreundschaft und Offenheit ist es kein Leichtes sich adäquat zu bedanken und Abschied zu nehmen, aber der Vorstand Werner Fünfer hatte mit kleinen Präsenten vorgesorgt und Ernst Zimmermann und Othmar Berner als auch die inzwischen hinzugekommene nächste Zimmermann-Generation mit je einem Geschenk bedacht.

Nachmittags ging das Staunen weiter: Othma Berner und Ernst Zimmermann begleiteten die Reisegruppe nach Wien, wo sie einige von der Fa. Zimmermann ausgeführte Dächer und Fassaden besichtigen konnten:

Wie beispielsweise den Hugo-Breitner-Hof, gedeckt mit 67.000 m² Prefa-Dach, 12.000 m² Winkel- und Stehfalz für Gauben am gleichen Objekt. 12 Mitarbeiter 5 Jahre im Einsatz - sowie noch einige andere, ebenfalls sehr beeindruckende Dächer und Fassaden.

Der Rückweg zum Hotel führte noch in die Weinbaugemeinde Zagersdorf. Hier führte Mate Klikovits vom Weingut Mate durch seine Weingärten und erklärte die Geschichte und Hintergründe des Weinbaus in seiner Gemeinde, mit anschließender Weinprobe im Weinkeller inklusive hervorragendem Abendessen. Überzeugt von der Qualität wurde auch gleich so manche Kiste Wein bestellt.

Am Samstagvormittag fuhren sie nach Mörbisch am Neusiedlersee und und überquerten per Schiff den See nach Illmitz. Mit Pferdegespannen ging es weiter durch das Nationalparkgebiet zu einem Heurigenlokal,  um nach einer kleinen Stärkung den Rückweg über Rust anzutreten. Großer Dank gilt der Firma Enke, die sowohl die Schifffahrt als auch die Heurigenzeche für die ganze Truppe bezahlte. Rust wurde 2001 in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe Stätten aufgenommen und beeindruckte durch die zahlreichen Storchennester  auf den Kaminen der Häuser. Bei einem Spaziergang in der Dämmerung durch die historische Kellergasse von Purbach, wo 50 Winzerkeller in Reihe und Glied an einer Straße stehen, die jeden ersten Samstag im Monat ihre Gäste mit Wein und pannonischen Köstlichkeiten bewirten.

Auf der Rückreise am Sonntag über Mödling, besichtigte die Truppe die Seegrotte, Europas größten unterirdischen See. Auf der Rückfahrt war wie immer beste Unterhaltung und auch zahlreiche Fachgespräche wurden geführt, sowie der Herbstausflug im Oktober besprochen. Es waren wieder unvergesslich schöne und zudem noch lehrreiche  Tage unter Freunden und Kollegen und alle Teilnehmer freuen sich bereits auf das nächste Mal.

zuletzt editiert am 15. April 2021
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