Keine Science-Fiction, sondern das Ergebnis intensiver Forschung: Alcoa Architectural Products bringt im Juli eine Aluminium-Fassadenplatte auf den Markt, die sich selbst und die umgebende Luft reinigt.
Damit gibt es erstmals eine Aluminiumfassade, die sowohl wirtschaftlich als auch umweltfreundlich ist. Mithilfe von Sonne und Feuchtigkeit macht sie Schmutz- und Smogpartikel unschädlich und trägt damit zur Selbstreinigung der Fassade und zur Säuberung der umgebenden Luft bei.
"Diese Fassadeneigenschaften machen das Gebäude zu mehr als einer bloßen Konstruktion", erklärt Guy Scheidecker, Vertriebs- und Marketingchef von Alcoa Architectural Products. "Mit Reynobond|Reynolux with EcoClean kreieren Architekten ein hochwertiges und langlebiges Erscheinungsbild." Durch die Fähigkeit zur Selbstreinigung sinken die Reinigungskosten über die Lebensdauer des Gebäudes. Demgegenüber steht ein leicht erhöhter Aufwand bei der Herstellung, der sich aber, laut Hersteller, nur minimal auf den Gesamtpreis der Fassade auswirkt. Je nach Art des Fassadensystems geht Alcoa von einer Preissteigerung zwischen 1,5 bis 5 Prozent aus. Ein erhöhter Aufwand für Verarbeiter und Verleger entsteht dabei nicht. Das Produkt lässt sich ebenso einfach verarbeiten und montieren wie die herkömmlichen Fassadenprodukte. Und unter Berücksichtigung der Gesamtkosten über die Lebensdauer ist die mit EcoClean beschichtete Reynobond oder Reynolux Fassade sogar noch wirtschaftlicher. Außerdem steigt die Attraktivität des Gebäudes und wird erhalten, indem sich die Fassade ständig selbst vom Schmutz befreit.
Großes Interesse aus Wirtschaft und Industrie
Zur Selbstreinigungskraft hinzu kommt die Luftreinigungskraft. 1.000 m2 Fassade vernichten dabei so viel Smog wie etwa 80 Bäume. Dies entspricht der Abgasmenge, die vier erdgasbetriebene Autos täglich ausstoßen. Bezogen auf die Umweltbilanz stellt die EcoClean™ Fassade für jeden Investor einen interessanten und positiven Imagefaktor dar. Gezielte Anfragen kommen deshalb heute schon von Unternehmen, die diesen Effekt für ihre Markenkommunikation nutzen wollen.
Und so funktioniert die neue Beschichtung: Unter Sonneneinstrahlung und bei bereits geringer Luftfeuchtigkeit wirkt die lichtempfindliche Titandioxid-Beschichtung, EcoClean genannt, wie ein Katalysator: An der Oberfläche bilden durch das UV-Licht freigewordene Elektronen Radikale, die organische Substanzen wie Vogelkot, Moose, Abgase und Smogpartikel zersetzen. Gleichzeitig entsteht eine superhydrophile (wasserliebende) und extrem glatte Oberfläche. Schon bei geringen Regenmengen oder Tau gleiten die zersetzten Schadstoffe einfach vom Gebäude ab und hinterlassen eine saubere Fassade.
Vier Jahre lang arbeiteten Wissenschaftler des amerikanischen Mutterkonzerns Alcoa daran, die auf Titandioxid basierende Hydrotect-Technologie des japanischen Unternehmens Toto® auf lackiertes Aluminium zu übertragen. Bislang konnte Titandioxid nur auf bestimmten Oberflächen wie Beton, Glas, Kunststoff oder Keramik aufgebracht werden, weil es jede organische Materie, darunter auch Lackschichten, angreift. Das von Alcoa entwickelte und zum Patent angemeldete Verfahren jedoch verhindert die Zerstörung der Lackschicht und ermöglicht das Auftragen von Titandioxid auf Reynobond Aluminium-Verbundplatten oder Reynolux Aluminiumbleche.
Weitere Informationen gibt es auf www.excellence-in-innovation.eu .
