Kindergarten in Hennstedt
Für das Projekt in Hennstedt probierten die Architekten mit oxydrotem Aluminium nun ein neues Material aus. (Quelle: Prefa Croce & Wir)

Technik

11. January 2022 | Teilen auf:

Dach ohne Rinne

Der Neubau von Kindergärten erfordert aufgrund individueller Raumkonzepte von Architekten eine zumeist sehr kreative Architektur-Idee. Dabei sind komplexe Gebäudegeometrien keine Seltenheit und Metall ein beliebter Werkstoff für die Gebäudehülle. Ein Beispiel hierfür ist die Kita im Norddeutschen Hennstedt / Dithmarschen.

Architektonisch formte der rote Backstein lange Zeit die nordische Baukultur. Was die meisten heute als Klinker kennen ist Tonerde und galt als Ersatzbaustoff für den fehlenden Naturstein in der Region. Im Dithmarschen hielten in den vergangenen Jahren nun diverse andere Baustile und neue Baumaterialien Einzug. Mit sechs Mitarbeiterinnen und vier Mitarbeitern konzentrieren sich Jebens Schoof Architekten BDA Jebens vornehmlich auf Projekte für Gemeinden im Bereich des Gesundheitswesens und immer wieder Kindergärten.

Detailzeichnung Übergang Dach zur Fassade (Quelle: Fotos: Prefa Croce & Wir)

. Für das Projekt in Hennstedt probierten die Architekten mit oxydrotem Aluminium nun ein neues Material aus. Der leichte Metallwerkstoff bot sich für das rautenförmige Raumtragwerk aus Leimbindern regelrecht an. Jebens und Schoof entschieden sich für Rauten-Elemente, mit der sie eine durchgehende Formensprache erzielen konnten. Die Besonderheit für den Klempner-Fachbetrieb war die Herstellung des Überganges vom Dach zur Fassade. Dieser sollte ohne Unterbrechung, wie aus einem Guss erfolgen, also ohne Dachrinnen oder Sonderprofile. Die Dachentwässerung der vielen Kleinflächen erfolgt über die Fassaden in eine Art Terrassenentwässerung.

Unterkonstruktion (Quelle: Fotos: Prefa Croce & Wir)

Alle handwerklichen Ausführungsdetails einschließlich Dach- und Fassadenaufbau zeigen wir in KlempnerMagazin 2/2022.

zuletzt editiert am 11.01.2022