Frontansicht Gebäude Ninger
Für die Deckung der 650 m² Satteldachflächen mit 10 Grad Dachneigung und über 11 Meter Sparrenlänge wählten die diplomierten Spenglermeister eine wirtschaftliche Lösung aus Sandwich-Paneelen mit 120 mm PUR Dämmkern. (Quelle: Ninger AG Gebäudehülle)

Technik

12. January 2022 | Teilen auf:

Paneele mit Kontrast 

Marketing ist im Handwerk schon lange kein Fremdwort mehr und fängt bei modern aufgestellten Unternehmen bereits vor der eigenen Haustür an. Am repräsentativen Empfangsbereich, an Präsentationmöglichkeiten für Referenzen per Beamer oder Großbildschirm bis hin zu modern gestalteten Werkstattbereichen erkennen potenzielle Kunden den Stil und das Leistungsspektrum des Unternehmens. Das schafft Vertrauen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Spenglerbetriebe können dies als Spezialisten der Gebäudehülle noch weitertreiben, wie beispielsweise die Ninger AG + Astra Sanitär-Solar AG aus dem schweizerischen Rikon.

Das rund um Winterthur bekannte Unternehmen musste ihren Sitz aufgrund neuer Nutzung des gemieteten Areals in ein Gewebegebiet verlegen. Änderungen bieten immer auch eine Chance zur Weiterentwicklung. Diese nutzten die Inhaber Marcel Truninger sowie Thomas und Marco Binninger und investierten in die Errichtung eines neuen, auf die Unternehmensbelange zugeschnittenen Produktions- und Verwaltungsgebäudes einschließlich Materiallager. Die Freude am Beruf und dem erforderlichen Neustart führte nach konkreter und gezielter Planung zu einem zukunftsfähigen Konzept für den neuen Firmenstandort, bei dem natürlich auch die äußere Gebäudehülle eine bedeutenden Rolle spielte.

Die Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit wurde erreicht mit einem vorgehängten hinterlüfteten und mit Holzfaserplatten wärmegedämmten Wandaufbau (Quelle: Ninger AG Gebäudehülle)

 Nachhaltig konstruiert

In enger Zusammenarbeit mit den Firmeninhabern erfolgten Planung und Architektur durch H.P. Keller, Architekten HTL aus Oberstammheim. Das neu errichtete Gebäude ist 31 Meter lang, 17 Meter breit und 10 Meter hoch. Da die alte Halle bereits gut auf die betrieblichen Arbeitsabläufe eingerichtet war, ging es in den neuen großzügig angelegten Räumlichkeiten nur noch um die Optimierung der Produktionsprozesse, von Wareneingang und Lagerung bis zum Abtransport auf die zur Baustelle. Die Konstruktion der Werkhalle einschließlich Bürotrakt erfolgte ab Erdgeschoss im Montagebauverfahren nachhaltig mit einheimischem Holz, ohne jegliche Konstruktionsverstärkungen aus Stahl. Für die Deckung der 650 m² Satteldachflächen mit 10 Grad Dachneigung und über 11 Meter Sparrenlänge wählten die diplomierten Spenglermeister eine wirtschaftliche Lösung aus Sandwich-Paneelen mit 120 mm PUR Dämmkern.

Für die Konstruktion der Außenwände, der Visitenkarte eines Bauwerks, dachten sich Bauherrn und Architekten etwas Besonderes aus. Die Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit erzielten sie mit einem vorgehängten hinterlüfteten und mit Holzfaserplatten wärmegedämmten Wandaufbau. Die Außenhülle, also die Gestaltungs- und Wetterschutzebene der Firmengebäudes, erhielt eine Bekleidung aus vorbewittertem und farbbeschichteten Horizontalpaneelen aus Titanzink 1,0 mm. Die vorbewitterte schiefergraue Zinkoberfläche in Kombination mit ziegelroten Fenstern, Fensterzargen, Türen und Toren sorgen für einen gewollten, ansprechenden Kontrast. Das Rot in der Fassade entspricht dem Corporate Design der Ninger AG, in dem auch das Firmenlogo, Visitenkarten und Geschäftspapiere gestaltet sind. Somit ergibt sich der gewünschte Wiedererkennungseffekt für Kunden und Geschäftspartner. Der Umzug zur neuen Halle einschließlich Klempnerwerkstatt mit allen Blechbearbeitungsmaschinen wurde so terminiert, dass bereits dort die Fertigung der Fassadenpaneele erfolgen konnte.

Die Konstruktion der Werkhalle einschließlich Bürotrakt erfolgte ab Erdgeschoss im Montagebauverfahren nachhaltig mit einheimischem Holz, ohne jegliche Konstruktionsverstärkungen aus Stahl. (Quelle: Ninger AG Gebäudehülle)

Optimierung durch Eigenleistung

Die komplette Gebäudehülle wurde in Eigenleistung parallel zum normalen Geschäftsbetrieb ausgeführt. Die Haustechnik wie Heizungsinstallation mit Wärmepumpe und Bodenheizungen einschließlich den kompletten Sanitärinstallationen plus Druckluftleitungen wurden ebenfalls in Eigenleistung erstellt. Die vielen selbsterbrachten Arbeiten wirkten sich positiv auf die Kostenabrechnung aus, erforderten hingegen eine intensive Arbeitsplanung und -aufteilung. Denn die Kunden hatten, wie es sich gehört, stets den Vorrang. Die Halle ist heute optimal auf die Produktionsbedürfnisse der Firma mit vielseitigen handwerklichen Leistungen eingerichtet. Das Unternehmen verfügt heute über optimale Bedingungen um ihre Dienstleistungen Spenglerei, Fassadenbau, Flachdach, Blitzschutz, Sanitär und Solaranlagen weiterhin effizient und kundenorientiert zu erbringen.

Gestartet als Zweimannbetrieb 1995 beschäftigt die Firma heute über 10 Mitarbeitende. Marcel Truninger, Thomas Bänninger und Marco Bänninger sind mit der Geschäftsleitung betraut. Der Mitarbeiterstamm besteht aus gelernten Bauspengler und Sanitärinstallateuren. Sie nehmen regelmäßig in internen und externen Schulungen teil und verfügen über fundierte Fachkenntnisse und handwerkliche Fertigkeiten. Aus die Lehrlingsausbildung ist dem Unternehmen sehr wichtig. Die Firma Ninger AG, sowie das Partnerunternehmen Astra Sanitär-Solar AG sind Mitglied im Berufsverband Suissetec.

zuletzt editiert am 12.01.2022