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Um ein optimales Gesamtbild zu erzielen, habe ich Schachfiguren aus den Metallwerkstoffen Messing und Zinn gewählt, die jetzt das Spielfeld zieren. Foto: Mike Hodapp

Technik 2011-02-16T00:00:00Z Meisterhaft im Schach

Serie Meisterstücke: Klempnermeister Mike Hodapp beschreibt, wie er in der Meisterprüfung an der Handwerkskammer Ulm eine Schachbrett-Tischplatte mit Standfuß realisierte.

Bei meinem Meisterprüfungsprojekt handelt es sich um eine Schachbretttischplatte mit einem achteckigen Standfuß, der in drei unterschiedlich geschwungene Segmente gegliedert ist. Da ich gerne Schach spiele, kam mir diese Idee zu diesem Meisterstück natürlich bei einer Partie Schach. Die Frage, welches Material ich hierzu verwende, war bald geklärt. Ich habe mich dafür entschieden, Kupfer sowie Kupferlegierungen zu verwenden. Die Idee war geboren, was noch fehlte, war die Umsetzung. Hierzu musste zunächst die Zeichnung und Abwicklung der Einzelteile erstellt werden. Für die Herstellung des Schachtisches wendete ich die alten Klempnertechniken an, wie Bördeln, Schweifen, Runden und Falzen. Das Meisterstück habe ich in drei Positionen unterteilt, und zwar

1. die Schachbretttischplatte, 2. den Standfuß und 3. das Verbindungselement.

Die Schachbretttischplatte (1.) besteht aus einer Grundplatte, die ich aus Birkemehrschichtholz fertigte. Hier wurden später die Einlegearbeiten für das Schachbrettmuster aufgebracht. Die Einlegearbeiten bestehen aus Kupfer- und Messingquadraten. Die Einfassung besteht aus einer Umrandung aus voroxidiertem Kupferblech des Fabrikats Tecu Oxid, das in ein Achteck ausläuft. Der äußere Rand der Einfassung erhielt eine 13 Millimeter hohe Aufkantung, in die die Wulst eingedreht wurde. Die Tischplatte habe ich vorgefertigt und als Fertigbauteil zur Prüfung mitgebracht.

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Die Schachbretttischplatte besteht aus einer Grundplatte aus Birkenmehrschichtholz, in die das Schachbrettmuster aus Kupfer- und Messingquadraten eingebracht wurde.Foto: Mike Hodapp

Der Standfuß (2.) aus 0,6 Millimeter dickem Kupferblech besteht aus acht Segmenten mit einem nach innen gezogenen Radius. In der Mitte wird er durch einen wulstförmigen kleineren Außenradius unterbrochen. Der untere Abschluss des Standfußes erhielt eine Wulst, den oberen Anschluss an das Schachbrett habe ich mit einem Einhangfalz ausgebildet. Die Verbindung der acht einzelnen Segmente erfolgte mit einem drei Millimeter nach außen gestellten Mantelfalz. Die Mantelfalze wurde zur Sicherung mit Lötpunkten fixiert. Die Herstellung des Falzes erfolgte durch Schweifen und Bördeln. Mit einem für diesen Arbeitsschritt extra angefertigten Bördeleisen erhielten die Einzelsegmente ihre Form und wurden Stück für Stück erst zu zwei Hälften und anschließend vollständig zusammengefügt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie im klempner magazin Ausgabe 1|2010.

zuletzt editiert am 15. April 2021
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