Fassade der Firma Kässbohrer
Um die Fassadenpaneelen maßgenau produzieren zu können, war im Vorfeld eine exakte Einteilung der Bauelemente erforderlich. (Quelle: G. Bosshard AG / Dalibor Martinovic)

Technik

11. January 2022 | Teilen auf:

Metallfassade für Kässbohrer: Hülle aus Aluminium

Fassadenbekleidungen aus Metall bieten der tragenden Konstruktion, der Wärmedämmung, der Unterkonstruktion und dem Baukörper nicht nur dauerhaften Witterungsschutz. Bei der Firma Kässbohrer sorgt eine architektonisch gestaltete Hülle aus Aluminium am neuen Firmensitz zudem für den Wiedererkennungswert des Unternehmens.

Die Kässbohrer Schweiz AG stellt Pistenfahrzeuge für den Einsatz in Skigebieten her. Zur Optimierung der Betriebsabläufe errichtete der Hersteller hierzu ihr neues Kompetenzzentrum für Entwicklung, Produktion und Verwaltung. Herzstück des Neubaus ist der moderne Logistikbereich, ein Kardex-Lagersystem und das Hochregallager mit Platz für alle relevanten Ersatzteile. Das Gebäude hat eine Pfortenwirkung, die durch den Büroturm symbolisiert wird. Der Turm ist von der Gotthard-Autobahn A2 aus sehr gut einsehbar und verankert das Objekt mit der Region. Die industriell erscheinende, aber in Klempner-/Spenglertechnik gefertigte Gebäudehülle verleiht dem Bauwerk Identität. Die Fassaden sollen in streng gegliederter Einteilung mit strukturierten Elementen aus Aluminium in vertikaler und horizontaler Anordnung erscheinen und dem Gebäude eine gewisse Monumentalität verleihen.

Projektleiter Dalibor Martinović (Quelle: G. Bosshard AG / Dalibor Martinovic)

Zuständig für die Bauausführung war G. Bosshard AG aus Altdorf (CH). Mit der Kombination aus horizontaler und vertikaler Verlegung der Fassadenpaneelen sorgte der diplomierte Spenglermeister und Projektleiter Dalibor Martinović  für ein lebendiges Erscheinungsbild. Um die Fassadenpaneelen maßgenau produzieren zu können, war im Vorfeld eine exakte Einteilung der Bauelemente erforderlich.

Quelle: G. Bosshard AG / Dalibor Martinovic

Da die Horizontalfugen ohne Unterbrechung um das Gebäude verlaufen, erforderte dieser Arbeitsschritt sehr hohen Aufwand. Zudem erschwerten Richtungswechsel zwischen den horizontal und vertikal verlaufenden Fassadenpaneelen die Planungsleistungen. Aber auch die Produktion der Aluprofile erforderte besonderes spenglertechnisches Knowhow. So war der Einsatz einer automatisierte Abkantmaschine mit zwei Biegewangen erforderlich.

In unserer Projektdokumentation in KlempnerMagazin Ausgabe 2/2022 erfahren Sie alle Details zu diesem interessanten Projekt, von der Planung und Profilherstellung bis hin zur Montage auf der Baustelle.

zuletzt editiert am 11.01.2022