Knepper Böttcher
Zum Hintergrund des neuen Konzeptes geben Dirk Böttcher und Dr. Michael Knepper (links) Auskunft. Foto: Rheinzink

KlempnerMagazin 2016-01-12T00:00:00Z Neues Markenkonzept für Marktveränderungen

Ab April startet die Rheinzink-Gruppe mit einer zweiten Marke – ohne zusätzliche Serviceleistungen, zu günstigeren Konditionen. Andererseits soll das Fachhandwerk bei der Premiummarke mit einem umfassenden Servicepaket ausgestattet werden. Dies wirft Fragen auf.

Die Rheinzink-Gruppe sieht den klassischen Fachvertrieb in Deutschland vor großen Herausforderungen, die das Unternehmen gemeinsam mit seinen Partnern in Großhandel und Handwerk aktiv gestalten will. Deshalb stellt das Unternehmen ein neu strukturiertes Angebot für den deutschen Markt vor. Die Marke Rheinzink wird zukünftig über ihr Komplettangebot und den umfassenden Services noch stärker für das Fachhandwerk positioniert. Dazu gehört auch ein Partnerprogramm, mit dem das Handwerk aktiv in seinen Aufgaben unterstützt werden soll. Parallel dazu startet die Rheinzink-Gruppe ab April mit der neuen Marke „smartzink“, unter der ein schlankes Produktangebot ohne zusätzliche Serviceleistungen an den Großhandel vertrieben wird. Zum Hintergrund des neuen Konzeptes haben wir Dirk Böttcher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinzink GmbH & Co.KG, und Dr. Michael Knepper, Geschäftsführer für Marketing und weltweiten Vertrieb, befragt.

Herr Böttcher, warum war es notwendig das bekannte Angebot der Rheinzink-Gruppe in Deutschland neu aufzubauen?

Dirk Böttcher: Unsere Märkte verändern sich. Wenn wir unsere Position dauerhaft sichern und ausbauen wollen, müssen auch wir uns verändern. Das betrifft nicht nur uns als Unternehmen. Das betrifft den gesamten Fachvertrieb. Wir stehen vor großen Herausforderungen. Wir haben einen Strukturwandel im Fachhandwerk, die klassischen Qualifikationsmuster verändern sich. Die Großhandelslandschaft in unseren Märkten wächst gewerkeübergreifend zusammen. Und vor allem: Der Bauherr bekommt durch das Internet eine ganz neue Bedeutung. Darauf müssen wir uns alle einstellen. Wir im Fachvertrieb müssen uns insgesamt neu beweisen. Als zuverlässiger Partner stehen wir Großhandel und Handwerk dabei zur Seite. Und natürlich müssen auch wir unser Angebot marktgerecht umgestalten. Letztlich gilt: Nur wer sich verändert kann in unserem Markt dauerhaft bleiben, was er heute ist. Wir sind Marktführer. Und wir wollen es bleiben.

Das bedeutet aber, Sie stehen auch weiterhin zum dreistufigen Fachvertrieb?

Dr. Michael Knepper: Absolut. Für uns gibt es keine Alternative zur kompetenten Verbindung aus Hersteller, Handel und Handwerk. Es geht ja genau darum, das Angebot so zu verändern, dass wir gemeinsam mit diesen Partnern im qualifizierten Fachvertrieb den Zukunftsanforderungen unseres Marktes gerecht werden können. Wir brauchen für unsere Produkte die fachkompetente Beratung, Projektierung und Verarbeitung. Bauherrn sind zwar immer besser informiert, sie werden aber ihre Fassadenbekleidung oder die Dachentwässerung nicht morgen bei Amazon bestellen. Kompetenz ist gerade jetzt notwendig, um Orientierung zu geben und nachhaltig zu bauen.

Aber dann hätte es ja gereicht, Ihre Marke Rheinzink noch stärker aufzustellen. Warum jetzt noch eine zweite Marke?

Dr. Michael Knepper: Weil sich der Markt in Deutschland mittlerweile geteilt hat. Auf der einen Seite ein starker und anspruchsvoller Sanierungs- und Renovierungsmarkt sowie der hochwertige Neubau. Auf der anderen Seite sehr standardisierte Bauprojekte, bei denen es in erster Linie auch auf den günstigen Quadratmeterpreis ankommt. Allein in diesem Marktsegment besteht ein Bedarf von zusätzlich mehreren hunderttausend Wohneinheiten pro Jahr bis 2020. Das Handwerk muss für beide Bereiche das richtige Angebot haben: Einerseits ein umfassendes Sortiment mit allen Spezialitäten, dem kompletten Oberflächenangebot für das Bauen im Bestand und für den hochwertigen Neubau.

Das ausführliche Interview lesen Sie in klempner magazin 01/2016.

zuletzt editiert am 15. April 2021
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