Das Bild zeigt ein Gruppe Meisterschüler.
Innerhalb einer Woche deckten die angehenden Klempnermeisterschüler unter Anleitung die Halle mit einem beeindruckenden Muster aus drei unterschiedlichen Fassadensystemen. (Quelle: PREFA)

Wissen 2023-10-13T06:38:18.130Z Projektarbeit in Eslohe

Meisterschulen: Um das Lehrangebot für Meisterschüler interessant und praxisnah zu gestalten, lassen sich die Ausbilder der Lorenz-Burmann-Schule stets etwas einfallen. In diesem Jahr war es die eigene Lagerhalle, die einen neuen „Anstrich“ brauchte.

Die Lorenz-Burmann-Schule ist die zentrale Ausbildungsstätte des Dachdeckerhandwerks in Westfalen. Sie integriert das Berufskolleg des Innungsverbandes des Dachdeckerhandwerks Westfalen, das Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks mit den beiden Abteilungen Überbetriebliche Ausbildung und Meisterschule sowie die GFW-Dach (Gesellschaft zur Förderung des westfälischen Dachdeckerhandwerks mbH) mit dem Bereich Weiterbildung unter einem Dach. Zu den Weiterbildungsangeboten zählen die Vorbereitungslehrgänge zu den Meisterprüfungen im Klempner- und Dachdeckerhandwerk. Die Meisterschule bietet zwei Vorbereitungslehrgänge pro Jahr:

Lehrgang Dachdeckermeister: August–Mai (ca. 10 Monate)
Lehrgang Klempnermeister: August–Dezember (ca. 5 Monate) 

Voraussetzung für die Teilnahme am Meisterlehrgang im Klempnerhandwerk ist der Meisterbrief im Dachdeckerhandwerk. 

Praxisnah geschult

Um das Lehrangebot für Meisterschüler interessant und praxisnah zu gestalten, lassen sich Ausbilder Josef Mester und  Ausbildungsleiter Timo Kösters stets etwas einfallen. Es galt, die Fassaden des neuen Materiallagers langlebig, wartungsfrei und abgestimmt auf die Bestandsgebäude zu bekleiden. „Eine gute Idee, wie sich herausstellte, die sich mit Teilnehmern der Meisterschule im Rahmen eines Projekts sehr gut verbinden lässt“, so Hainer Rauterkuss, Gebietsverkaufsleiter West bei Prefa: „Unsere Anwendungstechniker machen sich jeden Tag stark für die Ausbildung und sind sehr oft in den Aus- und Weiterbildungsstätten des Klempnerhandwerks unterwegs. Als uns die Idee der Lagerhalle zugetragen wurde, haben wir diese mit den Ausbildern vor Ort gleich weiterentwickelt. Es entstand ein interessantes Projekt, das nicht nur in seiner Umsetzung allen Beteiligten positiv im Gedächtnis bleiben sollte, sondern auch von großer Strahlkraft zeugen würde. Ein Engagement, das Meisterschüler, Ausbilder und das Bildungszentrum verbindet.“

Vielseitig bekleidet

Für die drei zu bekleidenden Außenwände dachten sich die Experten eine Kombination aus drei Fassadensystemen aus: Werkseitig vorgefertigte Sidings vertikal (prefaweiß) und horizontal (hellgrau) im Halbverband mit Schattenfuge verlegt; Fassadenpaneel fx.12 (dunkelgrau) im wilden Verband sowie handwerklicher Winkelstehfalz (prefaweiß) in vertikaler Verlegung. Alle Details, insbesondere die Schnittstellen zu den unterschiedlichen Fassadensystemen, waren Thema des vorbereitenden theoretischen Unterrichts. Die Vorbereitung der von Prefa bereitgestellten Fassadenelemente fand in den sehr gut ausgerüsteten Klempnerwerkstätten der Lorenz-Burmann-Schule statt. Bei der Projektarbeit stets unterstützender Teil des Teams war Lehrverleger Sinisa Krusec von Prefa. Innerhalb einer Woche bekleideten die angehenden Klempnermeisterschüler unter seiner Anleitung die Halle mit einem beeindruckenden Muster. „Wind und Wetter konnten niemanden aufhalten. Alle Teilnehmer waren engagiert bei der Sache und haben viel dazugelernt“, ist sich Sinisa Krusec sicher. 

Vorschau zu Teil 2: Wie das Projekt entstand und welche Fassadendetails mit den angehenden Meistern geplant und umgesetzt wurden, darüber berichten wir in der nächsten KlempnerMagazin Ausgabe 6/2023.

Weitere Informationen:
www.dachdeckerschule.d e

zuletzt editiert am 15. November 2023