Nicht nur spektakuläre Unterwasserwelten gibt es im neuen Kopenhagener Aquarium „Blue Planet“ zu bewundern – das Gebäude selbst ist spektakulär genug. Mit seiner Metallhülle wirkt es wie ein gigantischer Wasserstrudel.
Passend zur Reisezeit öffnete eine neue Attraktion Kopenhagens die Tore: Das Aquarium Blue Planet. Es ist auf der Insel Amager in Kopenhagen, direkt an der Küste zum Oeresund in der Nähe des Flughafens erbaut – für Fluggäste also eine gute Gelegenheit, das spektakuläre Gebäude bei An- und Abflug von oben zu sehen. Von dort wirkt es wie ein gigantischer Wasserstrudel der sofort klar macht, was sich im Inneren verbirgt. Die Wirbelform des Gebäudes setzt sich fort in den umgebenden Pools, Terrassen und dem sich anschließenden Meer. Das „Wasser“ aus Aluminium spiegelt die Farben des Lichts und der natürlichen Umgebung, sodass das der Ausdruck des Gebäudes stetig wechselt. Die Besucher werden durch den Strudel förmlich in das Museum hineingezogen.
Auch im Inneren setzt sich das wirbelförmige Design des Gebäudes fort. Im „Auge“ des Wasserwirbels befindet sich das kreisförmige Foyer. Von hier aus verzweigen sich die Wirbel in die verschiedenen Bereiche und Räume rund um die Themen Fluss, See oder Meer. Wände und Decken gehen dabei fließend ineinander über. Das gläserne Dach über dem Foyer ist gleichzeitig Dach und Boden eines Pools. Durch das Poolwasser hat man freien Blick in den Himmel, faszinierend mit dem sich reflektierenden Tageslicht. Die Ausläufer des „Strudels“ führen durch verschiedene Welten und präsentieren atemberaubende Unterwasserperspektiven aller Kontinente. Besucher erhalten hier Einblicke in die nordatlantische Meereswelt der Färöer-Inseln, in das maritime Leben des Pazifiks, den Amazonas und in Afrikas Binnenseen. In einem tropischen Ozeanarium leben Haie, auch Korallenriffe sind zu bestaunen.

Über 20.000 Fische und andere Meerestiere finden in dem Aquarium Platz. Es bietet den Besuchern die Möglichkeit, durch ein gut abgestimmtes Ökosystem sehr seltene Tierarten zu beobachten. Das Blue Planet ist mit 9.000 Quadratmetern Innen- und 2.000 Quadratmetern Außenfläche ist eines der größten Aquarien Europas.
Schutz mit Schuppen
Grund für die Architektenausschreibung zur neuen Attraktion war der schlechte bauliche Zustand des alten aber traditionsreichen Dänischen Aquariums in Charlottenlund von 1939. Dies hatte zudem mittlerweile seine Kapazitätsgrenze erreicht. Ein neues Aquarium sollte mit modernsten technischen Standards den heutigen Anforderungen an ein globales Meeres-Erlebniszentrum entsprechen.
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Ausgabe km 06.
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